Montag, 25. Juni 2018

26-Jähriger von Rechtsextremisten bepöbelt, beleidigt und bedroht - Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht nach einem antisemitischen Übergriff am Sonntag (24.06.) in Dortmund-Marten Zeugen. Ziel der Pöbel- und Bedrohungsattacke war ein 26-jähriger Dortmunder jüdischen Glaubens. Die Hintergründe des Vorfalls seien unbekannt, so die Polizei.



Bei einem zufälligen Aufeinandertreffen an der Martener Straße um kurz nach 14 Uhr bepöbelten und beleidigten drei bekannte Rechtsextremisten (23 und 30 Jahre aus Dortmund, 21 Jahre aus Schwelm) ihr Opfer mit antisemitischen Parolen.

Einen Faustschlag in Richtung des Kopfes ihres Opfers konnte der Dortmunder abwehren. Er blieb unverletzt. Anschließend entfernten sich die drei. Bei der Anzeigenerstattung ermittelten die Polizeibeamten die Namen der drei Tatverdächtigen.

Ein erneutes Aufeinandertreffen erfolgte gegen kurz vor 20 Uhr an der Martener Straße. Der 21-jährige Schwelmer begrüßte einen unbekannten Täter mit dem Hitlergruß. Dieser grüßte entsprechend zurück, auch in Richtung des Geschädigten. Im Weiteren kam es zu erneuten Bedrohungen und Beleidigungen zum Nachteil des Dortmunders. Der Unbekannte bewarf zudem den 26-jährigen mit einem Feuerzeug.

Der Staatsschutz der Dortmunder Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Zeugen, die Angaben zu dem bislang unbekannten Tatverdächtigen machen können, melden sich bitte bei der Kriminalwache der Dortmunder Polizei unter 0231-132 7441.

(Quelle: Polizei)

Hausexplosion: Hinweise auf Manipulation an Gasleitung! - Ermittlungen nach mehrfachen versuchten Mord

Nach der Explosion in einem Wohnhaus in der Lenneper Straße in Wuppertal am 23.06.2018 gegen 23:50 Uhr, ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal inzwischen wegen des Verdachts des mehrfachen versuchten Mordes.

Die eingesetzte Mordkommission "Lenneper" und der beauftragte Sachverständige für Brand- und Explosionsursachen konnten in dem völlig zerstörten Haus Hinweise auf eine Manipulation an der Gasinstallation finden.


Die Ermittlungen richten sich nunmehr gegen einen 54 Jahre alten Bewohner einer Wohnung des Hauses.

Er selbst befindet sich unter den Schwerverletzten und konnte durch die Beamten der Mordkommission bislang noch nicht zum Sachverhalt befragt werden.

Das Motiv des Mannes liegt nach bisherigen Erkenntnissen in seinem privaten Lebensbereich, er hatte in der Vergangenheit bereits angekündigt, nicht mehr leben zu wollen, bislang konnte er jedoch mit ärztlicher Unterstützung davon abgehalten werden.

Die weiteren verletzten Personen werden nach wie vor in Krankenhäusern behandelt.

Die Arbeiten an dem völlig zerstörten Haus sind noch nicht gänzlich abgeschlossen. Die umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

(Quelle: Polizei, Foto: Patrick Schüller)

Massenschlägerei nach Fußballspiel: Mehrere verletzte Personen in Herne

Am Sonntagabend (24.06.) musste die Polizei mit zahlreichen Kräften zu einem Einsatz am Herner Bahnhof ausrücken. Dort war es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen gekommen, die zuvor an einem privaten Fußballspiel auf dem Sportplatz an der Zietenstraße teilgenommen hatten.


Laut Polizei waren über 40 Personen an der Eskalation, bei der drei Personen und ein Polizist verletzt wurden, beteiligt. Die Kräfte mussten, laut einem Zeugen, mit Pfefferspray drohen um die Gemüter zu beruhigen. Eine Person wurde von den Rettungskräften der Feuerwehr ins Krankenhaus gebracht.


Drei Personen wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen, durften aber nach einer Personalienfeststellung die Wache wieder verlassen. Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen.

