Einsatzkräfte der Polizei Essen bemerkten Dienstagnachmittag (16. Juni) auf der Altendorfer Straße, wie ein Mann während der Autofahrt augenscheinlich telefonierte. Grund genug für eine Verkehrskontrolle. Die Beamten gaben dem Autofahrer um 15:20 Uhr im Bereich Altendorfer Straße/Röntgenstraße Anhaltezeichen und kündigten zunächst durch das geöffnete Fenster eine allgemeine Verkehrskontrolle an. Statt jedoch bei nächster Gelegenheit rechts ranzufahren, bog der Mann, ein 34-Jähriger mit türkischer Staatsangehörigkeit, in die Heintzmannstraße ab und beschleunigte seinen Ford Focus stark. Seine Flucht setzte der Mann ohne festen Wohnsitz in Deutschland zurück über die Altendorfer Straße in Richtung Innenstadt fort. Ein Autofahrer musste dem 34-Jährigen ausweichen, um eine Kollision zu verhindern.
Die Flucht des Mannes führte durch mehrere Straßen, unter anderem die Geißler- und Siemensstraße sowie in die Heinrich-Strunk-Straße. Dort nutzte der 34-Jährige einen Fußweg, um aus der Sackgasse zu kommen. So landete er schließlich auf dem Gelände einer dortigen Schule. Ein Mann musste mit seinem Kind zur Seite springen, um auch hier einen Zusammenstoß zu vermeiden. Die Flucht des Fordfahrers endete schließlich in einer weiteren Sackgasse außerhalb des Schulgeländes.
Neben dem 34-jährigen Fahrer befand sich noch ein 31-jähriger Beifahrer mit ukrainischer Staatsangehörigkeit im Auto. Bei der Verkehrskontrolle stellte sich nun heraus, dass der Mann nicht nur wegen des Handys am Steuer geflüchtet war. Der 34-Jährige ist nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Die Kennzeichen am Ford gehören zu einem anderen Fahrzeug. Damit nicht genug: Der Ford ist aktuell nicht zugelassen. Im Fahrzeug fanden die Beamten mehrere Fahrzeugschlüssel und ein weiteres Mobiltelefon.
Das Duo wurde zur Polizeiwache Nord gebracht, um die Identitäten zweifelsfrei festzustellen. Ausweisdokumente führten die beiden nämlich nicht mit. Zudem wurde dem Fahrer eine Blutprobe entnommen, da sich Hinweise auf einen Betäubungsmittelkonsum ergaben.
Zusammenfassung: Die Schlüssel und das Handy wurden wegen fehlender Besitz-nachweise sichergestellt. Der Ford und die daran angebrachten Kennzeichen stellten die Beamten ebenfalls sicher. Das Potpourri an Strafanzeigen beinhaltet unter anderem Fahren ohne Fahrerlaubnis, sonstige Urkundenfälschung, Gefährdung des Straßenverkehrs sowie verbotenes Kraftfahrzeugrennen und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Das Duo wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen von der Wache entlassen.
Die Polizei sucht Zeugen: Der Fahrer sowie der Mann und das Kind, die dem Ford ausweichen mussten, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Dies geht auf der nächstgelegenen Wache oder aber per Mail hinweise.essen@polizei.nrw.de oder telefonisch 0201/829-0.
(Quelle: Polizei Essen, Foto: Symbolbild/ nrw-aktuell.tv)














