Ein zunächst routinemäßiger Einsatz wegen Ruhestörung hat am späten Sonntagabend (05.04.) in Leverkusen eine gewaltsame Eskalation ausgelöst. Die Polizei war zu einem Lokal auf der Ulandstraße gerufen worden, wo sich eine größere Feiergesellschaft versammelt hatte.
Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf rund 100 Personen und ermahnten die Feiernden zunächst, die Lautstärke zu reduzieren. Trotz der Aufforderung stellten die Beamten bei einer späteren Kontrolle fest, dass sich an der Situation nichts geändert hatte. Daraufhin sprachen sie eine deutliche Ansage aus, was bei Teilen der Anwesenden auf Widerstand stieß.
Die Situation kippte wenig später. Es kam zu einer handfesten Auseinandersetzung, die sich rasch zu einer größeren Schlägerei entwickelte. Nach Angaben der Polizei wurden dabei unter anderem Stühle und Gläser als Wurfgeschosse eingesetzt. Insgesamt wurden drei Polizeibeamte verletzt, einer von ihnen schwer. Auch auf Seiten der Feiernden gab es Verletzte, mindestens vier Personen mussten medizinisch versorgt werden.
Aufgrund der unübersichtlichen Lage wurde ein Großeinsatz ausgelöst. Unterstützungskräfte aus umliegenden Behörden rückten an. Sechs Personen wurden zur Polizeiwache gebracht. Bei etwa 40 weiteren Beteiligten stellten die Einsatzkräfte die Identität fest. Insgesamt waren rund 50 Streifenwagen im Einsatz. Zur Versorgung der Verletzten waren mehrere Rettungswagen sowie Notärzte vor Ort.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Dabei geht es unter anderem um die genauen Abläufe der Eskalation sowie mögliche strafrechtliche Konsequenzen für die Beteiligten.
(Fotos: Vincent Kempf / nrw-aktuell.tv)





















