Samstag, 20. April 2019

Verkehrskontrolle eskalierte in Mülheim/Ruhr – Über 50 Männer bedrängten Polizisten – Ausfahrten der A40 wurden gesperrt

Am Freitagabend (19.04.) wollten Beamte der Polizei gegen 20:00 Uhr in Mülheim-Styrum eine reguläre Verkehrskontrolle auf der Oberhausener Straße durchführen. In Höhe des Willy-Brandt-Platzes stoppten sie einen Wagen mit insgesamt vier Insassen. Nach Angaben von Polizeisprecherin Judith Herold nahmen die eingesetzten Beamten bei dem Fahrer Alkoholgeruch wahr.

Zwecks Blutprobe wollten die eingesetzten Polizisten den Mann mit auf eine Wache nehmen. Schnell versammelten sich über 50 Personen rund um die Einsatzkräfte, hauptsächlich mit osteuropäischem Hintergrund, aus den angrenzenden Lokalitäten und Wohnungen. Die Stimmung wurde, laut der Sprecherin, zunehmend aggressiver gegenüber den Beamten, die daher Verstärkung von umliegenden Wachen bzw. Städten anfordern mussten. Neben verbalen Attacken leisteten mehrere Männer körperlichen Widerstand gegen die Polizeikräfte.

Insgesamt wurden acht Personen festgesetzt, davon drei festgenommen und zu einer Polizeiwache verbracht. Mehrere Strafanzeigen und Platzverweise wurden durch die Beamten gefertigt. Um einen möglichen Zulauf von Angehörigen und/oder Bekannten der Personengruppe(n) zu verhindern, sperrte die Polizei sämtliche Zufahrtswege zur Einsatzörtlichkeit auf der Oberhausener Straße. Dazu zählten auch Ausfahrten der angrenzenden Autobahn 40. Der Einsatz, zu dem die Ermittlungen derzeit noch laufen, dauerte über zwei Stunden an. (ReA)

(Foto: Justin Brosch)

Donnerstag, 18. April 2019

77-jähriger Mann in Bochum erheblich durch polizeilichen Schusswaffengebrauch verletzt

Am Donnerstagabend (18.04.), gegen 18:00 Uhr, kam es zu einem Schusswaffengebrauch auf einem Friedhof an der Kirchhapener Straße in Bochum. Ein Zeuge informierte die Polizei, dass er einen Mann mit einer vermutlich durchgeladenen Schusswaffe auf dem Friedhof beobachte.

Sofort alarmierte Einsatzkräfte trafen den beschriebenen Waffenträger auf dem Friedhof an. Seitens des Mannes kam es, laut einer Sprecherin der Polizei, zu einer Bedrohungshandlung gegen die eingesetzten Beamten. Zum eigenen Schutz schossen die Polizisten auf den 77-Jährigen. Der Mann wurde erheblich verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert.

Aus Neutralitätsgründen hat eine Mordkommission der Polizei Essen die Ermittlungen übernommen. Der zuständige Oberstaatsanwalt Herr Bachmann von der Staatsanwaltschaft Bochum begleitet verantwortlich die weiteren Maßnahmen. Die Ermittlungen dauern an.

(Quelle: Polizei Essen, Fotos: Justin Brosch)

Nach Brandanschlag auf AfD-Fahrzeuge: Großfund von 1.000 Hanfpflanzen in Essen

Nach dem Brandanschlag auf drei Fahrzeuge der AfD in der Nacht zu Donnerstag (18.04.), die auf dem Gelände einer früheren Flüchtlingsunterkunft auf der Münchener Straße in Essen-Holsterhausen abgestellt waren, hat der Staatsschutz seine Ermittlungen aufgenommen. Es wird von einer politisch motivierten Tat ausgegangen. Die Flammen hatten auf ein leerstehendes Gebäude übergegriffen.

Nach den Löscharbeiten entdeckte die Polizei am Donnerstagmorgen bei der Begehung zufällig eine Hanf- bzw. Cannabisplantage im Keller und im Erdgeschoss des Gebäudes. Die Ermittler sprechen in diesem Zusammenhang von einem Großfund. Im Keller wurden 1.000 nicht abgeerntete Pflanzen entdeckt, im Erdgeschoss war die Plantage bereits abgeerntet. Nun werden die polizeilichen Ermittlungen zeigen, inwieweit die AfD als Mieter oder Vermieter der Räume in Frage kommt und dann möglicherweise Kenntnis von dieser Plantage gehabt haben könnte.

Die Polizei bittet weiterhin um Zeugenhinweise, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge zur Tatzeit im Nahbereich der Münchener Straße gesehen haben. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0201/829-0 entgegen.

(Foto: Justin Brosch)

Brandanschlag auf AfD-Fahrzeuge in Essen - Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen - Polizei sucht Zeugen

In der Nacht zu Donnerstag (18.04.) kurz nach 01:00 Uhr rückte die Feuerwehr in Essen zu einem Brand an die Münchener Straße im Stadtteil Essen-Holsterhausen aus. Drei Fahrzeuge (Marke Smart) standen dort, an einem Gebäude hintereinander abgeparkt, komplett in Flammen.

Der Brand griff, trotz sofort eingeleiteter Löschmaßnahmen der Feuerwehr, auf ein angrenzendes Bürogebäude über. Mehrere dortige "Handwerker-Wohnungen" wurden durch die Feuerwehr vorsorglich geräumt. Verletzt wurde, nach ersten Angaben, niemand. Da nach Informationen von Anwohner alle Fahrzeuge mit Schriftzügen der Partei "AfD" beklebt waren, hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.

