Freitag, 24. Mai 2024

Massenschlägerei in Essen: Großeinsatz der Polizei - Familiärer Konflikt als Auslöser - Messer und Macheten eingesetzt

Am späten Donnerstagabend, dem 23. Mai, eskalierte ein Konflikt zwischen zwei Familien auf der Vogelheimer Straße in Essen-Vogelheim und führte zu einer Massenschlägerei vor einem Ladenlokal.

Zahlreiche Personen waren in die Auseinandersetzung verwickelt, bei der auch Gegenstände wie Stühle, Messer und Macheten als Waffen benutzt wurden. Die Polizei wurde kurz vor Mitternacht alarmiert und rückte mit einer Vielzahl an Einsatzkräften zum Tatort aus. Dort fanden sie eine verletzte Person vor.

Aufgrund der großen Zahl an Beteiligten forderte die Polizei Unterstützungskräfte aus benachbarten Städten an. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass ein familiärer Konflikt der Auslöser der Auseinandersetzung gewesen sein könnte.

Die Polizei nahm die Personalien aller Anwesenden auf und setzte die Ermittlungen bis in die Nacht fort, um den genauen Hergang des Vorfalls zu klären. Eine Person kam einem Platzverweis nicht nach und wurde zur Polizeiwache gebracht.

Ob es auch Bezüge zur Clan-Kriminalität gibt, muss nun ebenfalls ermittelt werden.

(Fotos: Justin Brosch / nrw-aktuell.tv)

Donnerstag, 23. Mai 2024

Essen: Nachbarschaftsstreit eskaliert - 46-Jähriger durch Waffe verletzt

Gestern Abend (22. Mai) kam es in der Lüneburger Straße zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Nachbarn. Einer von ihnen setzte hierbei eine Schreckschusspistole ein. Sein 46-jähriger Nachbar wurde verletzt. Die Polizei ermittelt.

Gegen 22:30 Uhr gerieten ein 38-Jähriger (deutsch) und ein 46-Jähriger (libanesisch) im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses aneinander. Aus einem verbalen Streit entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung.

Im weiteren Verlauf setzte der 38-Jährige eine Schreckschusswaffe gegen seinen 46-jährigen Nachbarn ein und verletzte ihn. Die Polizei konnte beide Männer vor Ort antreffen. Der 46-Jährige wurde zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Nach den polizeilichen Maßnahmen im Polizeipräsidium Essen wurde der 38-Jährige entlassen. Die PTB-Waffe stellten die Beamten sicher. Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand der Ermittlungen.

(Quelle: Polizei Essen, Foto: Symbolbild/ nrw-aktuell.tv)

Mittwoch, 22. Mai 2024

Schrank und Campingstuhl bei Frechen auf Bahngleise gelegt - S-19 kollidiert mit Gegenständen - Erhebliche Störungen im Bahnverkehr - Glücklicherweise keine Personen- und Sachschäden - Bundespolizei sucht Zeugen

In der Ortslage Frechen-Königsdorf haben am 21. Mai Unbekannte einen Schrank sowie Campingstuhl auf die Gleise gelegt. Die Strecke wurde teilweise gesperrt, Personen- und Sachschäden blieben glücklicherweise aus. Die Bundespolizei ermittelt wegen einem "Gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr" und sucht Zeugen des Vorfalls.

Gegen 16:10 Uhr touchierte eine S-19 auf dem Weg von Aachen nach Köln die abgelegten Gegenstände. Zu Beschädigungen am Zug kam es nach ersten Erkenntnissen nicht. Der Fahrdienstleiter sperrte die Strecke und alarmierte die Bundespolizei. Die Beamten fanden vor Ort den zerstörten Schrank sowie Campingstuhl und stellten fest, dass sie scheinbar mit Absicht als Hindernis platziert wurden. Insgesamt führte der Vorfall zu Beeinträchtigungen bei 24 Zügen mit ca. 524 Verspätungsminuten. Die Tatörtlichkeit ist unweit der Aachener Straße 549 entfernt und von gut vier Meter hohen Wänden eingefasst. Der oder die Täter haben mutmaßlich über eine nahe gelegene Treppe, welche nicht öffentlich zugänglich ist, Zutritt zum Gleisbereich erlangt.

