Dienstag, 4. Oktober 2022

Großeinsatz in Herten: Verdacht auf gefährliche Chemikalien - Mehrfamilienhaus evakuiert - Tatverdächtiger festgenommen - Spezialisten durchsuchen Gebäude und Wohnung

Die Polizei war zusammen mit der Feuerwehr am Dienstag (04.10.) an der Augustastraße in Herten (Kreis Recklinghausen) im Einsatz. Die Einsatzkräfte hatten zuvor Hinweise darüber erlangt, dass möglicherweise in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit sechs Parteien gefährliche Stoffe gelagert werden oder dort mit solchen Stoffen umgegangen wird.

Der Wohnungsinhaber konnte bereits am Nachmittag in Polizeigewahrsam genommen werden. Zur Klärung des Sachverhaltes und zur Vermeidung von Gefahren für die Bevölkerung haben Spezialisten der Feuerwehr und weitere Experten der Polizei aus Essen das Wohngebäude und die Wohnung begutachten. Für diese Maßnahme wurden die Bewohner des Wohnhauses evakuiert. Der Bereich wurde abgesperrt.

Die Experten der Feuerwehr hatten ihre Arbeit in der Wohnung an der Augustastraße in Herten um 18:30 Uhr abgeschlossen. Bei der Inaugenscheinnahme der Räume haben sich keine Anhaltspunkte auf die Lagerung gefährlicher Stoffe oder den Umgang mit diesen ergeben.

Polizisten durchsuchen die Wohnung nach weiteren Anhaltspunkten auf mögliche Straftaten. Zudem wird das Mehrfamilienhaus auf weitere dem in Gewahrsam genommenen Mann zugeordneten Räume abgesucht.

Des Weiteren dauern die kriminalpolizeilichen Ermittlungen gegen den Mieter der Wohnung an.

(Quelle: Polizei Münster, Fotos: Justin Brosch/ nrw-aktuell.tv)

Neuss: Jugendliche (15-16 Jahre) liefern sich Verfolgungsfahrt mit der Polizei - Zum Teil mit über 200 Km/h

Am Dienstagmorgen (04.10.), kurz nach Mitternacht, beabsichtige die Polizei ein Fahrzeug im Bereich der Oberstraße in Neuss anzuhalten. Der Fahrzeugführer missachtete die Anhaltezeichen der Polizei und fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit davon.

Auf seiner Flucht beging er mehrere Verkehrsverstöße. So stieß er unter anderem mit einem abgestellten Fahrrad zusammen und fuhr bei Rotlicht über Kreuzungen. Seine Fahrt ging in Richtung der Bundesautobahn A57, auf welcher er seine Fahrt mit zum Teil über 200 Km/h in Richtung Köln fortsetzte.

An der Ausfahrt Dormagen verließ er die A57 und fuhr auf der L380 weiter in Richtung Dormagen Nievenheim. Auf einem angrenzenden Wirtschaftsweg, welcher in Richtung der dortigen Gesamtschule führte, kollidierte das Fahrzeug letztlich mit einem Erdwall und einem verfolgenden Streifenwagen.

Das Fahrzeug wurde beschädigt. Die Insassen konnten von der Polizei unverletzt festgenommen werden. Es stelle sich heraus, dass es sich bei den Insassen um Jugendliche im Alter von 15 bzw. 16 Jahren handelte. Die Jugendlichen wurden auf einer Polizeiwache den Erziehungsberechtigten übergeben.

Wie die Jugendlichen in den Besitz des Fahrzeugs, einen Mietwagen, gelangten ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Der Fahrzeugführer wird sich nun für das Fahren ohne Fahrerlaubnis, Straßenverkehrsgefährdung und diverse Ordnungswidrigkeiten verantworten müssen. Das Verkehrskommissariat in Neuss hat die Ermittlungen übernommen.

(Quelle/Foto: Polizei Neuss)

Essen: Strohmiete in Vollbrand - Schwierige Löschwasserversorgung - Mehrstündiger Einsatz für Feuerwehr und THW

Kurz nach Mitternacht (04.10.) wurde die Feuerwehr Essen zu einer unklaren Feuermeldung nach Essen-Bedingrade alarmiert. Die ersten Kräfte sahen einen Feuerschein auf einem Feld, unmittelbar hinter einem Reiterhof.

Da zu Anfang nicht genau ersichtlich war, wie die Einsatzkräfte zu dem Brand gelangen, wurden weitere Kräfte nachalarmiert. Über den Reiterhof gelangten die Einsatzkräfte dann zum Einsatzort. Es brannten übereinandergestapelte Rundstrohballen auf einer Grundfläche von rund 200 Quadratmetern in voller Ausdehnung.

