Dienstag, 22. Januar 2019

Nach Anschlägen in Bottrop und Essen: Tatverdächtiger möglicherweise schuldunfähig

Nachtragsmeldung zu den versuchten Tötungsdelikten (Anm. Redaktion: Anschlägen mittels Fahrzeug) in Bottrop und Essen in der Silvesternacht: Nach dem vorläufigen Ergebnis der Erstbegutachtung des Beschuldigten durch einen renommierten psychiatrischen Sachverständigen ist nach dem derzeitigen Ermittlungsstand davon auszugehen, dass der Beschuldigte zu den Tatzeiten mindestens erheblich vermindert schuldfähig war.

Auch eine vollständig aufgehobene Schuldfähigkeit kann derzeit nicht sicher ausgeschlossen werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Essen den Haftbefehl in einen vorläufigen Unterbringungsbefehl umgewandelt. Der Beschuldigte befindet sich nunmehr in einem psychiatrischen Krankenhaus.

(Quelle: Staatsanwaltschaft Essen, Foto: Rene Anhuth)

Überfall auf Spielhalle unter Vorhalt eines Pürierstabes scheiterte

In der Nacht zu Dienstag (22.01.) um 00.08 Uhr versuchte eine unbekannte Täterin eine Spielhalle an der Großen Werlstraße / Kamener Straße in Hamm zu überfallen. Die maskierte Täterin betrat zur angegebenen Zeit die Spielhalle und forderte unter Vorhalt eines Pürierstabes(!), der in einem schwarzen Jutebeutel steckte, von dem 56-jährigen Spielhallenmitarbeiter in englischer Sprache die Herausgabe von Bargeld.

Der Spielhallenmitarbeiter zeigte sich unbeeindruckt und es gelang ihm, der Täterin den Jutebeutel und den darin befindlichen Pürierstab abzunehmen und sie aus der Spielhalle zu befördern. Im Anschluss flüchtete die Täterin zu Fuß über die Große Werlstraße in unbekannte Richtung.

Die Unbekannte wird wie folgt beschrieben: etwa 40 bis 45 Jahre alt, 170 cm groß, sprach englisch, war mit einem schwarzen Overall bekleidet und trug bei Tatausführung einen schwarzen Motorradhelm. Sie hatte zwei schwarze Jutebeutel dabei. Vor der Spielhalle konnte ein schwarzer Ford Ka mit Hammer Kennzeichen und laufendem Motor festgestellt werden. Ob dieses Fahrzeug in Zusammenhang mit dem versuchten Raubüberfall steht, konnte bislang nicht geklärt werden. Der Pkw wurde sichergestellt. Hinweise nimmt die Polizei Hamm unter der Telefonnummer 02381 916-0 entgegen.

(Quelle/Foto: Polizei Hamm)

Montag, 21. Januar 2019

Klarer Himmel: Der "Blutmond" begeisterte Frühaufsteher

Trotz klirrender Kälte eine schöne Belohnung für viele Frühaufsteher am Montagmorgen (21.01.). Von 5:41 Uhr bis etwa 6.44 Uhr in der Früh ließ sich eine blutrote und totale Mondfinsternis beobachten.

Keine Wolken, daher klare Sicht ermöglichten Nachtschwärmern und Hobbyfotografen einen großartigen Blick auf unseren Trabanten, der im Kernschatten der Erde stand und durch atmosphärische Effekte rot schimmerte. Zusätzlich war der Mond, zum Zeitpunkt der Finsternis, der Erde besonders nahe – daher spricht man auch umgangssprachlich von einem „Super“-Blutmond.

Die nächste Mondfinsternis kann man in Deutschland bereits am 16. Juli 2019 beobachten, dann allerdings nur partiell. Bis zum 31. Dezember 2028 wird es dauern, bis man die nächste totale Finsternis bewundern kann, wenn dann das Wetter so mitspielen sollte wie in der vergangenen Nacht.