(Fotos: Justin Brosch)

Verkehrsbehinderungen und Pyrotechnik nach Türkeiwahl - Tausende Menschen feierten in mehreren Städten

Autokorsos und zahlreiche gezündete Knallkörper waren das Resultat von Jubelfeiern zahlreicher Erdogan-Anhänger am Sonntagabend (24.06.) ab etwa 20:20 Uhr im Duisburger Norden. 


Dazu blockierten die in der Spitze mehr als 1000 Personen vor allem die L1 vom Hamborner Rathaus bis zur Warbruckstraße, als sie zu Fuß und mit mehr als 100 Pkw in Richtung Merkez-Moschee und zurück zum Rathaus zogen.


Zwischendurch bestiegen sie Ampelmasten und zeigten von dort AKP-Fahnen. Die Polizei war mit rund 80 Polizisten vor Ort. Die Beamten stellten zahlreiche Personalien fest und schrieben Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeigen.


Gegen 00:30 Uhr war der Einsatz der Polizei beendet. Am Hochemmericher Markt hatten sich kurzfristig gegen 20:30 Uhr ebenfalls etwa 60 Personen versammelt. Sie schwenkten lediglich Fahnen und veranstalteten Hupkonzerte. Auch in Essen kam es am Abend zu Feierlichkeiten am dortigen türkischen Generalkonsulat. Die Polizei auch dort vorsichtshalber mit mehreren Kräften aus. Die Veranstaltung verlief aber, nach ersten Informationen, friedlich.

Laut einem Bericht der ARD fällt der Wahlsieg des türkischen Präsidenten noch deutlicher aus als in der Türkei: Nach Auszählung von etwa 80 Prozent der Stimmen votierten mehr als 65 Prozent der Wähler für Erdogan.

(Quelle: mit Polizei, Fotos aus Essen: Justin Brosch)

Sonntag, 24. Juni 2018

Explosion in einem Wohnhaus in Wuppertal – Mindestens 14 Personen verletzt, davon drei schwer

Die Feuerwehr Wuppertal wurde am späten Freitagabend (23.06.) gegen 23:50 Uhr zur Explosion eines Wohngebäudes in die Lenneper Straße alarmiert. Die ersteintreffenden Kräfte fanden einen ausgedehnten Brand über mehrere Etagen vor, welcher vermutlich durch eine Explosion ausgelöst wurde. 


Zahlreiche Bewohner des betroffenen Hauses sowie der Nachbargebäude hatten sich bereits ins Freie gerettet. Mehreren Personen war der Fluchtweg aus ihren Wohnungen abgeschnitten. Parallel zur Versorgung der teilweise Schwerverletzten wurde daher die Rettung der Eingeschlossenen über Drehleitern der Feuerwehr eingeleitet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann noch nicht ausgeschlossen werden, dass sich Personen im Gebäudeinneren befinden.


Da das betroffene Gebäude als akut einsturzgefährdet eingestuft wurde, wird aktuell durch Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk eine Abstützung vorbereitet. Aufgrund der Einsturzgefahr können vorhandene Glutnester im Inneren des Gebäudes derzeit nur von außen gelöscht werden. Durch den ersteintreffenden Einsatzleiter wurden sofort weitere Einsatzkräfte zur Unterstützung nachgefordert. Nach ersten Informationen durch den Pressesprecher der Wuppertaler Feuerwehr wurden 14 Personen verletzt, davon drei schwer. 


Die Feuerwehr war mit über 100 Einsatzkräften vor Ort. An dem betroffenen Haus und im Umfeld entstand erheblicher Sachschaden. Zur Ursache der Explosion können derzeit noch keine Angaben gemacht werden, die Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen. (Fotos: Patrick Schüller)

Freitag, 22. Juni 2018

Mercedes Cabrio stürzt nach Unfall fünf Meter in die Tiefe - Fahrzeug musste mit zwei Seilwinden geborgen werden

Am Donnerstagabend (21.06.) gegen 21 Uhr ereignete sich an der Kreuzung Saarnberg/Ecke Saarner Straße in Mülheim an der Ruhr ein schwerer Verkehrsunfall. Der Fahrer eines Mercedes Cabriolets kam von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Ampelmast und stürzte dann einen etwa fünf Meter tiefen Abhang hinunter.


