Montag, 23. Mai 2022

Herdecke: Löschfahrzeug auf Einsatzfahrt bei Sturmlage umgekippt - Sechs Feuerwehrkameraden im Fahrzeug

Während einer Sturmlage am Montagnachmittag (23.05.) in Herdecke kam ein Löschfahrzeug der Feuerwehr, welches von einer Einsatzstelle zur nächsten auf der Wittener Landstraße auf Alarmfahrt unterwegs war, bei Starkregen aus bisher unbekannter Ursache von der Fahrbahn ab und kippte um.

In dem Fahrzeug befanden sich sechs Kameraden der Feuerwehr. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte berichtete ein Insasse, welcher sich bereits aus dem Löschfahrzeug befreien konnte, dass alle Personen im Fahrzeug ansprechbar und davon zwei Kameraden verletzt sind.

Umgehend wurden weitere Kräfte zur Einsatzstelle alarmiert. Die Kameraden wurden durch die Frontscheibe aus dem Fahrzeug gerettet. Die zwei Verletzten wurden nach Erstversorgung durch den Notarzt in ein Krankenhaus transportiert.

Die Wittener Landstraße wurde für die Zeit der Rettungsarbeiten und Unfallaufnahme durch die Polizei gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.(gm)

(Foto: Frank Bauermann)

Ratingen: Unbekannte schlagen auf Paar ein - Polizei auf der Suche nach weiteren Zeugen

In der Nacht zu Sonntag (22. Mai 2022) ist ein Paar aus Ratingen von einer Gruppe Männer am Ratinger Busbahnhof angegriffen worden. Dabei wurde ein 28-Jähriger verletzt und musste anschließend ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden.

Gegen 2 Uhr wurden die Einsatzkräfte zum Ratinger Busbahnhof am Düsseldorfer Platz alarmiert. Zeugenangaben zufolge waren zwei 28-jährige Männer sowie eine 24-jährige Frau zuvor aus einer Straßenbahn ausgestiegen und hörten laut Musik. Daraufhin forderte ein bislang unbekannter Mann die Gruppe auf, die Musik auszuschalten.

Als das Trio auf die Aufforderung nicht reagierte, schlug der Unbekannte einem der beiden 28-Jährigen mit der Faust ins Gesicht, sodass er zu Boden fiel. Als der andere 28-Jährige und die 24-jährige Frau dazwischen gingen, schlug der Angreifer auch die 24-Jährige mit der Faust ins Gesicht, die daraufhin ebenfalls zu Boden ging.

Kurz darauf seien vier bis fünf weitere Männer dazu gekommen und traten auf das am Boden liegende Paar ein. Der Begleiter des Paares alarmierte Polizei und Rettung. Aufmerksame Zeugen leisteten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe. Der 28-Jährige wurde durch den Angriff leicht verletzt und zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den Tatverdächtigen verlief leider nicht erfolgreich, sodass die Polizei auf der Suche nach weiteren Zeugen ist. Der unbekannte Mann kann wie folgt beschrieben werden:

- ca. 1,90 m bis 1,95 m groß

- trug ein Sweatshirt

- afrikanisches Erscheinungsbild

Die Polizei in Ratingen bittet um Hinweise zu dem unbekannten Angreifer und seinen Begleitern. Die Wache ist jederzeit unter der Nummer 02102 9981-6210 erreichbar.

(Quelle: Polizei Mettmann, Foto: Symbolbild)

Freitag, 20. Mai 2022

Bis zu 40 Verletzte und Millionenschäden - Erste vorläufige Bilanz des Unwetters im Raum Paderborn

Im Zuge eines Gewitters hat eine Windhose am Freitagnachmittag (20.05.) eine Schneise der Verwüstung von West nach Ost mitten durch Paderborn in Richtung der östlichen Stadtteile gezogen. 30 bis 40 Verletzte, davon mindestens 10 schwer, forderte der Sturm. Die angerichteten Schäden sind noch nicht überschaubar.

Vom Riemekeviertel durch die Innenstadt bis zum Gewerbegebiet Auf dem Dören und dann über Benhausen bis Neuenbeken sind viele Straßen unpassierbar. Einige Unfälle behindern den Verkehr zusätzlich. Die Innenstadtparks sind gesperrt und nicht passierbar. Im Gewerbegebiet Auf dem Dören sind Dächer von Hallen abgerissen worden. Bleche, Dämmung und andere Materialien sind Kilometerweit geflogen. Unzählige Dächer sind abgedeckt oder schwer beschädigt. Viele Bäume liegen noch auf zerstörten Autos. Der Busverkehr ist stark behindert und auf einigen Strecken nicht mehr möglich. Die Bahnstrecke von Paderborn nach Altenbeken ist blockiert.