„Die Polizei geht zum jetzigen Zeitpunkt von einer politisch motivierten Tat aus, weshalb der Staatsschutz unverzüglich informiert wurde“, so Sprecherin Judith Herold von der Polizei Essen. Beamte der Kriminalpolizei sicherten bereits in der Nacht vor Ort Spuren. Konkrete Hinweise zu möglichen Tätern gebe es bislang noch nicht. Die Höhe des Gesamtschadens kann noch nicht beziffert werden.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Nahbereich der Münchener Straße gesehen oder beobachtet haben.

Hinweise nimmt die Polizei Essen unter der Telefonnummer 0201/829-0 entgegen.

(Fotos: Michael Weber)

Mittwoch, 17. April 2019

Silozug begräbt bei Verkehrsunfall in Gevelsberg Fahrzeuge unter sich

In Gevelsberg im Ennepe-Ruhr-Kreis kippte am Mittwochnachmittag (17.04.) gegen 13:30 Uhr, aus ungeklärten Gründen, ein Silozug während einer Fahrt auf die Seite. Der Auflieger krachte dabei auf einen geparkten weißen Mercedes und zerstörte diesen fast vollständig.

Die Zugmaschine stürzte dabei gleichzeitig auf einen vorbeifahrenden schwarzen Ford. Die Fahrerin wurde, nach ersten Angaben der Polizei, zum Glück nur leicht verletzt. Der Lasterfahrer soll unverletzt geblieben sein. Feuerwehr und Polizei sind zur Stunde (15:10 Uhr) noch am Unfallort an der Straße "Am Sinnerhoop" im Einsatz. Die aufwendigen Bergungsarbeiten werden wahrscheinlich noch einige Zeit andauern. Autofahrer sollten daher den Bereich weiträumig umfahren. Die Polizei hat die ersten Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. (ReA)

(Foto: Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr-Kreis)

"Das ist nur Spaß!" YouTube-Videodreh löst Großeinsatz der Polizei in Essen aus

"Maskierte und bewaffnete Männer überfallen gerade einen Kiosk! Die Räuber sind noch im Laden!" So lauteten die Alarmierungen aufgeregter Bürger am Notruf der Polizei am Dienstagnachmittag (16.04.). Knapp ein Dutzend Polizeifahrzeuge standen kurz darauf im Umfeld des Kiosk an der Frohnhauser Straße und sicherten den Bereich.

Straßenbahnen, Autos und Fußgänger konnten aus Sicherheitsgründen nicht mehr passieren. Dann stürmten zwei maskierte Personen aus dem Kiosk, in den Händen eine Schusswaffe. Beamte zielten mit ihren Waffen auf sie. Die beiden "Räuber" (16 und 17), ließen sofort die Waffe los und mussten sich mit dem Gesicht auf den Boden legen. Sie riefen aufgeregt: "Das ist nur ein Videodreh! Das ist nur Spaß!"

Weitere Männer (15 bis 48 Jahre) wurden ebenfalls festgesetzt. Zwei der Beteiligten, darunter ein 29-jähriger "YouTuber", zeigten keinerlei Verständnis für die polizeilichen Maßnahmen und verhielten sich aggressiv gegenüber der Polizei.

Eine Softairwaffe, die Maskierungen und die Kamera stellten die Beamten sicher und fertigten eine Anzeige gegen die Schauspieler, die Helfer, den Kioskbetreiber und den "YouTuber".

Bis zum Ende der Maßnahmen schienen einige der Erwachsenen nicht verstanden zu haben, in welch große Gefahr sie die beiden jugendlichen Protagonisten gebracht haben, so ein Sprecher der Polizei Essen.

(Quelle: Polizei Essen, Foto: Symbolbild)

Unbekannte Täter setzten mehrere Fahrzeuge in Grefrath in Brand - Polizei sucht Zeugen

Am frühen Mittwochmorgen (17.04.), gegen 05.00 Uhr, wurden Feuerwehr und Polizei nach Grefrath (Kreis Viersen), Gewerbepark, gerufen. Dort brannten mehrere Autos. Drei Pkw brannten vollständig aus, weitere Fahrzeuge wurden beschädigt.

Erste Ermittlungen erhärteten, laut Polizei, den Verdacht, dass die Fahrzeuge vorsätzlich angezündet wurden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die Hinweise auf mögliche Tatverdächtige geben können.

Die Brandermittler der Viersener Kriminalpolizei sind erreichbar über die zentrale Rufnummer 02162/377-0.

(Quelle: Polizei Viesen, Foto: Günter Jungmann)

SEK mit Säureschutzanzügen im Einsatz - Frau verletzt Gerichtsvollzieher in Düsseldorf

Am Mittwochmorgen (17.04.) gegen 08:40 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr zu einem Einsatz in einem Mehrfamilienhaus auf die Further Straße nach Düsseldorf-Hassels alarmiert. Nach ersten Informationen hatte sich dort eine 50-jährige Frau in ihrer Wohnung verschanzt, nachdem sie einen Gerichtsvollzieher verletzt hatte.

Zunächst war unklar, ob es sich um Verletzungen durch Säure handelte. Anwohner hatten Schüsse wahrgenommen. Wahrscheinlich stammten die Verletzungen aus einer Tränengaspistole. Wegen der unklaren Bedrohungssituation wurde ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hinzugezogen.

Die Beamten legten sich zur Sicherheit Säureschutzanzüge an. Gegen 11 Uhr erfolgte dann die Festnahme der Frau. Die Further Straße war für die Dauer des Einsatzes gesperrt. Die polizeilichen Ermittlungen zu dem Fall sind angelaufen.

(Fotos: Patrick Schüller)