Samstag, 4. Juli 2020

Planwagen-Unfall in Mülheim/Ruhr - Trecker rutschte in Böschungsgraben - Eine Person verletzt - 12 Mitfahrer blieben unverletzt

Am Samstag (04.07.) um 12:30 Uhr ereignete sich auf dem Worringer Reitweg in Mülheim ein Verkehrsunfall mit einem Trecker und einem angehängten Planwagen. Zu diesem Einsatz rückten die Kräfte der Feuerwehr Mülheim mit einem Rüstzug, Führungsfahrzeugen und Rettungsdienstfahrzeugen aus.

Als die Kräfte der Feuerwehr die Einsatzstelle erreichten wurde schnell klar, dass hier viel mehr hätte passieren können. Aus bisher ungeklärter Ursache kam der Trecker mit dem Planwagenanhänger am Wegesrand ins Rutschen und kippte in den Böschungsgraben. Bei dem Unfall verletzte sich die Fahrerin des Treckers und wurde vom Notarzt und der Rettungsdienstbesatzung versorgt.

Glücklicherweise blieb der Planwagen auf der Straße stehen und von den 12 Mitfahrern wurde keiner verletzt. Die verunfallte Fahrerin wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus nach Duisburg transportiert. Die Kräfte der Feuerwehr sicherten die Unfallstelle. Auslaufende Betriebsstoffe wurden aufgefangen und entsorgt. Die anwesende Polizei beauftragte ein Bergungsunternehmen um das Trecker-Gespann von der Straße zu bergen. Der Worringer Reitweg war für mehrere Stunden gesperrt.

(Quelle/Foto: Feuerwehr Mülheim an der Ruhr)

Viersen: Verdacht des mehrfachen und fortgesetzten sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen: Tanzlehrer in Untersuchungshaft

Ein 36-jähriger bislang unbescholtener Deutscher aus Viersen sitzt seit Freitag (03.07.) in Untersuchungshaft. Dem Inhaber einer Tanzschule in Viersen wird vorgeworfen, seit Jahren Tanzschülerinnen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren sexuell missbraucht zu haben.

Die Ermittlungen gegen den Viersener nahmen ihren Ausgang, weil ein von einem Opfer beauftragter Rechtsanwalt Strafanzeige gegen den Mann erstattete. In der Folge befragten die Ermittler mehrere (ehemalige) Tanzschülerinnen und identifizierten dabei weitere Opfer. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach hat deswegen ein Ermittlungsverfahren gegen den Viersener wegen Verdachts des (teilweise schweren) Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen und anderen Sexualstraftaten eingeleitet. Da nach bisherigem Ermittlungsstand Wiederholungsgefahr besteht, erließ der Haftrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl. Der Beschuldigte befindet sich derweil in Untersuchungshaft.

Opferzahl möglicherweise noch höher

Bislang sind sechs Mädchen aus dem Kreis Viersen bekannt, die Opfer des Mannes wurden. Weitere Befragungen stehen an, so dass sich die Opferzahl möglicherweise noch erhöhen könnte. Die Ermittler haben konkrete Hinweise auf weitere Opfer. Die bislang befragten Mädchen gaben in ihren Vernehmungen an, dass der Tanzlehrer zunächst ein enges Vertrauensverhältnis zu ihnen aufgebaut habe, bevor er sie zu sexuellen Handlungen an sich selbst aufforderte. In einigen Fällen, so der Vorwurf, habe er auch sexuelle Handlungen an den Mädchen vorgenommen. Die Ermittlungen dauern noch an.

(Quelle: Kreispolizeibehörde Viersen, Foto: Symbolbild)

Freitag, 3. Juli 2020

Tödlicher Verkehrsunfall am Stauende auf der A61 bei Bedburg - Lkw-Fahrer ausgestiegen und vom nachfolgenden Sattelzug erfasst - Sattelzug komplett ausgebrannt

Bei einem Auffahrunfall mit drei beteiligten Lastwagen auf der Bundesautobahn 61 ist am Freitagnachmittag (3. Juli) ein noch nicht identifizierter Lkw-Fahrer ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen soll der tödlich verunglückte Lkw-Fahrer gegen 15.45 Uhr wegen eines Staus an der Baustelle bei Bedburg mit seiner "Zugmaschine ohne Auflieger" hinter einem Sattelzug (Fahrer 60) gestanden haben. Der Fahrer (53) eines Sattelzuges touchierte die Zugmaschine hinten links und kam an der Betonschrammwand zum Stehen. Sein Fahrzeug ging in Flammen auf.

Der noch nicht identifizierte Lkw-Fahrer soll nach Zeugenaussagen aus seinem Führerhaus ausgestiegen und von dem auffahrenden Sattelzug erfasst worden sein. Die A 61 ist auch in der Gegenrichtung gesperrt. Grund ist Löschschaum auf der Fahrbahn. Derzeit ist noch nicht absehbar, wie lange die Sperrungen bestehen bleiben. Das Verkehrsunfallaufnahmeteam sichert die Spuren am Unfallort.