Der Brand drohte bereits auf den unmittelbar angrenzenden Baumbestand überzugreifen. Umgehend wurde eine Riegelstellung mit mehreren Hohlstrahlrohren aufgebaut, um ein Übergreifen des Brandes zu verhindern. Um den Löschwasserbedarf sicherzustellen, musste eine Wasserversorgung über mehrere Hundert Meter bis zur Einsatzstelle verlegt werden.

Bis die Schlauchleitung verlegt war, konnten die Einsatzkräfte einen auf dem Reiterhof vorhandenen unterirdischen Löschwasserbehälter mit rund 20000 Litern Wasser zur Brandbekämpfung nutzen. Um den Brand gezielt zu löschen, wurde ein Bagger des Technischen Hilfswerk (THW) zur Einsatzstelle alarmiert.

Nach rund sechs Stunden war der Brand gelöscht. Gegen 9:00 Uhr erfolgt eine Brandnachschau. Die Brandursache wird durch die Polizei ermittelt. Die Feuerwehr Essen war mit einem Löschzug, einem Rettungswagen, der Freiwilligen Feuerwehr Essen-Borbeck und einem Bagger des THW für rund sechs Stunden im Einsatz.

(Quelle: Feuerwehr Essen, Foto: Justin Brosch / nrw-aktuell.tv)

Montag, 3. Oktober 2022

Duisburg: Geldautomat der Volksbank gesprengt - Täter flüchten auf Motorroller

Am frühen Montagmorgen (03.10.) haben Anwohner gegen 2.25 Uhr zwei maskierte Personen dabei beobachtet, wie die Eingangstür der Volksbank an der Pollerbruchstraße aufgehebelt wurde.

Dann vernahmen die Zeugen nur Sekunden später ein Explosionsgeräusch aus der Bank. Die Täter flüchteten als Duo mit dem Roller Richtung Duisburg-Walsum. Durch die Wucht der Explosion wurden sowohl der Innenraum als auch die Fassade der Bank stark beschädigt. Es entstand sehr hoher Sachschaden in noch unbekannter Höhe. Der Geldautomat befindet sich im Erdgeschoss eines Wohn- und Geschäftshauses.

Zurzeit ist noch nicht offiziell bekannt, ob sie Beute machen konnten. Der Tatort wurde im Rahmen der Spurensicherung weiträumig abgesperrt. Verletzt wurde bei der Sprengung niemand. Die Fahndung nach den Geldautomatensprengern läuft auf Hochtouren.(Jb)

(Foto: Symbolbild / nrw-aktuell.tv)

Essen: Schlägerei zwischen zwei Fanlagern am Hauptbahnhof Essen - Rund 50 Personen beteiligt - Zwei Bundespolizisten verletzt

Am Sonntag (02.10.2022) gegen 21 Uhr erhielt die Leitstelle der Polizei Essen Kenntnis von einer Schlägerei am Hauptbahnhof Essen, an der in der Spitze ca. 50 Personen beteiligt gewesen sein sollen. Bei den mutmaßlichen Schlägern soll es sich nach ersten Erkenntnissen um Personen aus den Fanlagern von Rot-Weiss Essen und Schalke 04 handeln.

Als Bundespolizisten in die Auseinandersetzung eingriffen, wurden sie ebenfalls attackiert. Zwei Beamte wurden hierbei leicht verletzt.

Die Polizei Essen unterstützte die Kollegen der Bundespolizei mit einem hohen Kräfteansatz. Im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen konnten mehrere Personen angetroffen und kontrolliert werden. Es wurden mehrere Platzverweise erteilt. 16 Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Die Hintergründe zu der Auseinandersetzung sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

(Quelle: Polizei Essen, Foto: Symbolbild/ nrw-aktuell.tv)

Freitag, 30. September 2022

Schlag gegen Zigarettenhehler im Ruhrgebiet - fast 180.000 Stück Zigaretten, 192 Liter Wodka, Waffen, Bargeld und Haschisch sichergestellt - Tabakspürhund "Joep" erfolgreich

Seit März 2022 führt das Zollfahndungsamt Essen, Dienstsitz Münster, im Auftrag der Staatsanwaltschaft Essen Ermittlungen gegen mehrere Beschuldigte wegen des Verdachtes der gewerbsmäßigen Steuerhehlerei mit unversteuerten Zigaretten. Der 49-jährige Hauptverdächtige soll gemeinsam mit seiner ebenfalls beschuldigten Ehefrau und 74-jährigen Mutter sowie einem 37-jährigen beschuldigten Oberhausener unversteuerte Zigaretten erworben und anschließend im gesamten Ruhrgebiet gewinnbringend weiterverkauft haben.

