Sonntag, 5. Dezember 2021

Schussabgabe: Mehrere Unfallfluchten in Oberhausen - Drei Streifenwagen gerammt und Polizist verletzt

Samstagnacht (4. Dezember) informierten Zeugen gegen 21:10 Uhr die Polizei über einen Audifahrer, der an der Kreuzung Drostenkampstraße / Bahnstraße die Baustellenabsicherung (Barken, Leuchten) bei einem Unfall stark beschädigt haben soll und dann in Richtung Schmachtendorf geflüchtet sei. An dem Unfallwagen seien keine Kennzeichen angebracht und die Fahrzeugbeleuchtung sei ausgeschaltet gewesen.

Während der Unfallflucht hatte der Audifahrer auf der Beerenstraße zudem den Zaun eines angrenzenden Supermarktes beschädigt und dabei mehrere Fahrzeugteile verloren. Im weiteren Verlauf rammte der Unfallflüchtige ein weiteres Fahrzeug, deren Insassen (32/36) daraufhin den Audi verfolgten und die Polizei über die Flucht informierten.

Auf der Weißensteinstraße gaben mehrere Streifenwagenbesatzungen dem noch immer flüchtenden Audifahrer Anhaltesignale, die er jedoch konsequent missachtete. Unter einer Autobahnbrüche rammte der Flüchtige dann zwei Streifenwagen, wodurch er einen Polizisten schwer verletzte. Als er dann auf einen weiteren Polizisten zufuhr, gab dieser einen Schuss auf das Fahrzeug des Angreifers ab.

Der Fahrer flüchtete dennoch mit dem mittlerweile stark beschädigten Audi noch einige hundert Meter weiter, wo er dann von einer Streifenwagenbesatzung zum endgültigen Anhalten gebracht wurde. Da er sich weigerte, das Fahrzeug zu verlassen und bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand leistete, musste er unter Einsatz unmittelbaren Zwanges aus dem Fahrzeug geholt, gefesselt und ins Polizeigewahrsam transportiert werden.

Dem polizeilich bereits mehrfach im Zusammenhang mit der Begehung von Fahrzeug- und Rohheitsdelikten in Erscheinung getretenen Tatverdächtigen (21 / serbisch) wurden Blutproben entnommen (Alkohol / Drogen). Der verletzte Polizist konnte nach seiner Behandlung das Krankenhaus verlassen - verblieb aber dienstunfähig.

Insgesamt beschädigte der Festgenommene neben den drei Streifenwagen (ca. 37.500 EUR) ein weiteres Auto, einen Zaun und eine Baustellenabsperrung (insgesamt ca. 10.000 EUR). Das Tatfahrzeug erlitt einen Totalschaden (30.000 EUR) und wurde zur Spurensicherung sichergestellt. Aus Neutralitätsgründen wurde das Polizeipräsidium Essen damit betraut, die Schussabgabe, bei der niemand verletzt wurde, rechtlich zu bewerten. Die weiteren Ermittlungen zum Gesamtsachverhalt laufen derzeit weiter.

(Quelle/Foto: Polizei Oberhausen)

Essen: Taxifahrer unter Vorhalt eines Messers ausgeraubt - Räuber flüchtet mit Taxi - Festnahme wenige Stunden später

Nach einem schweren Raubdelikt auf einen Taxifahrer, in dessen weiteren Verlauf der Räuber zudem das Taxi entwendete, konnte die Polizei wenige Stunden später aufgrund eines Zeugenhinweises den flüchtigen Straftäter widerstandslos festnehmen.

Der Taxifahrer (64) meldete sich Samstagfrüh (4. Dezember) gegen 0:25 Uhr über das Handy eines Passanten beim Notruf der Polizei. Er berichtete den Beamten, dass er rund gegen Mitternacht einen Fahrgast am Hauptbahnhof Essen aufgenommen und zur Centrumstraße nach Leithe gefahren hat. Dort bedrohte der Gast den Fahrer plötzlich mit einem Messer und verlangte alle Wertgegenstände. Zunächst gelang es dem 64-Jährigen noch, aus dem Taxi zu flüchten und einige Meter weit zu rennen. Er wurde jedoch von dem Räuber eingeholt und erneut mit dem Messer bedroht.

