Donnerstag, 21. März 2019

Für Video-Dreh: Jugendliche mit Pistolen sorgen für Großeinsatz der Polizei im Hauptbahnhof Duisburg

Bundespolizeibeamte stellten am Mittwochnachmittag (20.03.) um 17.45 Uhr eine Jugendgruppe mit täuschend echt aussehenden Waffen auf Bahnsteig 12/13 im Duisburger Hauptbahnhof fest. Die neun Jugendlichen führten, wie sich später herausstellte Spielzeugwaffen mit sich und wollten ein Video drehen. Dass sie einen Einsatz der Bundespolizei auslösten, ahnten sie dabei nicht.

Die Wache der Bundespolizei am Duisburger Hauptbahnhof wurde darüber informiert, dass sich auf einem Bahnsteig eine Gruppe befindet, die gelbe Westen trägt und Schusswaffen mit sich führt. Mehrere Streifenwagen begaben sich zum Einsatzort. Die Beamten zogen ihre Waffen, richteten sie auf den Boden und forderten die Personen auf, ihre vier Waffen kontrolliert abzulegen. Unverzüglich und erschrocken kamen alle der Aufforderung nach. Es handelte sich um neun Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren. Sie gaben an, dass sie ein Video drehen wollten und sich über die Wirkung und Folgen keine Gedanken gemacht haben.

Die Polizeibeamten überprüften die Personalien. Keiner war bislang polizeilich in Erscheinung getreten. Sie waren sehr einsichtig und entschuldigten sich für die Unannehmlichkeiten, die sie verursacht haben. Nach einer Belehrung wurden sie entlassen und verließen den Hauptbahnhof.

(Quelle: Bundespolizei, Foto: Symbolbild)

Fast unlenkbar: Polizei zieht extrem tiefergelegten BMW in Heiligenhaus aus dem Verkehr - Fahrer uneinsichtig

Im Rahmen einer Verkehrskontrolle hat die Polizei in Heiligenhaus (Kreis Mettmann) am Mittwochabend (20.03.) einen 5er-BMW aus dem Verkehr gezogen. Das Fahrzeug war technisch derart modifiziert, dass es nicht mehr verkehrssicher war. Schon auf den ersten Blick stellten die Beamten fest, dass das Auto augenscheinlich deutlich tiefergelegt wurde. Die Beamten stoppten den Wagen auf der Höseler Straße und begannen mit der Kontrolle des 26-jährigen Fahrers sowie des BMW.

Dabei wurde schnell deutlich, dass der BMW durch den Einbau von speziellen Fahrwerksfedern deutlich tiefer gelegt worden war. Außerdem waren Sonderleichtmetallräder mit Distanzscheiben verbaut. Für diese Kombination konnte der Fahrer zwar eine Änderungsabnahme nachweisen, jedoch stellten die Beamten aufgrund von Schleifspuren an der Kotflügelinnenkante fest, dass die nötige Freigängigkeit der Räder der Vorderachse nicht gegeben sein konnte. Das bedeutete, dass der Fahrer nicht mehr in der Lage war, die Räder beim Lenken voll einzuschlagen, was je nach Verkehrssituation zu erheblichen Unfallfolgen hätte führen können.

Bei einem Gutachter wurden nicht nur die Mängel an der Vorderachse durch das zu tief liegende Auto bestätigt, sondern auch noch weitere entdeckt: So waren u.a. der Katalysator und Rußpartikelfilter ausgebaut und durch ein Rohr in der Abgasführung ersetzt worden. Daraufhin wurde die Außerbetriebsetzung des Fahrzeugs über die Straßenverkehrsbehörde veranlasst.

Die Konsequenzen für den, laut Polizei, uneinsichtigen Fahrzeughalter: Auf ihn wartet nun ein Punkt in Flensburg sowie ein Bußgeld. Zudem wird die Führerscheinstelle nun die Eignung 26-Jährigen prüfen, Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr zu führen.

(Quelle/Foto: Kreispolizeibehörde Mettmann)

A52 bei Essen: Junge Frau kommt bei schwerem Unfall mit Luxus Sportwagen ums Leben

Die Feuerwehr in Essen wurde am Mittwochabend (20.03.) gegen 22:00 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf die A 52 in Fahrtrichtung Düsseldorf gerufen. Nach ersten Meldungen sollte ein Auto in die Leitplanke gefahren sein und brennen. Als die ersten Kräfte der Feuerwehr eintrafen, fanden sie kein Feuer, aber ein einen völlig zerstörten Sportwagen, einen McLaren 570S, der bei dem Unfall einen Abhang hinunter geschleudert worden war. Der Wagen wurde in mehrere Teile gerissen.

