Sonntag, 9. Dezember 2018

Kurdisch-libanesische Hochzeit sorgt für polizeilichen Großeinsatz in Mülheim an der Ruhr

Einsatzhundertschafen der Polizei aus mehreren Städten mit über 500 Kräften, teilweise schwer bewaffnet, sind seit dem Sonntagabend (09.12.) in Mülheim/Ruhr an der Weseler Straße im Großeinsatz. Ausgeleuchtete Kontrollstellen wurden eingerichtet. Fahrzeuginsassen werden auf Waffen kontrolliert.

Der Grund: Eine Hochzeit.

Zwei kurdisch-libanesische Familienclans feiern in einer extra gemieteten großen Eventhalle mit über 800 Gästen eine Vermählung. Der Bräutigam soll, nach Angaben der Polizei, der bekannten Rockergruppierung Hells-Angels angehören. Möglicherweise seien daher u.a. Schussabgaben mit scharfen Waffen zu erwarten. Deswegen werden die ankommenden Gäste seit 17:30 Uhr kontrolliert und Fahrzeuge durchsucht. Aufgrund der Kontrollstellen rund um die Weseler Straße kann es daher auch für den normalen Fahrzeugverkehr zu Behinderungen kommen.

„Wir versuchen die Beeinträchtigungen für die Feierlichkeiten so gering wie möglich zu halten, dulden aber keine Machtdemonstrationen“, laut einem Sprecher der Polizei. Der gesamte Einsatz, bei dem es bislang keine Zwischenfälle gab, soll wahrscheinlich noch bis in die frühen Montagmorgenstunden andauern, so ein Sprecher gegenüber nrw-aktuell.tv am Abend. Die Kosten für den Einsatz trägt die Allgemeinheit. (ReA)

(Fotos: Justin Brosch)

Ausschreitungen am Duisburger Hauptbahnhof nach Fußballspiel - Massiver Polizeieinsatz nötig - Stundenlange Sperrung

Nach dem Fußball-Drittliga-Spiel "KFC Uerdingen" gegen "Hansa Rockstock" am Samstag (08.12.), das wegen eines Umbaus des Uerdinger Stadions nach Duisburg verlegt wurde, kam es am Duisburger Hauptbahnhof zu Ausschreitungen. Nach Polizeiangaben stürzte eine Person ins Gleisbett, verletzte sich schwer und musste notärztlich behandelt werden.

Der Zugverkehr musste vorübergehend eingestellt werden. Die Duisburger Polizei entsandte eine Einsatzhundertschaft (ehU) zur Unterstützung der Bundespolizei. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Polizei sammelten sich auf dem Vorplatz zum Hauptbahnhof. Die Personalien aller auf dem Bahnsteig anwesenden Personen wurden festgestellt und Zeugen befragt.

"Es muss nun geklärt werden, ob die schwer verletzte Person geschubst wurde oder gestürzt war", so ein Sprecher der Bundespolizei. Bereits vor Spielbeginn kam es zu erheblichen Ausschreitungen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft hat die Duisburger Polizei eine Ermittlungskommission eingesetzt, die klären soll, was sich genau auf dem Bahnsteig zugetragen hat und wie es zu dem Verletzten kam. Der Duisburger Hauptbahnhof musste stundenlang gesperrt bleiben, der Zugverkehr wurde, aufgrund der polizeilichen Maßnahmen, komplett eingestellt.

(Fotos: Rene Anhuth)

Samstag, 8. Dezember 2018

Täter feuern Schüsse auf fahrendes Auto in Köln - Fahrer schwer verletzt - Mehrere Festnahmen

In der Nacht zum Samstag (08.12.) wurde die Polizei gegen 02:00 Uhr in Köln darüber informiert, dass mehrfach auf ein fahrendes Fahrzeug in Köln-Buchforst geschossen wurde. Der Fahrer des beschossenen Golfs konnte noch bis zur Heidelberger Straße fahren, er kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Lebensgefahr kann derzeit, laut einem Sprecher der Polizei, nicht ausgeschlossen werden. Die Polizei rückte mit zahlreichen Kräften aus, um nach den Schützen zu suchen.

Drei Tatverdächtige konnten vorläufig festgenommen werden. Hintergründe der Tat sind noch nicht bekannt, auch der genaue Tatort wurde noch nicht ermittelt. Möglicherweise könnten die Beteiligten aus dem Rocker-Milieu stammen, so der Sprecher weiter. Eine Mordkommission wurde noch in der Nacht eingerichtet und bereits umfangreiche Spuren am Tatort gesichert.