(Foto: Archiv/WDR Aktuell via Twitter)

Sonntag, 20. Januar 2019

Unruhen am Hauptbahnhof in Gelsenkirchen sorgen für Großeinsatz: Polizist schwer verletzt

Am Samstagabend (19.01.) gegen 20:45 Uhr kam es in der Gelsenkirchener Altstadt im Bereich des Hauptbahnhofes zu einem Großeinsatz der Polizei.

Zuvor war dort eine Gruppe von 20 bis 30 Jugendlichen, überwiegend mit Migrationshintergrund aufgefallen, die dort unter anderem Passanten anpöbelten, Feuerlöscher entleerten und den Not-Aus der Rolltreppen betätigten, woraufhin Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe, die zuvor mit einem Schotterstein beworfen wurden, die Gruppe aufforderten den Bereich zu verlassen und die Polizei verständigten. Bei Eintreffen der Polizei, die durch Einsatzkräfte aus Nachbarstädten und der Bundespolizei unterstützt wurde, flüchteten die jugendlichen Straftäter. Drei von ihnen konnten jedoch noch im Bahnhofsbereich festgenommen werden. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden sie, laut Polizei, ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Ein weiterer Tatverdächtiger konnte im Bereich der Weberstraße festgenommen werden.

Dieser wollte sich bei seiner Festnahme losreißen, was zur Folge hatte, dass er zusammen mit dem festnehmenden Polizeibeamten gegen die Glasscheibe einer Pizzeria prallte, wodurch diese zu Bruch ging und beide durch die Scheibe ins Lokal fielen. Der Tatverdächtige zog sich dabei Schnittverletzungen zu. Nach Behandlung in einem Krankenhaus wurde er in das Gewahrsam eingeliefert, da gegen ihn ein Haftbefehl bestand. Der 29-jährige Polizeibeamte wurde durch die Glasscherben schwer verletzt. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde er ebenfalls zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Gegen alle Beteiligten wurden Strafverfahren eingeleitet.

Immer wieder sorgten Personen bzw. Gruppen mit Migrationshintergründen dort für Einsätze der Polizei. Seit mehreren Tagen führen daher Beamte der Bundespolizei Schwerpunktkontrollen im und am dortigen Hauptbahnhof durch.

(Quelle: mit Polizei Gelsenkirchen, Fotos: Symbolbild/Archiv)

Zwei Frauen verlieren ihr Leben bei einem Brand einer Gartenlaube in Oberhausen

Um 01:35 Uhr in der Nacht zu Sonntag (20.01.) wurde die Leitstelle der Feuerwehr Oberhausen über einen Gartenhausbrand auf der Arminstraße im Stadtteil Osterfeld informiert. Bei Eintreffen der Rettungskräfte brannte das Gartenhaus in Vollausdehnung.

Die Löscharbeiten konnten zunächst nur aus sicherer Entfernung durchgeführt werden, da vor dem Gartenhaus Propangasflaschen abflammten und die Stichflammen keinen direkten Zugriff auf den Brandort zuließen. Nach der Bekämpfung der Propangasflaschen und den gleichzeitigen Löscharbeiten des Gartenhauses konnten die Rettungskräfte nur noch den Tod zweier Personen feststellen, die sich in dem Gartenhaus aufhielten. Nach Angaben eines Sprechers der Stadt Oberhausen vor Ort soll es sich bei den Opfern um zwei Frauen handeln.

Eine weitere männliche Person wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Insgesamt waren 25 Einsatzkräfte und ein Notfallseelsorger vor Ort. Der Einsatz dauerte knapp zwei Stunden. Zur Brandursache nimmt die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf.

(Quelle: mit Feuerwehr Oberhausen, Fotos: Michael Weber)

Samstag, 19. Januar 2019

Bei Rettungseinsatz in Düsseldorf: Fünf Kilo Boa Constrictor unter einer Heizung entdeckt

Am Samstagvormittag (19.01.) wurde der städtische Rettungsdienst gegen 09:23 Uhr zu einem medizinischen Notfall in eine Wohnung in Düsseldorf-Benrath gerufen. Nach der Erstversorgung des Patienten entdeckten die Rettungsdienstmitarbeiter in einem Raum eine cirka zwei Meter lange Würgeschlange unter einem Heizkörper.