Am 20. September 2022 durchsuchten die Zollfahnder aus Essen zwei Objekte der Beschuldigten in Bottrop und Oberhausen sowie die Wohnanschrift eines 41-jährigen verdächtigen Großabnehmer von unversteuerten Zigaretten in Duisburg. In der Wohnung des 49-jährigen Bottropers wurden 150.000 Stück unversteuerte Zigaretten unterschiedlichster Marken, eine Schusswaffe samt Munition, ein Messer, ein Elektroschocker, 192 Liter unversteuerter russischer Wodka, 50 g Haschisch, über 3.000 Euro Bargeld sowie weitere elektronische Beweismittel sichergestellt.

Bei dem 41-jährigen Großabnehmer wurden in Duisburg 14.000 Stück unversteuerte Markenzigaretten und bei seiner 71-jährigen, ebenfalls beschuldigten, Schwiegermutter 1.400 Stück unversteuerte Markenzigaretten sichergestellt. Eine anschließende Auswertung der Maßnahmen ergab, dass der 37-jährige Oberhausener seine unversteuerten Zigaretten nicht mehr in seinem Kellerraum, sondern in Kellerräumen anderer Mieter lagere.

Daraufhin suchten am 27. September 2022 die Fahnder des Zollfahndungsamtes Essen mit dem dafür angeforderten Tabakspürhund "Joep" des Hauptzollamtes Köln die Kelleretage des Mehrfamilienhauses in Oberhausen ab. Zollhund "Joep", ein dreieinhalbjähriger Malinois, nahm Witterung auf und zeigte schnell bei zwei Kellerräumen deutlich an.

Mit Durchsuchungsanordnung des Amtsgerichtes Essen wurden nun die zwei Kellerräume durchsucht und 12.360 Stück unversteuerter Zigaretten gefunden und sichergestellt.

Der Gesamtsteuerschaden des Ermittlungsverfahrens beläuft sich auf etwa 190.000 Euro. Die Ermittlungen werden durch das Zollfahndungsamt Essen, Dienstsitz Münster, im Auftrag der Staatsanwaltschaft Essen weitergeführt.

(Quelle/ Fotos: Zollfahndungsamt Essen)

Essen: 16-Jähriger auf Waldweg angeschossen - 36-Jähriger nach Ermittlungen der Mordkommission festgenommen

Am 20. September gegen 23:15 Uhr war ein 16-Jähriger auf einem Waldweg, der parallel zur Haus-Berge-Straße in Essen verläuft, zu Fuß unterwegs. Auf dem Abschnitt zwischen Hafenstraße und Friedrich-Lange-Straße wurde er von einem Unbekannten verfolgt, der ihn unter Vorhalt einer Waffe aufforderte, ihm sein Geld zu geben. Als der Jugendliche flüchten wollte, schoss der Unbekannte auf ihn und verletzte den Jugendlichen schwer.

Der Täter flüchtete anschließend ohne Beute fußläufig Richtung Friedrich-Lange-Straße. Der 16-Jährige wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Eine Fahndung verlief negativ. Bei der Tatwaffe handelt es sich vermutlich um eine PTB-Waffe.

Eine Mordkommission wurde eingerichtet. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags.

Die Ermittlungen führten zu einem Tatverdächtigen, der am 27. September festgenommen wurde. Es handelt sich dabei um einen 36-jährigen Syrer, der bereits zuvor polizeilich in Erscheinung getreten ist. Er befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.

(Quelle: Polizei Essen, Foto: Symbolbild/ nrw-aktuell.tv)

Donnerstag, 29. September 2022

Hagen: Zweijähriges Mädchen stürzt aus Fenster im vierten Obergeschoss - Rettungshubschrauber im Einsatz

Am Donnerstag (29.09.) gegen 13:00 Uhr ereignete sich in der Hagener Innenstadt ein tragisches Unglück. Ein zweijähriges Mädchen stürzte aus einem Fenster im vierten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses am Elbersufer und verletzte sich dabei lebensbedrohlich. Ersten Ermittlungen zufolge spielte das Mädchen vermutlich auf einem Bett in der Wohnung am Elbersufer. Dieses Bett stand unmittelbar neben dem Fenster, welches das Kind eigenständig öffnete und ohne Fremdeinwirkung daraus stürzte.

Ein Rettungshubschrauber landete auf der Kreuzung Märkischer Ring/Rathausstraße. Die Zweijährige wurde nach rettungsdienstlicher Erstversorgung in eine Spezialklinik nach Essen geflogen. Für die Dauer des Einsatzes sperrten Polizeibeamte den Märkischen Ring im Bereich der Rathausstraße.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen.

(Foto: Frank Bauermann/ nrw-aktuell.tv)