Die Bundespolizeiinspektion Köln führt die Ermittlungen und möchte wissen:

  • Wem sind Personen aufgefallen, die sich in den Dienstagnachmittagsstunden in der Nähe der Tatörtlichkeit aufgehalten und einen Schrank oder Campingstuhl transportiert haben?
  • Wem sind Fahrzeuge aufgefallen, die in der Nähe des Treppenabgangs zum Gleisbereich gehalten/geparkt haben?
  • Zeugen werden gebeten, sich unter der kostenlosen Servicehotline der Bundespolizei 0800/6 888 000 zu melden.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei darauf hin:
  • Das Betreten der Gleise ist lebensgefährlich und verboten!
  • Züge nähern sich schnell und beinahe lautlos!
  • Züge haben einen langen Bremsweg und können nicht ausweichen!
  • Das Verbringen von Gegenständen auf Gleise kann zu schweren Sach- und Personenschäden führen!
  • Personen und Gegenstände können durch die starke Sogwirkung angezogen und durch aufgewirbelte Steine getroffen und schwer verletzt werden!

(Quelle/ Foto: Bundespolizei)

Köln: Schlag gegen die italienische organisierte Kriminalität - Schusswaffe mit Munition sichergestellt

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens unter Federführung der Staatsanwaltschaft Köln gegen mehrere italienische Staatsangehörige (53, 55, 62, 67) hat eine Ermittlungsgruppe der Kripo Köln in der Nacht auf Mittwoch (22. Mai) vier Wohnanschriften in Bilderstöckchen, Niehl, Weidenpesch und Ehrenfeld sowie eine Gaststätte in Ehrenfeld durchsucht.

Bei den gegen 3 Uhr angelaufenen Maßnahmen setzten die Fahnder des Kriminalkommissariats 23 auch Rauschgiftspürhunde ein. Grundlage der Durchsuchungen sind jahrelange Ermittlungen italienischer Strafverfolgungsbehörden gegen die "Cosa Nostra" im Bereich der sizilianischen Provinz Enna und Umgebung.

Die beiden 53- und 55-jährigen Hauptbeschuldigten sollen auf Sizilien einer kriminellen Vereinigung zum Zweck des Handels mit Betäubungsmitteln, insbesondere Kokain, Haschisch und Marihuana, zwischen Deutschland und Sizilien angehören.

Zeitgleich zum Einsatz in Köln vollstreckten die italienischen Ermittlungsbehörden im Rahmen der Operation "Albana" auf Sizilien 15 Haftbefehle und 16 weitere Durchsuchungsbeschlüsse.

Die Vollstreckung der Gerichtsbeschlüsse durch Ermittler des für die Bekämpfung der internationalen organisierten Kriminalität (IOK) zuständigen KK 23 erfolgte in enger Abstimmung mit Eurojust, Europol, dem BKA sowie der deutschen und italienischen Justiz.

Die Ermittlungen werden unterstützt vom @ON-Netzwerk, finanziert von der EU Kommission und geführt von der italienischen Antimafia-Behörde (DIA). Die Einsatzmaßnahmen in Köln werden begleitet von Angehörigen der OK-Abteilung der Carabinieri Caltanissetta/Sizilien (ROS).

Die Durchsuchungskräfte stellten unter anderem schriftliche Unterlagen, Kommunikationsmittel sowie eine Schusswaffe mit Munition sicher. Die Ermittlungen dauern an.