Eine junge Frau (18) war bei dem Unfall aus dem Sportwagen herausgeschleudert worden. Sie verstarb noch an der Unglücksstelle. Der Fahrer (23) hatte das Fahrzeug selbständig verlassen, und wurde vom Rettungsdienst und Notarzt versorgt und ins Krankenhaus transportiert. Die Autobahn wurde die gesamte Nacht in Fahrtrichtung Düsseldorf zwischen Essen-Süd und Essen-Kettwig für die Bergungsarbeiten gesperrt. Die Unfallursache wird von der Polizei ermittelt.

(Quelle: mit Feuerwehr Essen, Foto: Michael Weber)

Mittwoch, 20. März 2019

Vom Aussterben bedroht und eine Geldbörse daraus gemacht

In die Augen eines Krokodiles schauten Zöllner des Düsseldorfer Flughafens als sie den Koffer eines aus Vietnam über Dubai reisenden 47-jährigen Gelsenkircheners bei einer Zollkontrolle öffneten. Das noch junge Tier wurde zu einer Geldbörse verarbeitet, alle Details wie Kopf (präpariert mit Glasaugen), Vorder- sowie Hinterbeine sind gut zu erkennen.

Bei dem Krokodil handelt es sich nach Prüfung durch den Zoll um ein sog. Siam-Krokodil. "Siam-Krokodile stehen nicht nur auf der Roten Liste für kritisch gefährdete Arten und sind damit vom Aussterben bedroht, sondern fallen zudem auch unter Anhang I des Washingtoner Artenschutzübereinkommens und sind damit unter weltweiten Schutz gestellt. Die Anzahl der in der Natur lebenden, erwachsenen Tiere wird derzeit auf unter 1.000 Stück geschätzt", so Fabian Pflanz, Pressesprecher des Hauptzollamt Düsseldorf.

Die Zöllner beschlagnahmten das geschmacklose Mitbringsel nach Fund am 07. März. Auf den Mann kommt nun ein Strafverfahren wegen Bannbruchs (Einfuhr verbotener Gegenstände) und eines Verstoßes gegen die Artenschutzverordnung zu. Die Geldbörse wird er nicht zurück erhalten.

(Quelle/Fotos: Hauptzollamt Düsseldorf)

Schwerer Verkehrsunfall mit drei LKW auf der A42 bei Moers - Ein Laster hatte Gefahrgut geladen - Vollsperrung in Fahrtrichtung Duisburg

Am frühen Mittwochmorgen (20.03.) ereignete sich auf der A42 zwischen Kreuz Kamp-Lintfort und Moers-Nord ein schwerer LKW-Unfall. Nach ersten Informationen waren drei Lastwagen an dem Unfall beteiligt. Ein LKW hatte Gefahrgutbehälter geladen, von denen zwei auf der Fahrbahn landeten. Da kein Gefahrgut austrat, ging auch keine Gefahr von den Behältern aus.

Ein Fahrer wurde in seiner Fahrerkabine eingeklemmt und erlitt sehr schwere Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatzort. Der Mann konnte aber aufgrund seiner schweren Verletzungen nicht mit dem Hubschrauber transportiert werden und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Die A42 in Fahrtrichtung Duisburg wird voraussichtlich noch bis 13:00 Uhr gesperrt bleiben. Es bildete sich ein Stau mit einer Länge von mehreren Kilometern. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

(Foto: Rene Anhuth)

Halle einer Chemiefirma in Voerde im Vollbrand - Zwei Wehrleute durch Explosion verletzt

In Voerde im Kreis Wesel brannte seit dem späten Dienstagabend (19.03.) gegen 22:45 Uhr eine Lagerhalle in voller Ausdehnung. In dem Gebäude einer Chemiefirma waren Epoxidharze und Lösungsmittel gelagert. Über die Warn-App "NINA" wurden Anwohner, aufgrund der starken Rauchentwicklung, angehalten Fenster und Türen geschlossen zu halten. "Unsere Messungen haben aber ergeben, dass die Belastung unter den Grenzwerten lag", so Dirk Preuten Sprecher der Feuerwehr vor Ort.

