Freitag, 4. Dezember 2020

Öffentlichkeitsfahndung nach tödlichem Schuss auf 43-Jährigen in Frechen

Staatsanwaltschaft Köln und Polizei Köln suchen nach dem 23 Jahre alten Özcan Özel. Der Kölner ist dringend verdächtig, an dem Tötungsdelikt auf einem Tankstellengelände in Frechen am 7. September 2020 beteiligt gewesen zu sein.

Er ist seit der Tat auf der Flucht. Hinweisen zufolge könnte sich der Özel in der Türkei aufhalten.

Beschreibung der Person: 180cm Groß, Tätowierung Unterarm links: DAYE 63

Zeugen, die Hinweise zum Aufenthaltsort des 23-Jährigen machen können, werden gebeten, sich telefonisch unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de bei den Ermittlern des Kriminalkommissariats 44 zu melden.

(Quelle/Foto: Polizei Köln)

Aktionsplan Clan vollstreckt nach gemeinschaftlichem schwerem Raub Durchsuchungsbeschluss - 20-jähriger Tatverdächtiger vorläufig festgenommen

Am frühen Freitagmorgen (04.12.) haben Ermittler der BAO Aktionsplan Clan mit Unterstützung des Spezialeinsatzkommandos einen durch das Amtsgericht Essen erlassenen Durchsuchungsbeschluss vollstreckt. Ein Tatverdächtiger wurde vorläufig festgenommen. Die Maßnahmen richteten sich gegen einen 20-jährigen Essener. Ihm wird gemeinschaftlicher schwerer Raub und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Der Beschuldigte soll sich am 16. November 2020, gemeinsam mit drei weiteren bislang unbekannten Mittätern, über eine Internetplattform als vermeintlicher Verkäufer zweier Mobiltelefone mit zwei jugendlichen Kaufinteressenten auf der Paßstraße in Essen verabredet haben. Vor Aushändigung der Handys forderte der Beschuldigte die beiden 16-Jährigen auf, ihm die abgesprochene Geldsumme von 1.000EUR vorzuzeigen. Als die Geschädigten im das Geld vorzeigten, nahm dieser das Geld an sich und fing gleichzeitig gemeinsam mit zweien seiner Mittäter an, auf die Köpfe der Geschädigten mit den Fäusten einzuschlagen, um das Geld ohne Herausgabe der Handys für sich zu behalten. Anschließend forderte er unter Vorhalt einer Schusswaffe die Geschädigten auf, sich zu "verpissen", worauf die Geschädigten wegliefen.

Im Rahmen der Ermittlungen konnte der 20-jährige Haupttäter identifiziert werden. Er wurde heute Morgen bei der Vollstreckung des Durchsuchungsbeschlusses vorläufig festgenommen. Die heutige Durchsuchung wurde mit dem Ziel der Sicherstellung von weiteren Beweismitteln durchgeführt. Neben einer Schreckschusspistole stellten die Beamten ein Butterflymesser, mutmaßliche Tatkleidung und ein Mobiltelefon sicher. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

(Quelle: Polizei Essen, Foto: Symbolbild)

Erftstadt: Spaziergänger fand ausgeschlachtete BMW im Wald – Polizei sucht mögliche Zeugen und bittet um Hinweise

Polizeibeamte erhielten am Donnerstagmorgen (03. Dezember) um 08:15 Uhr den Einsatz zu verdächtigen Fahrzeugen im Waldgebiet Friesheimer Busch in Erftstadt. Dort eingetroffen, stellten die Beamten zwei ausgeschlachtete BMW (X3 und 428i Coupe) fest. Ermittlungen ergaben, dass beide in der Nacht zuvor in Erftstadt entwendet worden waren. Im Fall des BMW 428i bemerkte die Halterin (48) in der Nacht um 01:20 Uhr, dass jemand mit ihrem Wagen von der Wohnanschrift in der Vorgebirgsstraße davonfuhr. Den Diebstahl des BMW X3 hatte der Halter (53) mit Anschrift in der Straße "Schusters Garten" bis zum Eintreffen der Beamten am Morgen noch gar nicht bemerkt.

Am Fundort selbst lagen unzählige Fahrzeugteile und Gegenstände aus den Fahrzeuginnenräumen verteilt auf dem Waldboden. Ein Abschleppunternehmen barg die Fahrzeuge und schleppte sie aus dem Waldstück. Den entstandenen Schaden bezifferten die Beamten auf etwa 70.000 Euro.