(Quelle: Polizei Köln, Foto: Symbolbild/ nrw-aktuell.tv)

Dienstag, 21. Mai 2024

Saumäßig Glück gehabt! Schwein auf der A 3 bei Oberhausen ausgebüxt - 70 Kilogramme schweres Schwein sprang aus Anhänger

Feuerwehr und Polizei konnten am Sonntagabend (20.05.) mit vereinten Kräften ein freilaufendes Schwein auf der A 3 bei Oberhausen einfangen. Das Tier war zuvor aus einem Anhänger gesprungen und hatte sich dabei leicht an den Vorderläufen verletzt.

Ein 35-jähriger Fahrer aus Schwerte befuhr mit seinem Pkw-Anhänger-Gespann die A 3 in Fahrtrichtung Arnheim. In dem Anhänger befand sich ein circa 70 Kilogramm schweres Schwein, das plötzlich bei Oberhausen-Holten während der Fahrt durch eine Holzverlattung und die geschlossene Plane auf die Hauptfahrbahn sprang.

Das verängstigte Tier verletzte sich bei dem Sprung leicht an den Vorderläufen und lief orientierungslos über die Autobahn, bevor es sich selbstständig in eine Böschung rettete. Mit Unterstützung der Autobahnpolizei wurde das Schwein in einen Feuerwehrwagen verladen und gefahrlos von der Autobahn gebracht. Dort organisierte der Besitzer einen neuen, geeigneteren Anhänger, womit das Schwein letztendlich sicher nach Hause transportiert wurde.

Gegen den 35-jährigen wurde wegen mangelnder Ladungssicherung eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt.

(Foto/ Quelle: Polizei Düsseldorf)

Montag, 20. Mai 2024

Gewalttätige Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen in Duisburg - Drei Verletzte - Zwei noch in Lebensgefahr

Am Sonntagabend (19. Mai, 21:08 Uhr) gerieten zwei Personengruppen an der Einmündung Mercatorstraße/Königstraße in einen Streit, der in einer handgreiflichen Auseinandersetzung gipfelte.

Hierbei wurden ein Jugendlicher (16), ein Heranwachsender (21) und ein junger Mann (22) schwer verletzt. Rettungswagen brachten die Geschädigten mit Stichverletzungen in Krankenhäuser. Zwei der Verletzten befinden sich aktuell noch in Lebensgefahr.

Im Rahmen der unmittelbar eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnte die Polizei zwei Tatverdächtige (15, 18) noch am gleichen Abend vorläufig festnehmen und eine Tatwaffe sicherstellen. Beide sind libanesische Staatsangehörige.

Nach aktuellen Erkenntnissen ist von einem versuchten Tötungsdelikt auszugehen. Unter Leitung der Staatsanwaltschaft Duisburg wurde eine Mordkommission eingerichtet. Die Hintergründe und das Motiv der Tat sind Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen. Hinweise, dass es sich um Streitigkeiten im Clanmilieu handeln könnte, liegen bislang nicht vor.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg wurde der 18-jährige am Montagmittag (20. Mai, 13 Uhr) einem Haftrichter des AG Duisburg vorgeführt, der ihm den Haftbefehl wegen mehrfachen versuchten Totschlags verkündete und in Vollzug setzte.

Zeugen des Geschehens wenden sich bitte unter der Rufnummer 0203 2800 an das Kriminalkommissariat 11. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

(Quelle: Polizei Duisburg, Fotos: Michael Weber / nrw-aktuell.tv)

Dortmund: 15-jähriger bei Messerangriff schwer verletzt - Zunächst lebensbedrohliche Stichverletzung

Gestern Abend (19. Mai 2024), gegen 20:50 h, kam es in der Dortmunder-Nordstadt zwischen zwei Gruppen von Jugendlichen bzw. jungen Männern zu einer verbalen Auseinandersetzung.

Der Streit eskalierte so weit, dass ein 15-jähriger Jugendlicher aus Arnsberg zusammengeschlagen und mit einem spitzen Gegenstand mehrfach am Oberkörper verletzt wurde.

Hierbei erlitt der 15-jährige eine zunächst lebensbedrohliche Stichverletzung. Zur Zeit befindet er sich im Krankenhaus, schwebt aber aktuell nicht mehr in Lebensgefahr.