Da die Lagerhalle recht frei stand, griff das Feuer nicht am umliegende Betriebe über. Die etwa 20x80 Meter große Halle am dortigen Heideweg konnte jedoch, trotz eines massiven Löschangriffs der Feuerwehr, nicht mehr gehalten werden. Teile des Betriebes stürzten bereits ein. Während der Löscharbeiten wurden bei einer Explosion im Innern des Gebäudes zwei Feuerwehrleute durch ein herausfliegendes Tor verletzt. Die Löscharbeiten dauerten, laut einem Sprecher der Feuerwehr, bis zum Mittwochmorgen an. Die genaue Schadenshöhe sowie die Ursache für den Brand sind noch unklar.

(Videosequenz: ANC-NEWS)

Dienstag, 19. März 2019

Kurdische Demonstranten versuchen in WDR-Gebäude einzudringen - Zwei Polizisten leicht verletzt

Am frühen Montagabend (18. März) hat die Polizei Köln zehn kurdische Demonstranten aus der Eingangsschleuse des WDR-Gebäudes in der Innenstadt getragen und daran gehindert, das Foyer zu betreten. Dabei wurden zwei Polizeibeamte (23, 25) leicht verletzt.

Nach Ende einer für 18 Uhr angemeldeten kurdischen Demonstration auf dem Breslauer Platz versammelten sich rund 70 Versammlungsteilnehmer vor dem WDR auf dem Wallrafplatz. Zehn von ihnen drängten sich um kurz nach 19 Uhr durch die Schleuse in das Gebäude. Sie weigerten sich, das Foyer des WDR zu verlassen. Polizisten trugen die Demonstranten einzeln aus dem Gebäude und erteilten Platzverweise.

Bei der Feststellung der Personalien wurde einer der Demonstranten (23) verbal ausfällig und aggressiv. Der 23-Jährige weigerte sich, den Platzverweis zu befolgen. Er nahm Anlauf und sprang mit dem Kopf voran gegen mehrere Polizeibeamte. Zwei Polizisten erlitten Verletzungen am Knie, blieben aber dienstfähig. Zur Verhinderung weiterer Straftaten nahmen Polizisten den 23-Jährigen und im weiteren Verlauf des Einsatzes noch einen 29-Jährigen in Gewahrsam. Die Demonstranten müssen sich wegen Hausfriedensbruchs verantworten. Aufgrund der verteilten Flyer liegt der Verdacht nahe, dass die Teilnehmer dem PKK-Umfeld nahestehen.

(Quelle: Polizei Köln, Foto: Symbolbild)

Er wollte nur helfen: Junge Frau tritt Sanitäter des DRK die Zähne aus

Wie die Polizei berichtet, verletzte eine junge Frau (22) einen Sanitäter erheblich in Mülheim an der Ruhr, als dieser ihr helfen wollte. Am Freitagabend (15.03.) schickte die Leitstelle der Mülheimer Feuerwehr den 28-jährigen Sanitäter und seine beiden Kollegen (26, 41) mit ihrem Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes zum Einsatzort an die Kirchbergs Höhe.

Dort befinde sich nach Angaben von Anrufern eine junge Frau in hilflosem Zustand am Boden liegend. Tatsächlich fanden die Sanitäter die Frau und sprachen sie an. Beim Versuch ihre Vitalfunktionen zu prüfen, schlug sie plötzlich nach den Rettungssanitätern. Noch auf der Trage liegend, trat sie in das Gesicht des 28-Jährigen, dessen Schneidezähne dadurch abbrachen!

Mit Unterstützung der hinzugezogenen Polizisten konnte die renitente, offenbar unter Drogen und Alkohol stehende Frau ins Krankenhaus transportiert werden. Hier konnte auch der verletzte Sanitäter des DRK versorgt werden, der seinen Sanitätsdienst jedoch beenden musste. Auf Anordnung einer Beamtin des Ordnungsamtes wurde die Patientin später auf einer gesicherten Station des Krankenhauses untergebracht. Die Polizeibeamten fertigten eine Strafanzeige wegen Widerstandes und Körperverletzung vor.

(Quelle: Polizei Essen, Foto: Symbolbild)