Montag, 16. Juli 2018

17-Jähriger aufgrund seiner Religionszugehörigkeit von Gruppe attackiert - Staatsschutz ermittelt

Der Staatsschutz der Düsseldorfer Polizei ermittelt seit dem Wochenende wegen eines Geschehens, dass sich am späten Freitagabend (13.07.) in der Düsseldorfer Altstadt ereignet hat. Dabei wurde ein 17-Jähriger aufgrund seiner Religionszugehörigkeit beleidigt und von einem Tatverdächtigen angerempelt. 


Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen hielt sich der 17-Jährige in der Nacht von Freitag auf Samstag in Höhe der Neustraße auf der Straße auf.  

Hier befand sich zu diesem Zeitpunkt auch eine etwa zehnköpfige Gruppe junger Männer. Aus dieser Gruppe heraus wurde der Jugendliche, der einen Anstecker mit israelischer Flagge und eine Kippa trug, beleidigt und massiv angerempelt. Aufgrund der Darstellung des jungen Mannes gehen die Ermittler von einer antisemitischen Straftat aus.

Täterbeschreibungen:
  • Die Tatverdächtigen sollen circa 18 bis 23 Jahre alt sein
  • Sie hatten schwarze Haare und schwarze Bärte
  • Einige von ihnen trugen weiße T-Shirts
  • Laut Angaben des Jugendlichen haben sie ein südländisches bzw. nordafrikanisches Aussehen
Tatzeit: 
  • Freitag, 13. Juli 2018, gegen 23.45 Uhr

Hinweise nimmt der zuständige Staatsschutz der Düsseldorfer Polizei unter Telefon 0211-8700 entgegen. 

(Quelle: mit Polizei Düsseldorf, Foto: Symbolbild)

Sonntag, 15. Juli 2018

Tödlicher Unfall und Schlägerei im Freizeitbad in Oberhausen

Am Sonntag (15.07.) gegen 16:10 Uhr bemerkte die Badeaufsicht im Hallenbad "Aquapark" in Oberhausen-Osterfeld eine leblose Person auf dem Grund des großen Schwimmbeckens. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Badeaufsicht und einer zufällig anwesenden Ärztin verstarb die Person im Krankenhaus. Während des Rettungseinsatzes schlugen sich zehn Personen.


Laut Polizei handelte sich um einen 19-jährigen rumänischen Staatsbürger, der nach bisherigen Ermittlungen ohne festen Wohnsitz in der Bundesrepublik war. Die Ermittlungen über den genauen Unfallhergang dauern an. 


Ein zeitgleich im Hallenbad stattfindender Polizeieinsatz wegen zehn randalierenden Personen stehe in keinem Zusammenhang mit dem Badeunfall, so die Leitstelle der Polizei am Abend. 

Das Bad wurde nach dem Vorfall komplett geräumt und geschlossen. Besucher wurden zusätzlich über Facebook von der vorübergehenden Schließung informiert.



(Quelle: mit Polizei Oberhausen, Fotos: Klaus Felder)

Messer gezogen: Jugendgruppe grundlos gejagt und angegriffen - Polizei sucht dringend Zeugen

Wie die Polizei jetzt berichtet, kam es am Freitag (13.07.) an der Hammerschmidtstraße 76 in Herne um 19 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen Kindern und Jugendlichen.

Ein 13-Jähriger Gelsenkirchener und weitere Mitglieder einer Zeltgruppe stießen nach Verlassen des dortigen Supermarktes auf sechs ungefähr Gleichaltrige. Die südländisch aussehenden Jugendlichen provozierten die Gruppe und versuchten dem 13-Jährigen die Einkaufstasche zu entreißen. Dabei wurde der Schüler auf den Fuß getreten, angespuckt und ein Feuerzeug an sein T-Shirt gehalten.


Der junge Gelsenkirchener und seine Begleiter rannten sofort in Richtung "Unser-Fritz-Straße" davon. Sie wurden zunächst weiter verfolgt. Dabei erkannten sie, wie einer aus der Gruppe ein Taschenmesser aus seiner Bekleidung holte.

Die Betreuerin der Jugendgruppe, die in der Nähe mit ihrem Auto unterwegs war, wurde auf den Vorfall aufmerksam. Sie sah "ihre Jugendlichen" lautstark um Hilfe rufen und konnte sie mit ihrem Pkw aufnehmen. Eine Fahndung der Polizei verlief negativ.