Eine Mordkommission wurde eingerichtet. Diese führt die weiteren Ermittlungen zusammen mit der Staatsanwaltschaft Dortmund.

(Quelle: Polizei Dortmund, Foto: Symbolbild/ nrw-aktuell.tv)

Samstag, 18. Mai 2024

Köln: 18 Verletzte nach illegalem Rave in Fort X - Alarmierte Rettungskräfte messen massiv erhöhte CO-Werte - Eine Person musste zur Spezialbehandlung in eine Druckkammer

In der Nacht zum Samstag (18.05.) um 01:47 Uhr wählte eine Feiernde den Notruf der Feuerwehr, da ihre Freundin plötzlich zusammengebrochen war. Durch die Leitstelle wurden ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug zu einer alten Befestigungs-/Bunkeranlage gelegenen Einsatzstelle entsandt. Bereits beim Betreten der Location löste das vom Rettungsdienstpersonal mitgeführte Kohlenmonoxid-Warngerät einen Alarm aus und zeigte einen massiv erhöhten CO-Wert in der Umgebungsluft an. Dieser Messwert bedeutet eine drohende Lebensgefahr für jeden, der sich in der entsprechenden Umgebung aufhält.

Da sich zu diesem Zeitpunkt noch ca. 50 - 100 Personen in den Räumlichkeiten aufhielten, veranlassten die vor Ort befindlichen Einsatzkräfte die unverzügliche Räumung des Objekts und meldeten die Lage an die Leitstelle zurück. Angesichts des Ausmaßes der Gefahr und der zu befürchtenden, hohen Anzahl Betroffener oder Erkrankter wurden umgehend weitere Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes, sowie der Einsatzführungsdienst und der leitende Notarzt entsandt.

Alle Feiernden, die sich beim Eintreffen des Rettungsdienstes noch vor Ort aufhielten, wurden ärztlich untersucht. In der orientierenden Untersuchung aller noch vor Ort befindlichen Personen zeigte sich, dass mehrere Teilnehmende über Symptome wie Kopfschmerzen, Unwohlsein und Schwindel klagten. Daher wurden noch vor Ort durch den Rettungsdienst Kohlenmonoxid-Messungen bei allen Anwesenden vorgenommen. Insgesamt 18 Feiernde wurden daraufhin wegen einer relevanten Kohlenmonoxid-Vergiftung zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Für einen der Betroffenen wurde der Transport zu einer Spezialbehandlung in einer Druckkammer erforderlich.

Bei der Suche nach weiteren hilfsbedürftigen Feiernden, die nach dem Eintreffen von Ordnungsamt und Polizei möglicherweise in das umliegende Gebiet geflüchtet waren oder sich verirrt haben könnten, setzte die Feuerwehr neben Fußtrupps auch eine Drohne mit Wärmebildkamera ein, fand jedoch keine weiteren Personen vor.

Eine Kohlenmonoxidvergiftung, die nicht ärztlich behandelt wird, kann zu dauerhaften Hirn- und Nervenschäden führen und kurzfristig unter Umständen gar schwer wiegende Gesundheitsstörungen wie Krampfanfälle oder Bewusstseinsstörungen verursachen.

Daher sollten sich die Teilnehmenden der Rave-Veranstaltung, die sich beim Eintreffen des Rettungsdienstes nicht mehr vor Ort aufhielten und daher nicht untersucht werden konnten, wenn sie in den kommenden Stunden oder auch Tagen Symptome wie Benommenheit, Schläfrigkeit verspüren, unbedingt in ein Krankenhaus begeben oder den Notruf 112 wählen. Das Krankenhaus oder den Rettungsdienst sollten sie darauf hinweisen, dass sie möglicherweise eine Kohlenmonoxidvergiftung haben.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 60 Einsatzkräften und 21 Fahrzeugen im Einsatz.

(Quelle: Feuerwehr Köln, Foto: Symbolbild/ nrw-aktuell.tv)