Daraufhin händigte der Taxifahrer neben einer geringen Menge Bargeld ein älteres Smartphone aus. Der Räuber ging zum Taxi zurück, setzte sich auf den Fahrersitz und fuhr mit diesem davon. Der Beraubte machte sich bei einen vorbeifahrenden Passanten aufmerksam, welcher anhielt und sein Handy zum Absetzen des Notrufs zur Verfügung stellte.

Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen zunächst erfolglos. Schon zu diesem Zeitpunkt wurden die Taxizentralen sowie der ÖPNV über den Raub und das entwendeten Taxi informiert. Gegen 5 Uhr meldete ein Taxifahrer das gestohlene Fahrzeug auf der BAB 52 in Fahrtrichtung Essen. Sofort richteten die Polizeiinspektionen Kontrollstellen ein.

An der Ausfahrt Essen-Kray fuhr das Taxi ab, wo es augenblicklich von einer Streifenwagenbesetzung verfolgt und in Höhe der Straße Am Zehnthof, Ecke Marienstraße gestoppt werden konnte. Aufgrund der Tatsache, dass der Räuber zuvor ein Messer eingesetzt hatte, wurde dieser unter Vorhalt der Schusswaffe aus dem Fahrzeug gesprochen. Den Aufforderungen der Polizei folgte der Mann widerstandlos.

Er wurde festgenommen und dem Polizeigewahrsam zugeführt. Sein äußeres Erscheinungsbild entsprach der Beschreibung des Räubers. Nach eigenen Angaben soll er vor Fahrtantritt Drogen genommen haben. Eine Fahrerlaubnis konnte er ebenfalls nicht vorbringen. Im Fahrzeug entdeckten die Beamten die mutmaßliche Tatwaffe aus dem Raub. Der 31 Jahre alte Essener (deutsch) sitzt nun in Untersuchungshaft. Er wurde bereits durch die Staatsanwaltschaften Essen und Dortmund in anderer Sache gesucht.

(Quelle: Polizei Essen, Foto: Symbolbild)

Großeinsatz: Dachstuhlbrand in Essen - Rauchmelder wecken Anwohner

In der Nacht zu Sonntag (05.12.) wurde die Feuerwehr gegen 2 Uhr zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte an der Straße Zur Wöllenbök in Essen-Heidhausen, bestätigte sich das Lagebild.

Eine starke Rauchentwicklung zog aus dem Flachdach des Einfamilienhauses. Glücklicherweise wurden die Bewohner durch die Rauchmelder geweckt und konnten frühzeitig das Haus verlassen. Im Bereich des Flachdaches kam es zu einem Feuer. Durch die Konstruktion war es schwer für die Kräfte eine gezielte Brandbekämpfung einzuleiten.

Die Löschkräfte setzten mehrere Strahlrohre zur Brandbekämpfung ein. Auch ein Wenderohr über die Drehleiter. Das THW (Technisches Hilfswerk) wurde angefordert, um mit einem Bagger das Dach aufzureißen, sodass die Feuerwehrkräfte noch an Glutnester kommen.

Im Anschluss der Löschmaßnahmen wurde Löschschaum eingesetzt, um das Feuer zu ersticken. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Feuerwehr Essen war mit zwei Löschzügen der Berufsfeuerwehr und zwei Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Das Einfamilienhaus ist unbewohnbar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.(Jb)

(Fotos: WTV-NEWS)

Freitag, 3. Dezember 2021

Öffentlichkeitsfahndung - Die Bundespolizei fahndet nach gefährlicher Körperverletzung am Bahnhof Essen-Steele - Wer kennt die Personen auf den Bildern?

