Nach wochenlangen Vorbereitungen hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen am Dienstagabend (24.03.2026) einen umfangreichen Einsatz zur Sicherung eines Castor-Transports durchgeführt. Um 22:07 Uhr setzte sich der Konvoi mit hochradioaktivem Atommüll in Bewegung. Mehr als 100 Einsatzfahrzeuge sowie ein Polizeihubschrauber begleiteten den Transport. Insgesamt waren rund 2500 Polizeibeamtinnen und -beamte im Einsatz.
Nach Angaben von Innenminister Herbert Reul (CDU) handelte es sich um eine „hochkomplexe Lage“, die umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen erforderte. Der Transport führte über eine Strecke von etwa 170 Kilometern quer durch Nordrhein-Westfalen zum Zwischenlager in Ahaus. Die genaue Route wurde aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht.
Neben der Begleitung am Boden überwachten ein Hubschrauber und Drohnen den Konvoi aus der Luft. Der Castor-Transport erreichte sein Ziel nach weniger als vier Stunden ohne Zwischenfälle. Vor dem Zwischenlager in Ahaus versammelte sich lediglich eine kleine Gruppe friedlicher Demonstranten.
Insgesamt sollen 152 Castorbehälter in das Zwischenlager gebracht werden. Für die Polizei bedeutet dies auch in den kommenden Wochen weitere umfangreiche Einsätze.
(Fotos: nrw-aktuell.tv)