Das Kriminalkommissariat 22 in Kerpen hat in der Sache die Ermittlungen aufgenommen und fragt: Wer kann Angaben zum Zeitpunkt der Diebstähle, dem Befahren des Waldstückes und der anschließenden Flucht mit einem Transportmittel machen? Zeugen werden gebeten, sich telefonisch unter 02233 52-0 mit den Beamten in Verbindung zu setzen.

(Quelle/ Fotos: Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis)

Tankwagen im Waldgebiet bei Langenfeld festgefahren - Mit Diesel beladener Tanklaster drohte im Naturschutzgebiet umzukippen

Ein nicht alltäglicher Einsatz hielt am Donnerstag (03.12.) die Feuerwehr in Atem. Im Naturschutzgebiet "Further Moor" hatte sich am Nachmittag ein Tankwagen festgefahren. Der Fahrer war auf einem Weg im Bereich der A542 unterwegs, der parallel zu Bahngleisen verläuft, war dann links von der Straße abgekommen. Der Lastwagen geriet in Schräglage und drohte umzustürzen. Nach offiziellen Informationen hatte der Tanklaster zwischen 11.000 und 12.000 Liter Diesel an Bord.

Das Fahrzeug wurde durch die Einsatzkräfte gesichert, um ein weiteres Abrutschen zu verhindern. Ein weiterer Tankwagen wurde angefordert, um den Kraftstoff in das zweite Fahrzeug umzupumpen. Anschließend kam ein Bergungsfahrzeug zum Einsatz, um den Tankwagen aus der Schräglage zu manövrieren. Die langwierige Bergung musste mit höchster Präzision und Vorsicht erfolgen, um ein Auslaufen des Dieselkraftstoffes oder anderer Betriebsstoffe zu verhindern. Die Einsatzstelle wurde aufgrund der am Abend einsetzenden Dunkelheit ausgeleuchtet. Der gesamte Einsatz wurde nach rund sieben Stunden erfolgreich beendet.(jh)

(Foto: Patrick Schüller)

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Köln: Hundewelpen aus Kühlschrank befreit - Ermittlungen wegen illegalem Tierhandel

Am Donnerstagmorgen (3. Dezember) hat die Polizei Köln nach Ermittlungen wegen illegalen Handels mit Hundewelpen gegen vier Frauen (20, 61, 22, 42) mehrere junge Pudelschnauzer, französische Bulldoggen, Chihuahuas und Malteser in Köln und Düsseldorf befreit.

Vier Malteser-Welpen hatte eine der Frauen in ihrer Wohnung in Köln-Chorweiler im offenen Kühlschrank zusammengepfercht. Veterinärinnen vom Umwelt- und Verbraucherschutzamt unterstützen den Einsatz vor Ort. Die Welpen werden nun zur artgerechten Versorgung in die Obhut von Kölner Tierheimen gegeben.

Nach Hinweisen von Käufern angeblich geimpfter und gechipter Junghunde auf Online-Verkaufsportalen waren die Ermittlungen der Polizei ins Rollen gekommen. Die Ermittlungen dauern noch an.

Die Polizei Köln warnt vor Tiergeschenken zu Weihnachten!

Der Kauf von Welpen, deren Herkunft nicht nachvollziehbar ist und die im Internet oder auf Märkten, Parkplätzen oder anderen Orten angeboten werden, fördert den illegalen und vor allem nicht tiergerechten Handel. Tierschützer weisen darauf hin, dass die Junghunde häufig Qualen erleiden und abgegeben werden, bevor sie eigenständig fressen können. Bitte sehen Sie von solchen Käufen ab und erkundigen sich genau, bevor Sie sich einen Hund anschaffen.

(Quelle/Fotos: Polizei Köln)

Witten: Ein Offener Brief an einen ganz, ganz miesen Dieb - Gehbehinderter Senior mit Rollator bestohlen

"Hallo du kleiner mieser Dieb, deine Tat, die wir heute auf ungewöhnliche Art und Weise und mit deutlichen Worten an die Presse weiterleiten, dreht einem den Magen um.

Am gestrigen 2. Dezember, gegen 13.30 Uhr, hast du einem gehbehinderten Senior, der auf einen Rollator angewiesen ist, über 1.000 Euro geklaut. Du wirst wissen, dass der knapp 90 Jahre alte Mann gegen 12.20 Uhr seine Rente in der Sparkassenfiliale an der Ruhrstraße abgehoben, in einen Umschlag gepackt und in seine Jacke gesteckt hat.