Die Bundespolizei fahndet mit Bildern aus einer Überwachungskamera nach fünf Männern, welche zwei Zugbegleiter der Abellio Rail NRW GmbH mit Schlägen und Tritten verletzten. Die beiden Geschädigten mussten anschließend in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden. Die Tat ereignete sich am Nachmittag des 23. August 2021. Die beiden Zugbegleiter der S9 (von Essen Hauptbahnhof nach Essen-Steele) führten bei der unbekannten Gruppe eine Fahrkartenkontrolle durch.

Plötzlich eskalierte die Kontrolle, indem die Unbekannten die 33- und 35-Jährigen beleidigten. Als die fünfköpfige Gruppe die S-Bahn am Bahnhof Essen-Steele verlassen wollte, wurde zunächst der 33-jährige Deutsche mit Faustschlägen und Fußtritten gegen den Oberkörper attackiert. Als der 35-Jährige die Schläge und Tritte auf seinen Kollegen abwehren wollte, wurde dieser ebenfalls verletzt. Während die Geschädigten die Polizei verständigten, flüchtete die Gruppe in Richtung Krayerstraße/ Buschstraße.

Mit Beschluss ordnete das Amtsgericht Essen die Öffentlichkeitsfahndung mit Lichtbildern der unbekannten Tatverdächtigen an.

Die Bundespolizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung und fragt:

  • Wer kennt die Personen auf den Lichtbildern?
  • Wer kann Hinweise zum Aufenthaltsort der Unbekannten geben?

Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Dortmund unter der kostenfreien Servicenummer 0800/ 6 888 000 oder an jeder anderen Polizeidienststelle entgegen.

(Quelle/ Fotos: Bundespolizei)

Polizeilicher Drogentransport unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen - Kokain und Marihuana mit einem Verkaufswert von insgesamt circa 42 Millionen Euro verbrannt

Am gestrigen Donnerstagvormittag (02.12.2021) fand ein durch die Dienststelle für organisierte Kriminalität der Polizei Hagen geplanter und durchgeführter Transport von sichergestelltem Kokain und Marihuana zu einer Müllverbrennungsanlage statt. Dort wurden die Betäubungsmittel vernichtet.

Der Transport der Drogen fand unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt und wurde von speziell für derartige Einsätze ausgebildeten Polizeibeamten einer technischen Einsatzeinheit gesichert. Das der Vernichtung zugeführte Kokain stammte aus einer Sicherstellung aus dem Jahr 2018.

In einem Fleischverarbeitungsbetrieb bei Siegen fanden Mitarbeiter beim Auspacken angelieferter Tiefkühlware aus Brasilien die verdächtigen Pakete und informierten die Polizei. Bei den anschließenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich hierbei um insgesamt 400 Kilogramm Kokain handelte und die Palette offensichtlich fehlgeleitet wurde.

Das zur Müllverbrennungsanlage transportierte Marihuana stellten die Kripo-Beamten der Dienststelle für organisierte Kriminalität bei dem Durchsuchungseinsatz vom 21.10.2021 in Gelsenkirchen und Duisburg sicher (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/30835/5052624). Hierbei handelte es sich um insgesamt 140 Kilogramm.

Nachdem die Drogen unter Beobachtung der Beamten in die Brennkammer der Müllverbrennungsanlage befördert wurden, war der Einsatz beendet.

(Quelle/ Fotos: Polizei Hagen)

Essen: Ermittlungserfolg für die BAO Herkules - 42-Jähriger wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in Untersuchungshaft - Zahlreiche Asservate bei Durchsuchung sichergestellt

Gestern Morgen (2. Dezember) wurde in Essen-Burgaltendorf ein 42-jähriger Mann festgenommen - ihm wird der (teils schwere) sexuelle Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Ein Kind, das nach eigenen Aussagen über einen Zeitraum von mehreren Monaten regelmäßig den sexuellen Übergriffen des 42-Jährigen ausgesetzt war, hatte sich an eine Vertrauensperson gewandt. Diese hatte bei der Polizei Strafanzeige erstattet. Zeugenvernehmungen hatten den Tatverdacht erhärtet.

Deshalb wurden gestern ein von der Staatsanwaltschaft Essen beantragter Untersuchungshaftbefehl sowie ein Durchsuchungsbeschluss an der Wohnanschrift des 42-Jährigen vollstreckt.