Die Polizei bittet die Bevölkerung, diese Bereiche nicht mehr anzufahren beziehungsweise großräumig zu umfahren und in den Bereichen in den Häusern zu bleiben. Der immer noch starke Verkehr behindert die Einsatzkräfte. Unzählige Gefahrenstellen sind noch nicht gesichert. Alle verfügbaren Einsatzkräfte sind im Einsatz. Der Appell im Schadensgebiet: Bleiben Sie zuhause!

(Quelle: Kreispolizeibehörde Paderborn , Foto: Feuerwehr Paderborn)

Nach Geldautomatensprengung in Ibbenbüren - Mehrere Schüsse auf flüchtendes Fahrzeug abgegeben - Mordkommission im Einsatz

Nach der Sprengung eines Geldautomaten am Löchtweg in Ibbenbüren-Dörenthe durch bislang unbekannte Täter in der Nacht zu Freitag (20.5., 03:30 Uhr), ist beim Polizeipräsidium Münster eine Mordkommission im Einsatz. Ersten Ermittlungen zufolge soll unmittelbar nach der Automatensprengung ein unbekanntes Fahrzeug vom Tatort geflüchtet sein.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen wurde durch eine Streifenwagenbesatzung die Autobahnauffahrt Ibbenbüren der A30 in Richtung Amsterdam gesperrt. Die Beamten stiegen aus, als sich aus Richtung Dörenthe kommend plötzlich ein Fahrzeug näherte. Das Auto fuhr mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in den Kreisverkehr ein und steuerte auf den auf der Fahrbahn der Auffahrt stehenden Streifenwagen zu. Unmittelbar vor dem Streifenwagen fuhr das Fahrzeug nach rechts über den Grünstreifen in Richtung des dort stehenden Beamten. Dieser konnte nur durch einen Sprung zur Seite eine Kollision mit dem flüchtenden Fahrzeug verhindern. Im Anschluss soll der Polizist mehrere Schüsse auf den Pkw abgegeben haben. Dieser flüchtete über die Autobahn 30 in Richtung Amsterdam.

"Wir ermitteln wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und wegen versuchten Mordes", erläutert Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. "Die Ermittlungen zu dem flüchtigen Fahrzeug laufen."

Die Polizei sucht Zeugen, die das unbekannte Fahrzeug vor oder nach der Tat beobachtet haben und Hinweise geben können. Hinweise an: 0251 275-0

(Quelle: Polizei Münster, Foto: Symbolbild)

Dachstuhlbrand fordert vollen Einsatz der Feuerwehr Velbert - Sieben Personen und zwei Hunde gerettet

Am Donnerstagnachmittag (19.05.) um 15:58 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Dachstuhlbrand in die Posener Straße in Velbert (Kreis Mettmann) alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war aus größerer Entfernung eine dunkle Rauchwolke erkennbar. Bei Eintreffen der ersten Kräfte waren auch Flammen im Dachbereich zu sehen. Einige Bewohner hatte sich bereits selbstständig aus dem Gebäude ins Freie gerettet. Umgehend wurden eine Menschenrettung und Brandbekämpfung eingeleitet. Ein Trupp ging unter Atemschutz mit einem Strahlrohr in den Treppenraum vor. Noch während der Rettung u.a. auch zweier Hunde ging ein weiterer Trupp mit einem zweiten Strahlrohr in den Dachbereich zur Brandbekämpfung vor. Nachdem ein erstes Feuer gelöscht war, brachen plötzlich Teil des Dachs ein und der Dachzwischenraum zündete komplett durch.

Bei der Kontrolle des Nachbarhauses wurde ebenfalls Rauch im Treppenraum festgestellt. Die Menschenrettung wurde mit zwei weiteren Trupps umgehend auf das zweite Gebäude ausgedehnt. Hier waren u.a. zwei bettlägerige Personen mit einem spezielle Evakuierungsstuhl zu retten. Bei der Inspektion des Dachbodens konnten die Einsatzkräfte feststellen, dass die Trennwand zwischen den Gebäuden nicht vollflächig verschlossen war, so dass sich der Rauch ungehindert ausbreiten konnte.

Durch das beherzte und effektive Vorgehen der Einsatzkräfte konnte das Feuer dann schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Im weiteren Verlauf wurde der Brandbereich mit Wärmebildkameras kontrolliert. Es mussten noch mehrfach Glutnester abgelöscht werden. Durch die Feuerwehr Velbert wurden insgesamt sieben Personen und zwei Hunde gerettet.

Der Einsatz war für die rund 60 Einsatzkräfte um 20.44 Uhr beendet. Während des Einsatzes wurde der sogenannte Grundschutz für das komplette Velberter Stadtgebiet durch 31 ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus Langenberg sichergestellt.