Auf Bitten des Ordnungsamtes der Stadt Düsseldorf, wurde durch die Feuerwehrleitstelle ein Reptilienfachmann der Feuerwehr Düsseldorf zur Einsatzstelle entsandt. Durch den Experten konnte die Schlange als Boa Constrictor, die sogenannte Königsboa, identifiziert werden. Nach kurzer Suche wurde das eigentlich dämmerungs- und nachtaktive Tier sicher gefangen. Im Laufe des Tages wird die ursprünglich aus Südamerika stammende Würgeschlange zum Natur- und Tierpark Brüggen transportiert. Dort wird sie im Schlangenhaus einer artgerechten Haltung zugeführt.

Nach Einschätzung des Reptilienfachmanns ist das Tier in einem gesundheitlich guten Zustand. Das Gewicht wird, laut einem Sprecher, auf rund fünf Kilogramm geschätzt.

(Quelle/Foto: Feuerwehr Düsseldorf)

Freitag, 18. Januar 2019

Da staunten die Beamten nicht schlecht: Frau randaliert mit 4,64(!) Promille Alkohol im Blut

Am Freitagmorgen (18.01.) gegen 4.30 Uhr wurde die Polizei Soest in den Lärchenweg nach Bad Sassendorf gerufen. Dort sollten zwei Frauen rumrandalieren. Sie würden vor eine Tür schlagen und treten. Die eintreffende Polizeistreife konnte die beiden Damen jedoch vor Ort nicht mehr antreffen. Gegen 4.50 Uhr erhielt die Polizei einen erneuten Einsatz.

Eine Frau sollte dort wieder randalieren. Aufgrund der Personenbeschreibung handelte es sich um eine der beiden Frauen. Die unter Alkoholeinfluss stehende 21-jährige Frau aus Bad Sassendorf war jedoch für Ruheermahnungen nicht zugänglich, so dass sie zur Ausnüchterung in das Polizeigewahrsam gebracht werden musste. Auf dem Weg dorthin versuchte sie noch die Beamten zu treten und zu bespucken. Ein durchgeführter Atemalkoholtest auf der Wache ergab einen Wert von 4,64 Promille - da staunten die Beamten nicht schlecht. Die Bad Sassendorferin kann nach ihrer Ausnüchterung die Wache wieder verlassen.

(Quelle: Kreispolizeibehörde Soest, Foto: Symbolbild)

Geldautomatensprengung in Ratingen: Polizei sucht Zeugen

Am noch nächtlichen Freitagmorgen (18. Januar 2019) haben bislang unbekannte Täter einen Geldautomat einer Bank am Marktplatz in Ratingen gesprengt. Aktuell (06:47 Uhr) laufen noch Fahndungsmaßnahmen der Polizei. Die Polizei bittet dabei um Unterstützung durch Zeugenhinweise.

Gegen 3:40 Uhr meldete sich ein Anwohner bei der Polizei, weil er einen lauten Knall aus einer Bank am Marktplatz in Ratingen-Mitte wahrgenommen hatte. Als er nachschaute, stellte er fest, dass die Bank verraucht und eine Scheibe eingeschlagen war. Außerdem sah er zwei dunkel gekleidete Männer mit Kopflampen, die gerade um die Bank liefen und wenig später mit einem Motorroller flüchteten.

Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen der Polizei führten bislang noch nicht zum schnellen Ermittlungserfolg, weshalb sich die Polizei durch Zeugenhinweise neue Erkenntnisse auf den Verbleib der Täter erhofft. Derweil laufen neben der Fahndung auch Spurensicherungsmaßnahmen der Polizei am Tatort. Hierbei stellten die Beamten fest, dass ein Geldautomat gesprengt und total zerstört wurde. Zur Höhe der Beute und zu den Schäden in der Bank können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

(Quelle: Kreispolizeibehörde Mettmann, Fotos: Patrick Schüller)