Bei der Durchsuchung von Wohnräumen, Keller und PKW unter Einsatz eines Datenträgerspürhundes wurden zahlreiche Asservate sichergestellt. Die BAO Herkules wird die Beweismittel zeitnah auswerten, auch um ausschließen zu können, dass es weitere Tatverdächtige oder weitere mögliche Opfer gibt.

Die Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs werden fortgesetzt.

(Quelle: Polizei Essen, Foto: Symbolbild)

Essen: Fünf Verletzte nach Reizgaseinsatz im Friseursalon - Zwei Unbekannte hatten sich geweigert, einen Mund-/Nasenschutz zu tragen - Zeugenaufruf der Polizei

Am gestrigen Donnerstag (2. Dezember, gegen 16 Uhr) betraten zwei bislang Unbekannte einen Friseursalon an der Viehofer Straße, beide trugen keine medizinische Maske. Die Männer wurden von dem Saloninhaber auf die Maskenpflicht hingewiesen. Sie weigerten sich aber vehement, einen Mund- und Nasenschutz aufzusetzen. Der Geschäftsinhaber bat die Beiden deshalb darum, den Friseursalon zu verlassen.

Einer der beiden Unbekannten zog daraufhin ein Pfefferspray und sprühte damit um sich. Dadurch erlitten der Saloninhaber und vier Kunden leichte Atemwegs- und Augenreizungen sowie Rötungen im Gesicht. Die beiden unbekannten Täter flüchteten daraufhin über die Viehofer Straße in Richtung des Essener Hauptbahnhofs.

Beide Männer werden von dem Saloninhaber auf zirka 30 Jahre alt und 1,80 bis 2 Meter groß geschätzt. Sie haben arabisch gesprochen. Der Unbekannte, welcher mit dem Pfefferspray um sich sprühte, soll auffällig abstehende Ohren haben. Bekleidet war er mit einer weißen Jacke und einer dunkelgrünen Cargohose. Der zweite Täter trug eine schwarze Jacke und eine schwarze Jeanshose.

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Zeugen können sich bei der Polizei unter der 0201/829-0 melden.

(Quelle: Polizei Essen, Foto: Symbolbild)

Dortmund: Mann mit selbstgebautem Messer widersetzt sich 3G-Regeln - Bundespolizei nimmt 20-Jährigen fest

Kurz vor Mitternacht (02.12.) alarmierte ein Bahnmitarbeiter in der S2 von Essen nach Dortmund die Bundespolizei. Ein 20-Jähriger konnte gegenüber dem Zugbegleiter keinen 3G-Nachweis erbringen. Aufgrund dessen forderte der Bahnmitarbeiter den Niedersachsen auf, den Zug beim Halt in Gelsenkirchen zu verlassen. Erbost soll der Fahrgast den Mann dann beleidigt haben und sei zunehmend aggressiver geworden. Daher alarmierte er dann Bundespolizisten. Diese warteten bereits auf den einfahrenden Zug im Dortmunder Hauptbahnhof.

Da sich der Mann nicht ausweisen konnte, brachten die Einsatzkräfte ihn zur Wache. Zuvor durchsuchten sie den afghanischen Staatsangehörigen und fanden in seiner Jackentasche ein offensichtlich, aus mehreren Messerteilen, selbstgebautes Einhandmesser. Dieses stellten die Beamten sicher.

Die Sicherstellung seines Messers schien den 20-Jährigen nachhaltig geärgert zu haben, weswegen der Mann sich zunehmend aggressiver gegenüber den Einsatzkräften verhielt. Im gefesselten Zustand setzte der junge Mann dann seinen Weg zur Wache fort. Dort stellten die Beamten fest, dass sich der Mann in Deutschland unter zwei verschiedenen Identitäten aufhält.

Die Bundespolizei leitete anschließend ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Verstößen gegen das Waffengesetz und die Coronaschutzverordnung ein.

(Quelle/ Foto: Bundespolizei)