(Foto: ANC-NEWS)

Freitag, 7. Dezember 2018

Über 500 Zollbeamte bei "Polen-Böller" Razzien im Einsatz - Sieben Mehrfamilienhäuser aufgrund von Explosionsgefahr evakuiert

Die acht Zollfahndungsämter Berlin-Brandenburg, Dresden, Essen, Frankfurt/Main, Hannover, Hamburg, München und Stuttgart haben am 05. und 06.12.2018 bundesweit 53 Wohnungen und Lagerstätten wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz durchsucht. An den bundesweiten Maßnahmen waren über 500 Zollbeamte, zwei Staatsanwältinnen sowie zahlreiche Fremdkräfte beteiligt.

Gegenstand der den Durchsuchungen zugrundeliegenden Ermittlungsverfahren ist der Verdacht, die Beschuldigten aus der gesamten Bundesrepublik hätten über einen in Polen betriebenen Onlineshop pyrotechnische Gegenstände bezogen, ohne im Besitz der dafür erforderlichen Erlaubnis gewesen zu sein. Europaweit konnten 57 Personen vorläufig festgenommen werden. Mehrere in der EU gehostete Webseiten sind abgeschaltet worden. Neben den hiesigen Durchsuchungen sind auch in Polen und den Niederlanden etliche Wohn- und Geschäftsräume sowie Lagerstätten durchsucht und umfangreiche Mengen an Feuerwerkskörpern und anderen Beweismitteln aufgefunden worden. Insgesamt konnten in Deutschland 27.264 Stück Feuerwerkskörper mit einer Nettoexplosivmasse (NEM) von 315 kg sichergestellt werden.

Nach dem vorläufigen Ermittlungsergebnis fanden die Einsatzkräfte in Deutschland neben den umfangreichen Mengen an illegaler Pyrotechnik auch zahlreiche Selbstlaborate, die ein erhebliches Gefahrenpotential und Verletzungsrisiko bergen. Bei einem Durchsuchungsobjekt in Bad Berleburg in NRW mussten deshalb sieben Mehrfamilienhäuser evakuiert werden. Der Zoll rät allen Käufern von Feuerwerkskörpern, sich vor der Bestellung über ihre Gefährlichkeit und Kennzeichnung kundig zu machen, um damit eine Eigen- oder Fremdgefährdung nicht entstehen zu lassen.

(Quelle/Fotos: Zollfahndungsamt Essen)

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Razzia gegen `Ndrangetha-Mafia in Europa: Ermittlungen gegen Beamte eingeleitet

Die Staatsanwaltschaft Duisburg führt im Zuge des Ermittlungsverfahrens gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der kalabrischen Mafia-Organisation `Ndrangetha auch ein Ermittlungsverfahren gegen eine Regierungsbeschäftigte der Polizei Köln, zwei Polizeibeamte des Rhein-Erft-Kreises, eine ehemalige Mitarbeiterin der Stadt Duisburg und eine Mitarbeiterin der Stadt Wesseling. Diesen Beschuldigten wird u.a. der Verrat von Dienst- und Privatgeheimnissen vorgeworfen.

Aus dem Ermittlungsverfahren gegen mutmaßliche Mitglieder und Angehörige der `Ndrangetha haben sich Anhaltspunkte dafür ergeben, dass diese Beschuldigten behördliche Auskunftssysteme genutzt und daraus erlangte Erkenntnisse an mutmaßliche Unterstützer bzw. Mitglieder der `Ndrangetha weitergegeben haben. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass die Beschuldigten für die Weitergabe der Informationen keine finanzielle Gegenleistung erhalten haben, laut Staatsanwaltschaft.

Weiterhin haben sich bislang keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Ermittlungen in dem Verfahren gegen Mitglieder und Unterstützer der kalabrischen Mafia-Organisation `Ndrangetha durch das Verhalten der Beschuldigten konkret gefährdet wurden. Die Ermittlungen in diesem Verfahren, insbesondere die Auswertung der sichergestellten Beweismittel, dauern an.

(Quelle: Staatsanwaltschaft Duisburg, Archivfoto: ANC-NEWS)

Einsatz gegen Rocker in Hagen, Dortmund, Unna, Witten und im Märkischen Kreis - 13 Festnahmen

Am Donnerstag, 06.12.2018, kam es zu einem Einsatz gegen Mitglieder einer in Hagen ansässigen Rockergruppierung. Die Hagener Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei führten in den frühen Morgenstunden einen lange geplanten und groß angelegten Sondereinsatz im Rockermilieu durch.