(Quelle: Polizei Köln, Foto: Vincent Kempf)

Zwei Geldautomaten gesprengt in Ratingen – Fahndungsmaßnahmen laufen auf Hochtouren – Polizeihubschrauber im Einsatz

Am Freitag (03.07.) kam es auf Ratinger Gebiet zu zwei Geldautomatensprengungen. Um 02.27 Uhr wurde die Polizei informiert, weil Zeugen an der Straße “An der Hoffnung” im Ortsteil Breitscheid, einen Blitzeinbruch in einem Verbrauchermarkt beobachtet hatten. Wahrscheinlich insgesamt drei bislang noch unbekannte Straftäter hatten sich dort durch einen aufgeschnittenen Metallzaun Zugang zum umzäunten Betriebsgelände des Marktes verschafft und waren mit einem weißen Kleintransporter Mercedes Sprinter rückwärts in den verschlossenen Haupteingang bis ins Foyer gefahren.

Dort wurde ein Geldausgabeautomat zerstört, eventuell sogar mit dem Sprinter aus seinen Verankerungen gerissen. Mit Beute in aktuell noch unbekannter Höhe verschwanden die Männer danach mit ihrem Fahrzeug über die Kölner Straße in unbekannte Richtung. Die drei Täter werden als jugendlich wirkende junge Männer beschrieben, von denen zwei etwa 170 cm groß und auffallend schlank waren, dunkle Kleidung und Kapuzen trugen. Der Fahrer des Sprinters konnte bisher nicht genauer beschrieben werden

Um 03.19 Uhr kam es dann zur Sprengung eines Geldausgabeautomaten an der Erfurter Straße in Ratingen-West. Der in Höhe des Hauses Nr. 39 freistehend aufgestellte Automat, wurde offenbar mit Hilfe einer Gasexplosion zerstört. Hierbei wurde nicht nur der Automat, sondern auch die Außenfassade des benachbarten, nicht bewohnten Ärztehauses sowie dort befindlicher Geschäftsräume stark beschädigt. Zeugen hatten drei noch unbekannte, alle dunkel bekleidete, jung wirkende Männer gesehen, die nach der Explosion auf BMX-Fahrräder vom Tatort flüchteten. Diese sollen sich untereinander mit ausländisch klingender Sprache verständigt haben und über die Berliner Straße in Richtung Am Sandbach geflüchtet sein.

Welche Beute die flüchtigen Straftäter in Ratingen-West machten und wie hoch der entstandene Sachschaden ist, kann aktuell noch nicht genauer beziffert werden. Am Tatort zurückgelassene Tatwerkzeuge, darunter auch die zum Einsatz gekommenen Gasflaschen und -schläuche wurden für kriminaltechnische Untersuchungen spurenschonend sichergestellt.

Unklar ist zur Zeit noch, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen besteht. Es wurden jeweils eigene Strafverfahren eingeleitet. Die Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen, an denen auch das LKA (EK Heat) beteiligt wird, dauern aktuell noch an. Hierbei hofft die Polizei dringend auf weitere Zeugen und Unterstützung aus der Bevölkerung. Sachdienliche Hinweise zu Tätern, Tatfahrzeugen oder verdächtigen Beobachtungen an den beiden Tatorten, nimmt die Polizei in Ratingen, Telefon 02102 / 9981-6210, jederzeit entgegen.(jh)

(Fotos: Kreispolizeibehörde Mettmann)

Teddybär mit Gold im Bauch - Zoll am Flughafen Düsseldorf findet Goldarmreif in Stofftier

Einen Goldarmreif im Wert von über 1.100 EUR fanden Zöllner am Düsseldorfer Flughafen Ende Juni bei einem Reisenden aus der Türkei. Der 43-jährige Mann aus Wesseling, wählte beim Zoll den "grünen Ausgang" für anmeldefreie Waren. Als die Zöllner das Reisegepäck des Beschuldigten daraufhin kontrollierten, fanden sie, neben 400 Stück Zigaretten (200 über der Freimenge), einen Stoffbären mit einer auffällig dicken Naht auf der Rückseite.

Da bereits durch bloßes Abtasten ein Gegenstand im Bauch des Stofftieres erfühlt werden konnte, baten die Zöllner den Reisenden die Naht zu öffnen. Dieser weigerte sich jedoch vehement mit der Begründung, dass der Bär ein Geschenk seiner verstorbenen Mutter sei. Nachdem die Zöllner die Naht schließlich selbst auftrennten, war dann auch klar, warum der Reisende sich geweigert hatte: Im Bauch des Stofftieres befand sich ein Goldarmreif im Wert von über 1.100 Euro. Wie der in das Stofftier gelangt ist, konnte der Mann nicht erklären.

Die Zöllner leiteten noch vor Ort ein Strafverfahren wegen des Verdachts der versuchten Steuerhinterziehung gegen den Reisenden ein. Die Zigaretten, der Goldarmreif und der Bär wurden sichergestellt.