Anschließend wirst du beobachtet haben, wie der Wittener die Apotheke an der Burgstraße aufgesucht und seinen Heimweg über die Johannis- und Winkelstraße fortgesetzt hat. Hier wurde er von dir mehrfach nach dem Weg zum Krankenhaus gefragt. Dabei fuchtelste du mit einem Stadtplan herum und hieltst diesen immer wieder vor das Gesicht des Rentners. Nachdem dir der Senior den Weg beschrieben hatte, warst du plötzlich sehr schnell verschwunden und wir wissen auch warum.

Du hast den betagten Mann vermutlich schon in der Sparkasse beobachtet, seine Gutmütigkeit schamlos ausgenutzt, ihn abgelenkt und den Umschlag mit flinken Fingern aus der Jackentasche gezogen. Weißt du eigentlich, wie traurig der Senior war, als er den Diebstahl seiner Rente bemerkt hat? Weißt du, dass dir sogar die "Ganovenehre" fehlt? Weißt du eigentlich, was du da gemacht hast und was das gerade in der Weihnachtszeit bedeutet? Du solltest Dich schämen!

Wir hoffen nur, dass dir alle Zeitungsredaktionen im Ruhrgebiet, die Boulevardblätter, die örtlichen und überörtlichen Radiostationen sowie die Fernsehsender und Online-Medien immer wieder vor Augen halten, was für ein mieser Typ du bist.

Gleichzeitig werden bestimmt viele Redakteurinnen und Redakteure dem Wittener Kriminalkommissariat 33 (Tel.: 0234 /909-3305) gerne dabei helfen, dich miesen Dieb zu fassen. Übrigens, wir wissen, dass du circa 40 Jahre alt bist, mit osteuropäischem Dialekt sprichst und eine solche Tat vermutlich schon häufiger begangen haben wirst. Und vielleicht packt dich ja dein Gewissen schon vorher und du schickst wenigstens den Umschlag mit dem Geld an die Wittener Polizei zurück!"

(Quelle: Polizei Bochum, Foto: Symbolbild)

Viersen: Cannabis-Plantage nach Hausbrand aufgeflogen - Zahlreiche Haushalte durch das Feuer in Bungalow ohne Strom

Ein nicht alltäglicher Einsatz hat die Feuerwehr und die Polizei seit Mittwoch (02.12.) beschäftigt. Es war vermutlich ein technischer Defekt an Geräten zum Betrieb einer Cannabis-Plantage, der zu einem Kellerbrand in einem Einfamilienhaus am Erlenweg in Viersen-Dülken geführt hat.

Am Mittwochmorgen um 7:26 Uhr war der Notruf bei der Feuerwehr eingegangen. Beim Eintreffen der Löschkräfte schlugen Flammen aus dem Kellerfenster des Gebäudes. Weil ein Mann in dem Haus vermutet wurde, flexten die Feuerwehrleute ein Garagentor auf, um in den hinteren Teil des Grundstücks zu gelangen. Dort entdeckten sie den Mann im Garten. Er hatte sich noch rechtzeitig ins Freie gerettet.

Die Flammen breiteten sich weiter auf das Erdgeschoss aus und fraßen sich dann bis zum Dach durch. Die Feuerwehr war beim Löschangriff von außen mit zwei Drehleitern im Einsatz. Im Keller waren die Einsatzkräfte inzwischen auf eine Cannabis-Plantage gestoßen.

Rund 25 Haushalte waren aufgrund des Feuerwehreinsatzes mehrere Stunden ohne Strom, da der Stromversorger nicht nur das einzelne Haus vom Netz nehmen konnte. Der oder die Plantagenbetreiber hatte(n) den Strom für die Anlage vor dem Zähler abgezweigt. Der Bungalow mit Walmdach ist nach dem Brand unbewohnbar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu dem Fall noch nicht abgeschlossen.

(Fotos: Günter Jungmann)

Essen: Illegale Müllentsorgung endet mit Widerstand gegen Polizeibeamte - Zeugen gesucht

Am 2. Dezember kam es gegen 17:15 Uhr zu einem Einsatz auf der Hafenstraße in Essen. Ein Streifenbeamter beobachtete einen 31 Jahre alten Deutschen, wie er illegal Sperrmüll in einem Park entsorgte. Eine unbeteiligte Spaziergängerin mit Hund sprach die Beamten an und äußerte, dass diese Person bereits am Vortag Sperrmüll, womöglich Teile einer alten Küche, im Park entsorgt hatte.