Dort blieb er dann in einem angrenzenden Gebüsch stehen. Der Mercedes-Fahrer wurde von der Feuerwehr aus seinem Wagen befreit, anschließend mittels Trage über eine Leiter auf die Straße gehoben. Der Verletzte wurde dann in ein Mülheimer Krankenhaus gebracht.


Zur Bergung des Unfallfahrzeugs mussten zwei Winden gleichzeitig eingesetzt. Als Auslöser des Unfalls wird ein internistischer Notfall vermutet. 

Fotos: ANC-NEWS

Donnerstag, 21. Juni 2018

Feuer auf Trainingsgelände von Schalke 04 - Hoher Sachschaden nach Brand im Profileistungszentrum

Der Platzwart des FC Schalke 04 setzte heute (21.06.) gegen 11:30 Uhr einen Notruf in der Leitstelle der Feuerwehr Gelsenkirchen ab. Er berichtete von Feuer und Rauch im Saunabereich des Profileistungszentrums. Einheiten der Wache Buer, Hassel und Heßler wurden zum Ernst-Kuzorra-Weg entsandt. Als die Kräfte der Wache Buer das Vereinsgelände erreichten, hatten sich die Mitarbeiter bereits aus dem Gebäude ins Freie gerettet. Personen kamen somit nicht zu Schaden.


Zwei Trupps unter Atemschutzen drangen in das Gebäude vor und kämpften sich durch den dichten Brandrauch. Mit zwei Strahlrohren konnte der Brand nach rund einer Stunde unter Kontrolle gebracht werden. Die Nachlösch- und Lüftungsmaßnahmen zogen sich jedoch noch eine gute Stunde hin. Die abschließende Brandnachschau verlief ohne weitere Auffälligkeiten, sodass um 16:15 Uhr die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden konnte. Diese nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf.

Quelle: Feuerwehr Gelsenkirchen
Foto: Feuerwehr Gelsenkirchen

Erfolgreiche Razzia gegen 16 international agierende Drogendealer in NRW - neun Festnahmen - Hauptverdächtige aus Wuppertal

Am Donnerstagmorgen (21.06.2018) hat die Polizei eine Razzia gegen 16 mutmaßliche Drogenhändler in ganz NRW durchgeführt. Die Maßnahme der Ermittlungskommission "Rose" der Wuppertaler Polizei fand unter Mitwirkung eines Großaufgebotes von 200 Einsatzkräften und unter Mithilfe der niederländischen Strafverfolgungsbehörden ab 03.00 Uhr morgens statt.


Es wurden Durchsuchungsbeschlüsse an mehreren Wuppertaler Örtlichkeiten, sowie in Remscheid, Duisburg, Nettetal, Meerbusch, Venlo und Rotterdam vollstreckt. Insgesamt wurden 18 Objekte durchsucht. Die Durchsuchungen dienten dem Auffinden von Beweismitteln und zur Vollstreckung von sechs Haftbefehlen, die auf Antrag der Wuppertaler Staatsanwaltschaft vom zuständigen Ermittlungsrichter erlassen wurden. Nach Angaben der Wuppertaler Staatsanwaltschaft sollen sich die 16 Tatverdächtigen als international agierende Drogenhändler betätigen. Es handelt sich um Frauen und Männer im Alter zwischen 28 und 62 Jahren. Sie sollen gemeinschaftlich mit Betäubungsmitteln gehandelt und Marihuana angebaut haben. Neben den sechs mit Haftbefehl gesuchten Beschuldigten wurden drei weitere Personen vorläufig festgenommen. Es wurden sechs hochwertige PKW, darunter zwei Porsche 911 und ein Porsche Panamera sowie ein Motorrad Harley Davidson sichergestellt. An weiteren Wertgegenständen wurden 110.000,- EUR Bargeld sowie zwei Uhren im Wert von jeweils ca. 500.000,-EUR beschlagnahmt. Zudem konnte eine Marihuanaplantage mit ca. 420 Pflanzen nebst umfangreichen Zubehör aufgefunden werden. An den seit Oktober 2016 laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal sind auch die dänischen, schwedischen und niederländischen Strafverfolgungsbehörden beteiligt.
Foto: Symbolfoto