(Quelle/ Fotos: Feuerwehr Velbert)

Donnerstag, 19. Mai 2022

A2 bei Dortmund: Schwerer Unfall mit drei beteiligten Fahrzeugen - Transporter-Fahrer zwischen zwei Sattelzügen eingeklemmt

Am Donnerstagmorgen (19.05.) gegen 9:30 Uhr ereignete sich auf der A2 zwischen dem Kreuz Dortmund-West und Dortmund Mengede ein schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen. Nach ersten Informationen war ein Sattelzug in einen Transporter gekracht, der wiederum in einen weiteren Sattelzug geschoben wurde. Die Feuerwehr musste mit schwerem Gerät das Führerhaus des Transporters öffnen, da der Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt war.

Der Fahrer des Transporters erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Die A2 wurde in Richtung Hannover im Bereich der Unfallstelle für längere Zeit großräumig gesperrt. Es wurde eine Ableitung des Verkehrs über die Parallele Nordwest eingerichtet.

Die Polizei Dortmund warnte alle Verkehrsteilnehmer davor, sich als Gaffer zu betätigen.(jh)

(Foto: ANC-NEWS)

Castrop-Rauxel: Mehrere Schussabgaben bei Geldautomatensprengung - Ein Tatverdächtiger festgenommen - Flucht mit Audi RS8

Am Donnerstag (19.05.) gegen 01.05h erhielt die Leitstelle der Polizei Recklinghausen durch eine Zeugin Hinweise auf eine Explosion in einem Gebäude auf der Freiheitsstraße in Castrop-Rauxel.

Eine in der Nähe befindliche Streifenwagenbesatzung traf am Tatort, eine in dem Gebäude befindliche Sparkassenfiliale, auf drei tatverdächtige Personen. Im weiteren Verlauf kam es zu mehreren Schussabgaben. Einer der Tatverdächtigen wurde dabei verletzt, die Einsatzkräfte blieben unverletzt. Bei dem Verletzten besteht keine Lebensgefahr.

Zwei der Tatverdächtigen flüchteten anschließend mit einem dunklen Audi RS8 vom Tatort. Die dritte Person konnte am Tatort festgenommen werden und wurde auf Grund seiner Verletzung in ein Krankenhaus gebracht. Die Fahndungsmaßnahmen, bei denen auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde, verliefen negativ.

Am Tatort wurde festgestellt, dass es an einem Geldautomaten zu einer Detonation gekommen war. Inwieweit es den Tätern gelungen ist, an das Bargeld zu kommen, ist noch unklar. Für die Tatortaufnahme wurde der Bereich vor dem Gebäude weiträumig abgesperrt.

Neben Fachleuten des Erkennungsdienstes und der Kriminaltechnik wurden auch Spezialisten des LKA hinzugezogen. Hinsichtlich der Schussabgaben am Tatort übernahm aus Neutralitätsgründen eine Mordkommission aus Dortmund zusammen mit der Staatsanwaltschaft Dortmund die Ermittlungen.

Zeugen, die im Umfeld des Tatortes verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0800 2361 111 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

(Quelle: Polizei Recklinghausen, Fotos: ANC-NEWS)

Mittwoch, 18. Mai 2022

A1: Unfall mit drei beteiligten LKW - Fahrer lebensgefährlich verletzt - Polizei ermittelt gegen 34 "Gaffer"

Am Dienstag (17.05.) um 15:44 Uhr ist ein 62-jähriger Hagener mit einem Sattelzug auf der A1 in Fahrtrichtung Bremen in einen Silozug aus Steinfurt gekracht. In dem Silozug saß ein 50-jähriger Fahrer aus Steinfurt. Der Silozug wiederum schob sich in einen Sattelzug, an dessen Steuer ein 64-Jähriger aus Bottenbach saß. Der Hagener LKW-Fahrer musste durch Rettungskräfte mit schwerem Gerät befreit werden. Der 62-Jährige kam unter Reanimationsbedingungen ins Krankenhaus und schwebte zuletzt in Lebensgefahr.

Die Bergung der drei beteiligten Lastwagen dauerte bis in die späten Abendstunden. Alle Fahrstreifen der A1 in Richtung Bremen waren ab Rastplatz Funkenhausen erst am Mittwoch ab ca. 9 Uhr wieder vollständig befahrbar.

Trotz eingesetzter Sichtschutzwände zog es wieder zahlreiche Schaulustige an die Unfallstelle. Bei dem schweren LKW-Unfall wurden 34 mutmaßliche "Gaffer" durch die Polizei ermittelt. Ihnen droht mindestens ein Bußgeld wegen Benutzung elektronischer Geräte. Ein entsprechendes Verfahren wurde eingeleitet.

Nach offiziellen Informationen entstand bei dem schweren LKW-Unfall ein polizeilich geschätzter Sachschaden in Höhe von rund 100.000 Euro.(jh)

(Fotos: Frank Bauermann (1), Archiv (2))