(Quelle/ Fotos: Hauptzollamt Düsseldorf)

Donnerstag, 2. Juli 2020

Essen: Einbrecher versteckte sich in Mülltonne vor der Polizei - Keine Chance gegen den Hubschrauber mit Wärmebildkamera

Am Donnerstag (02.07.) gegen 02:45 Uhr, alarmierte eine Zeugin in Essen die Polizei, weil sie in einer Arztpraxis an der Rüttenscheider Straße eine Person sehen konnte. Da es sich vermutlich um einen Einbruch in die Praxis handelte, schickte die Einsatzleitstelle mehrere Streifenwagen zu der Adresse.

Auch ein Polizeihubschrauber, der sich wegen eines anderen Einsatzes in der Nähe befand, wurde nach Rüttenscheid geschickt. Während Polizeibeamte das Haus zunächst von außen absuchten, machte eine Zeugin die Polizisten darauf aufmerksam, dass soeben ein schwarz gekleideter Mann aus einem Fenster geklettert und in Richtung Emmastraße geflohen sei.

Mithilfe der Wärmebildkamera des Polizeihubschraubers konnte daraufhin in einem nahegelegen Hof ein Verdächtiger festgestellt werden. Der 58-jährige mutmaßliche Einbrecher versteckte sich in einer Papiermülltonne. Bei ihm und in der Mülltonne fanden die Beamten verschiedene Einbruchswerkzeuge sowie eine Sturmhaube. Der 58-Jährige wurde daraufhin vorläufig festgenommen. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des besonders schweren Diebstahls ermittelt.

(Quelle/Foto: Polizei Essen)

Durchsuchungen in vier NRW-Städten: Internationaler Schlag gegen Schleuserbande mit mehreren Festnahmen durch die Bundespolizei

Der deutschen Bundespolizei und der österreichischen Polizei ist am Donnerstag (02.07.) ein Schlag gegen eine international agierende Schleuserbande gelungen. Bei mehreren gleichzeitig stattgefundenen Wohnungsdurchsuchungen in in Oberhausen, Gelsenkirchen, Herne und Dorsten nahmen die Beamten in Deutschland und in Österreich vier dringend Verdächtige fest und stellten Beweismaterial sicher.

Festgenommen wurden dabei drei dringend tatverdächtige Schleuser syrischer und irakischer Nationalität. Gleichzeitig erfolgten drei Wohnungsdurchsuchungen und die Festnahme eines weiteren dringend tatverdächtigen Schleusers im Großraum Graz (Österreich) durch Spezialkräfte.

Die Bundespolizeiinspektion Passau ermittelt seit Oktober 2019 wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern. Ursächlich für dieses Ermittlungsverfahren war die Festnahme eines Schleusers, als dieser vier irakische und einen iranischen Staatsbürger im Bereich Obernberg (Landkreis Passau) illegal von Österreich nach Deutschland verbrachte.

Auf "Balkanroute" nach Deutschland eingeschleust

Im Zuge der folgenden umfangreichen Ermittlungen konnte die Bundespolizei in enger Zusammenarbeit mit Ermittlungsbehörden in Österreich und Deutschland weitere Tatbeteiligte ermitteln. Den Festgenommen wird vorgeworfen, sichtvermerkspflichtige Drittstaatsangehörige auf der sogenannten Balkanroute nach Österreich und Deutschland eingeschleust zu haben. Nach derzeitigem Ermittlungsstand muss von einer gewerblichen und bandenmäßigen Struktur der Schleuserorganisation ausgegangen werden. Bei den Durchsuchungen kamen insgesamt etwa 150 Polizeibeamte der Bundespolizei und des Landeskriminalamtes Steiermark zum Einsatz.

(Quelle/Foto: Bundespolizeidirektion München)

18-Jähriger sticht auf zwei Personen in Soest ein - 41-jähriger Mann stirbt - Tatverdächtiger festgenommen

Ein 41-Jähriger aus Wetter (Ennepe-Ruhr-Kreis) ist am Mittwochnachmittag (01.07.) in Soest durch mehrere Messerstiche tödlich verletzt worden. Die Polizei konnte einen 18-jährigen Tatverdächtigen festnehmen.

Ersten Ermittlungen zufolge ereignete sich die Tat gegen 16:30 Uhr in einem Wohnhaus an der Burgundischen Straße. Offenbar mit einem Messer stach der Verdächtige demnach auf den 65-jährigen Bewohner des Hauses sowie auf den ebenfalls anwesenden 41-Jährigen ein. Anschließend flüchtete der 18-Jährige zu Fuß vom Tatort. Nach intensiven Fahndungsmaßnahmen konnte er im Bereich der Werler Landstraße festgenommen werden.

Die beiden schwer verletzten Personen wurden noch am Tatort notärztlich versorgt und in umliegende Krankenhäuser gefahren. Der 41-Jährige starb dort wenig später auf Grund der Schwere der zugefügten Verletzungen. Der 18-Jährige soll am heutigen Donnerstag (02.07.) einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Dortmunder Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.

(Quelle: Polizei Dortmund, Foto: Symbolbild)