Der Tatverdächtige konnte kurz darauf durch die Polizeibeamten angetroffen und angesprochen werden. Er weigerte sich auszuweisen und beleidigte die Beamten mehrfach, unter anderem als "Rassisten". Er ging immer wieder mit aufgebäumter Körperhaltung auf den Beamten zu, welches ihm signalisierte, dass er vermutlich eingeschüchtert werden sollte.

Dies, die Beleidigungen und die aggressive Grundhaltung verdeutlichten den Beamten, dass der 31-Jährige womöglich auch weiterhin nicht kooperativ sein wird. Daraufhin wurde ein weiterer Streifenwagen zur Unterstützung angefordert. Während der Aufforderung sich auszuweisen, nahm der 31-Jährige sein Smartphone heraus und gab an, dass er nun das Gespräch aufzeichnen wolle. Der Beamte erklärte dem 31-Jährigen, dass das Aufzeichnen des gesprochenen Wortes eine Straftat darstelle und bei Zuwiderhandlungen das Smartphone als Beweismittel sichergestellt werden muss.

Dennoch zeigte sich der Mann provokant und zeichnete schlussendlich widerrechtlich das Gespräch auf. Wie zuvor angekündigt, ahndete der Beamte die Straftat und forderte nun die Herausgabe des Smartphones zur Beweissicherung. Auch diese Aufforderung ignorierte der Tatverdächtige beharrlich. Schlussendlich nutze der Beamte einen unaufmerksamen Moment seines Gegenübers aus, griff zügig nach dem Smartphone, welches daraufhin jedoch zu Boden fiel.

Im Anschluss schubste der 31-Jährige den Beamten und stieß heftig mit beiden Händen gegen den Oberkörper des Polizisten. Kurz danach stellte er seinen Fuß auf sein eigenes Smartphone, um die Beschlagnahme durch die Polizei zu verhindern. Der emotional aufgebrachte Mann drängte den Beamten zurück, als dieser das Smartphone aufhob. Um weiteres Einwirken zu unterbinden und sich selbst zu sichern, drückte der Beamte gegen den Oberkörper des Mannes, um diesen auf Abstand zu halten. Er wiederum sperrte sich auch hiergegen aktiv. Weitere Beamte kamen hinzu und wurden ebenfalls durch den 31-Jährigen massiv beleidigt.

Die Polizei fesselte den Mann und setzte ihn in den Streifenwagen, damit auf der Polizeiwache zweifelsfrei seine Personalien festgestellt werden konnten. Auf der Wache verhielt der Tatverdächtige sich den Beamten gegenüber weiterhin äußerst provokant und herablassend. Er unterstellte stets den Vorwurf, dass die Polizei nur aus rassistisch motivierten Gründen gehandelt habe, da er einen Migrationshintergrund hat.

Ein vernünftiges Gespräch war mit dem 31-Jährigen zu keinem Zeitpunkt möglich. Nach der Feststellung seiner Personalien konnte er die Polizeiwache verlassen. Das Smartphone wurde beschlagnahmt. Gegen den 31-jährigen Essener wird nun u.a. wegen dem vorangegangenen Umweltdelikt, wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes und wegen Beleidigung ermittelt. Auf Twitter ist ein Video am Mittwochabend (2. Dezember) gegen 20:36 Uhr veröffentlicht worden, das lediglich einen Ausschnitt des Polizeieinsatzes zeigt. Der Polizei Essen und Mülheim an der Ruhr ist das Video bekannt. Derzeit liegen keinerlei Hinweise auf ein Fehlverhalten der eingesetzten Polizeibeamten vor.

Die Videoaufzeichnungen, die bei Twitter veröffentlicht wurden, stammen von einer Kamera am Gebäude. Die Polizei prüft nun auch die Rechtmäßigkeit der Videoaufzeichnungen, da eine Überwachung des öffentlichen Umfeldes im Regelfall nicht zulässig ist. Die Polizei sucht Zeugen, insbesondere die Spaziergängerin mit Hund, die Hinweise zu der illegalen Müllentsorgung oder dem Widerstand geben können. Hinweise nimmt die Polizei unter der 0201/829-0 entgegen.

(Quelle/Fotos: Polizei Essen)