Einige Mitglieder der noch nicht ermittelten Gruppe werden wie folgt beschrieben:
  • Einer der Beteiligten ist 10 bis 16 Jahre alt, und war mit einer schwarzen, langen Hose bekleidet und trug graue Sneaker
  • Der Kleinste und auch der jüngste der Gruppe mit leicht lockigem Haar trug ein graues Camouflage T-Shirt. Er wird auf 10 bis 14 Jahre geschätzt
  • Der Beteiligte, welcher ein graues Fahrrad mit sich führte, wird auf 12 bis 16 Jahre geschätzt. Er trug eine Bomberjacke mit Aufnähern
  • Ein Weiterer war mit einem grauem Kapuzenpullover bekleidet und trug eine kurze Hose

Das Herner Kriminalkommissariat 35 hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet unter den Rufnummer 02323/950-8510 oder -4441 (Kriminalwache) um Täter- und Zeugenhinweise. 

(Quelle: Polizei Bochum, Foto: Symbolbild)

Nach Streit einer Männergruppe: Messerstecherei in Fitnessstudio - Tatverdächtiger mit Waffe auf der Flucht

Gegen 22:00 Uhr am Samstagabend (14.07.) rückten mehrere Einsatzkräfte der Polizei zu einem Fitnessstudio an der Gladbecker Straße im Essener Nordviertel aus. Dort kam es, nach zunächst verbalen Streitigkeiten einer Gruppe Libanesen, zu einer Messerstecherei gepaart mit einer Schlägerei.


Zwei männliche Personen (30 und 29) wurden bei der Tat verletzt. Das 30-jährige Opfer wurde vor Ort von einem Notarzt behandelt und mittels Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert.


Die Polizei konnte vor Ort sieben Personen stellen, ein weiterer Tatverdächtiger sei zuvor mit der möglichen Tatwaffe geflohen, so eine Sprecherin der Polizei. Bei den Männern wurde ein Schlagstock aufgefunden und durch die Polizisten sichergestellt. Die Hintergründe, die zu der Tat geführt haben, werden zur Stunde von Beamten der Kriminalpolizei ermittelt.

(Text: Rene Anhuth, Fotos: Justin Brosch)

Mercedes-AMG Fahrer verursacht schweren Unfall beim Rechtsüberholen - Vier Verletzte - Vollsperrung der A3

Am Samstag (14.07.) befuhr um 15.15 Uhr ein Golf-Fahrer (23) den linken Fahrstreifen der A 3 in Richtung Oberhausen. In Höhe der Raststätte Ohligser Heide bei Solingen, wurde er von einem AMG-Mercedes Fahrer (47) plötzlich von rechts überholt. Nach dem Manöver wollte der Mercedesfahrer wieder nach links einscheren. Dabei kam es zu einer folgenschweren Kollision.


Der Mercedes geriet ins Schleudern, drehte sich mehrmals um die eigene Achse und fuhr mit der Fahrzeugfront gegen die Mittelschutzplanke, welche auf einer Länge von 70 Metern niedergedrückt wurde. Der Golf schleuderte über die niedergedrückte Schutzplanke, über alle drei Spuren der Gegenfahrbahn und kam auf dem Seitenstreifen quer zur Fahrtrichtung zum Stillstand.


Ein umherfliegender Stahlträger durchschlug die Windschutzscheibe eines Wohnwagens. Die 54-jährige Beifahrerin des Gespanns wurde getroffen und schwer verletzt. Der Golf-Fahrer wurde, neben dem Unfallverursacher, leicht verletzt. Der Mercedes-Beifahrer (41) wurde schwer verletzt.

  
Während der Unfallaufnahme musste die A 3 für eine Stunde komplett gesperrt werden. Der Führerschein des 47-Jährigen wurde beschlagnahmt. Den Sachschaden schätzten die Beamten auf circa 160.000 Euro. „Alleine über 100.000 Euro Schaden an dem Mercedes“, so ein Sprecher gegenüber nrw-aktuell.tv am Sonntag. 

(Quelle: mit Polizei Düsseldorf, Fotos: Patrick Schüller) 

Samstag, 14. Juli 2018

Bus prallt frontal mit Fahrzeug in Essen zusammen - Unfall fordert mehrere Verletzte


Feuerwehr und Polizei wurden am frühen Samstagmorgen (14.07.) gegen 06:53 Uhr zur Kreuzung Martin-Luther-Straße Ecke Frohnhauser Straße nach Essen-Holsterhausen alarmiert. Dort kam es, auch noch ungeklärter Ursache, zu einem schweren Frontalzusammenstoß zwischen einem Bus der Ruhrbahn und einem Pkw. Nach Angaben der Leitstelle der Polizei Essen am Morgen wurden insgesamt vier Personen bei dem Verkehrsunfall verletzt. Der Pkw-Fahrer wurde wahrscheinlich schwer verletzt. Beide Airbags lösten bei dem Fahrzeug aus. Die Kreuzung musste für den Verkehr für die Dauer des Einsatzes der Feuerwehr und der Bergung der Unfallfahrzeuge gesperrt werden. Polizeikräfte sicherten Spuren an Unfallstelle. Die Ermittlungen zum genauen Hergang dauern zur Stunde noch an.

Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter 0201/829-0 zu melden.

(Text & Foto: Rene Anhuth)

Freitag, 13. Juli 2018

Nach Abschiebung: Gefährder Sami A. soll jetzt sofort nach Deutschland zurückgeholt werden

 Update 20:10 Uhr:

Die am Freitagmorgen (13.07.) erfolgte Abschiebung des Ex-Leibwächters Sami A. (42) von Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden von Deutschland nach Tunesien soll nach einer Gerichtsentscheidung unverzüglich rückgängig gemacht werden.
Sami A. lebte zuvor seit Jahren mit seiner Familie in Bochum.

Nach dem Beschluss der für das Ausländerrecht zuständigen Kammer des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen vom Freitagnachmittag:

« Stellt sich die Abschiebung als grob rechtswidrig dar und verletzt grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien. »


Entscheidend stellte die Kammer darauf ab, dass die Abschiebung zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des Beschlusses der für die asylrechtliche Bewertung des Sachverhalts zuständigen Kammer an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge noch nicht abgeschlossen war und deshalb abzubrechen gewesen wäre. Vielmehr sei sie sehenden Auges abschließend vollzogen worden.

Aus der wegen der fortbestehenden Abschiebungsverbote rechtswidrigen Abschiebung folge die Pflicht der Ausländerbehörde, den Antragsteller

« unverzüglich auf Kosten der Ausländerbehörde in die Bundesrepublik Deutschland zurückzuholen. »

Dass die Gerichtsentscheidung über das Fortbestehen der Abschiebungsverbote den Behörden erst bekanntgegeben wurde, als die Abschiebung bereits am Freitagmorgen in Gang gesetzt war, ist darauf zurückzuführen, dass alle beteiligten Behörden trotz mehrfacher Anfragen des Gerichts, den Zeitpunkt der geplanten Abschiebung nicht bekanntgegeben hatten.

(Quelle: mit Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, Foto: Symbolbild)

Polizei fahndet nach Raubüberfall mit "Rambo-Messer" nach zwei Tatverdächtigen

Am 5. Juni 2018 gegen 21.05 Uhr haben unbekannte Täter einen 44-jährigen Jogger in Dortmund-Wambel ausgeraubt. Die zwei jungen Männer hinderten den Dortmunder durch Querstellen eines BMX-Rads am Weiterlaufen. Zunächst forderten sie eine Zigarette. Als der 44-Jährige verneinte, zog einer der Täter ein "Rambo-Messer" (gezackte Seite, schwarzer Griff mit circa 20 cm langer Klinge) und bedrohte den Dortmunder. Der andere Täter zog ein tarnfarbendes "Butterfly-Messer".


Der 44-Jährige händigte nach Aufforderung sein Handy aus. Die Täter flüchteten unerkannt.

Täterbeschreibungen:
  • Der erste Täter (Foto 1) mit dem "Rambo-Messer" wird als ca. 16-18 Jahre alt beschrieben
  • Er trug ein T-Shirt mit dem weißen Schriftzug Snipes
  • Dazu eine schwarze Basecap mit goldenem Adidas Emblen
  • Er führte ein schwarzes Mountainbike mit sich

  • Der zweite Täter (Foto 2) war ebenfalls zwischen 16 und 18 Jahre alt
  • Er hatte eine unreine Haut und einen leichten Silberblick
  • Bekleidet war er mit einem gelben T-Shirt mit dem weißen Schriftzug "Stüssy"
  • Auf dem Kopf trug er eine weinrote Basecap mit "Mighty Ducks" Schriftzug
  • Er fuhr auf einem blauen BMX-Rad mit Schaumstoffverkleidung am Lenker

Beide Täter hatten nordafrikanisches Aussehen, so die Polizei.

Wer kennt die auf den Phantombildern abgebildeten Täter? Hinweise bitte an die Kriminalwache unter 0231-132-7441.

(Quelle: Polizei Dortmund, Fotos: LKA)