Bei einem schweren Bahnunfall in Essen-Katernberg ist am späten Sonntagabend (25. Oktober) ein Gleisarbeiter ums Leben gekommen. Ein weiterer Mitarbeiter erlitt schwere Verletzungen, als die beiden Männer im Bereich der Grundstraße von einem ICE erfasst wurden. Die Feuerwehr wurde um 23:11 Uhr alarmiert. Nach ersten Erkenntnissen hielten sich zum Unfallzeitpunkt insgesamt sechs Gleisarbeiter in dem betroffenen Streckenabschnitt auf. Zwei von ihnen wurden von dem herannahenden ICE erfasst. Für einen der beiden Männer kam jede Hilfe zu spät. Die Einsatzkräfte konnten nur noch seinen Tod feststellen.
Der zweite Arbeiter wurde schwer verletzt. Da sich der Verletzte im Gleisbereich befand, rettete ihn die Feuerwehr mithilfe einer Drehleiter auf die Straße. Dort übergaben die Einsatzkräfte ihn an den Rettungsdienst, der ihn anschließend in ein Krankenhaus brachte.
Aufgrund der belastenden Situation waren mehrere Notfallseelsorger aus Essen und Mülheim im Einsatz. Sie betreuten betroffene Personen und begleiteten auch den Lokführer des ICE. Ein Fachberater des Deutschen Roten Kreuzes unterstützte die Einsatzkräfte bei der Einschätzung des Betreuungsbedarfs. Ein Hubschrauber der Bundespolizei erkundete die Unfallstelle aus der Luft.
Neben der Berufsfeuerwehr waren auch die Freiwillige Feuerwehr Essen-Katernberg und der Rettungsdienst vor Ort. Außerdem waren Kräfte der Bundespolizei, ein Notfallmanager der Deutschen Bahn sowie Fachberater des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz. Nach rund zwei Stunden war der Feuerwehreinsatz beendet.
Die genauen Umstände des Unfalls sind bislang unklar.
Auswirkungen auf den Bahnverkehr
Auch am Montagmorgen kommt es infolge des Unfalls zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Nach Angaben der Deutschen Bahn werden betroffene Fernzüge zwischen Gelsenkirchen und Duisburg umgeleitet. Reisende müssen dadurch mit Verspätungen von etwa 20 Minuten rechnen.
Fahrgäste im Regionalverkehr werden gebeten, sich über die Informationskanäle der Bahn über mögliche Zugausfälle und alternative Verbindungen zu informieren.
(Fotos: Michael Weber/ nrw-aktuell.tv)
