Hintergrund ist u.a. ein versuchtes Tötungsdelikt vom 05.10.2018 in Hagen, bei dem ein Angehöriger einer rivalisierenden Rockergruppierung durch eine Schussabgabe lebensgefährlich verletzt wurde. In diesem Zusammenhang wurden durch das Amtsgericht Hagen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen vier Personen erlassen. Die heutigen Maßnahmen dienten unter anderem der Vollstreckung dieser Beschlüsse. Dabei durchsuchten Polizistinnen und Polizisten gemeinsam mit Spezialeinsatzkräften (SEK) zeitgleich mehrere Objekte in Hagen, Dortmund, Unna, Witten und im Märkischen Kreis.

Auf dem Foto ist ein Großteil der sichergestellten Waffen zu sehen. Es handelt sich überwiegend um scharfe Schusswaffen. Einige der Gegenstände wurden von PTB-Waffen zu schussfähigen Feuerwaffen umgebaut. Entsprechende zugehörige Munition wurde ebenfalls sichergestellt. Es wurden, laut einem Sprecher der Polizei, 13 Männer im Alter zwischen 21 - 56 Jahren festgenommen und scharfe Schusswaffen, sowie Betäubungsmittel und verbotene Gegenstände, sichergestellt. Die Ergebnisse des Einsatzes werden zurzeit noch durch die Kriminalpolizei ausgewertet.

(Quelle/Foto(2): Polizei Hagen, Foto(1): Symbolbild)

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Frau schwer verletzt: Polizei nimmt Mann nach Gewalttat in Essen fest - Hintergründe noch unklar

Gegen 14:15 Uhr am Mittwochnachmittag (05.12.) wurden mehrere Funkstreifenwagen der Polizei sowie Rettungsmittel, darunter ein Notarzt der Feuerwehr, in den Essener Stadtteil Frohnhausen alarmiert. In einer Wohnung auf der Kölner Straße wurde eine Frau so schwer verletzt, dass sie nach einer ersten Behandlung vor Ort in ein Krankenhaus transportiert werden musste.

Kräfte der Polizei Essen nahmen am Tatort eine männliche Person im geschätzten Alter von etwa 50 Jahren fest. Während des Tatgeschehens sollen sich auch mehrere Kinder in der Wohnung aufgehalten haben. Weitere Einzelheiten sind, laut eines Sprechers der Polizei, zur Stunde noch unklar. Befragungen sollen nun Aufschluss über die Hintergründe geben.

(Foto: Rene Anhuth)

Schwerer Verkehrsunfall zwischen LKW und Straßenbahn fordert 11 verletzte Personen in Bochum

Am Mittwochmittag (05.12.) kam es auf der Wittener Straße in Höhe der Alten Wittener Straße in Bochum zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem LKW und einer Straßenbahn, bei dem elf Personen zum Teil schwer verletzt wurden.

Um 13.33 Uhr wurde die Feuerwehr Bochum zu einem Verkehrsunfall auf der Wittener Straße im Kreuzungsbereich "Alte Wittener Straße" alarmiert. Ein LKW-Autotransporter war dort aus noch unklaren Gründen mit einer Bahn der Bogestra kollidiert. Durch den Zusammenprall wurde die Bahn komplett aus den Schienen gehoben und seitlich weggeschleudert.

Elf Personen, darunter fünf Jugendliche, wurden bei dem Aufprall verletzt. Sechs Personen erlitten schwere, jedoch keine lebensgefährlichen Verletzungen, fünf weitere wurden leicht verletzt. Die Feuerwehr war mit 55 Einsatzkräften im Einsatz. Die Besatzung von fünf Rettungswagen, zwei Krankenwagen sowie zwei Notärzte versorgten die Verletzten noch vor Ort, bevor sie in verschiedene Krankenhäuser transportiert wurden.

Die Rettungsmaßnahmen wurden durch einen Leitenden Notarzt koordiniert. Der Einsatz der Feuerwehr war um 15.45 Uhr beendet. Die Bergung der Bahn wurde durch die Bogestra eingeleitet und wird mehrere Stunden in Anspruch nehmen. In dieser Zeit ist die Wittener Straße im Bereich der Unfallstelle voll gesperrt. Zur Unfallursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

(Quelle/Fotos: Feuerwehr Bochum)