Samstag, 17. April 2021

Fälle von Tierquälerei in Krefeld: Mehrere Igel angezündet - Polizei ermittelt und bittet um Hinweise von Zeugen

An der Max-Planck-Straße im Krefelder Stadtteil Uerdingen sind nach Angaben der Polizei mindestens zwei Igel angezündet worden. Eine Zeugin hatte eines der Tiere mit Brandverletzungen am Mittwochabend (14.04.) gegen 21:00 Uhr am Wegrand gefunden. Zwei Wochen zuvor hatte die Zeugin an dieser Stelle schon einmal einen Igel mit Brandverletzungen aufgelesen.

Die beiden verletzten Tiere werden derzeit in einer Igelstation behandelt und gepflegt. Ein Sprecher der Polizei: "Wir würden uns gern mit den Tätern unterhalten."

Die Behörde ermittelt und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung: Wer hat etwas gesehen und kann Informationen zu möglichen Tatverdächtigen geben? Hinweise bitte telefonisch an die Polizei Krefeld unter Tel.: 02151-6340 oder via E-Mail an hinweise.krefeld@polizei.nrw.de.

(Quelle/Foto: Polizei Krefeld)

Freitag, 16. April 2021

"Das ist der Falsche"! Versuchter Raub mit Stichwaffe auf 13-jährigen Bochumer - Polizei sucht Zeugen

Nach derzeitigem Stand joggte am gestrigen Donnerstagabend, 15. April, ein 13-jähriger Bochumer gegen 18.45 Uhr die Straße Donnerbecke, in Bochum-Linden, in Richtung Hattingen entlang. Im Bereich der Kleingartenanlage "Donnerbecke" wurde der Jugendliche von einer vierköpfigen Gruppe Jugendlicher attackiert. Mit einer Stichwaffe und den Worten "Wo ist das Geld" bedrohten sie den 13-Jährigen und verletzten ihn dabei. Als die Täter bemerkten, dass der junge Mann offenbar "der Falsche" war, ließ die Gruppe von ihm ab und flüchtete über den dortigen Waldweg in Richtung Wald.

Der 13-Jährige erlitt oberflächliche Schnittwunden und begab sich in Begleitung eines Angehörigen selbstständig in ein naheliegendes Krankenhaus.

Die vier männlichen Angreifer jugendlichen Alters werden wie folgt beschrieben: Alle trugen dunkle Kleidung und ein dunkles Tuch als Mund-Nasen-Bedeckung. Einer der vier Tatverdächtigen trug eine Wollmütze, die anderen drei eine schwarze Basecap. Einer der Männer trug eine Stichwaffe mit sich. Alle vier sprachen akzentfreies Deutsch.

Das Bochumer Kriminalkommissariat 34 hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet unter der Rufnummer 0234 909-8405 (-4441 außerhalb der Geschäftszeiten) um sachdienliche Hinweise.

(Quelle: Polizei Bochum, Foto: Symbolbild)

Neuss: Abi-Motto "Mafia" endet mit Polizeieinsatz – 20-Jähriger trug täuschend echt wirkende Softairpistole bei sich

Die Polizei erhielt am Donnerstagvormittag (15.04.) den Anruf einer besorgten Bürgerin, die angab, dass sich an der Further Straße ein Mann mit einer Schusswaffe aufhalte. Umgehend fuhr ein Streifenwagen zur Einsatzörtlichkeit und traf auf den beschriebenen jungen Mann. Schnell gelang es Beamten der Polizeiwache Neuss, den Beschriebenen widerstandslos zu "entwaffnen". Die Pistole stellten die Einsatzkräfte sicher.

Der junge Mann musste vorerst die Beamten zur Wache begleiten. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der Waffe um eine Softairpistole handelte, die einer echten Schusswaffe täuschend ähnlich sieht. Der 20-Jährige gab an, dass er im Rahmen der Mottowoche seiner Schule für das Thema "Mafia" die Waffe mit sich führte. Die Ordnungshüter klärten ihn auf, dass alleine das Mitführen einer solchen Waffe in der Öffentlichkeit nach dem Waffengesetz verboten ist. Den Abiturienten erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren.

Die Polizei muss bei solchen Einsätzen zunächst davon ausgehen, dass es sich um echte und somit gefährliche Waffen handelt. Zum Eigenschutz und zum Schutz der Bevölkerung müssen Beamte entsprechend reagieren. So kann aus dem verbotenen, "spielerischen" Umgang schnell tödlicher Ernst werden. Anscheinswaffen sind Schusswaffen, die ihrer äußeren Form nach im Gesamterscheinungsbild wie Feuerwaffen aussehen und bei denen zum Antrieb der Geschosse keine heißen Gase verwendet werden. Diese Anscheinswaffen dürfen nicht in der Öffentlichkeit geführt werden. Ein Verstoß gegen dieses Verbot stellt eine Ordnungswidrigkeit nach dem Waffengesetz dar.

(Quelle/ Foto: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss)

Polizeibeamter schießt auf Schwertangreifer in Hilden - 31-Jährigen mit gezielten Schuss ins Bein gestoppt – Mordkommission ermittelt

Am Donnerstagabend (15.04.2021) gegen 21:10 Uhr wurde die Polizei alarmiert, weil auf einer Parkbank im Hildener Stadtpark ein Mann mit einem Schwert sitzen sollte. Als die Polizeibeamten vor Ort eintrafen, konnten sie den in Rede stehenden Mann tatsächlich auf einer der Bänke antreffen. Die Polizisten forderten den Mann auf, das Schwert abzulegen. Dieser Aufforderung soll der Mann jedoch nicht nachgekommen sein - vielmehr habe er sich nun von der Bank erhoben, ehe er auf die Polizisten zuging. Diese versuchten nun, den Mann mittels Pfefferspray zu stoppen, woraufhin dieser jedoch nicht reagierte.

Der Mann soll nun weiter mit dem Schwert auf die Polizisten zugegangen sein, woraufhin einer der Beamten ultimativ von seiner Schusswaffe Gebrauch machte und dem Mann gezielt in den Oberschenkel schoss.

Anschließend leisteten die Polizeibeamten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe bei dem Verletzten, ehe dieser mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht wurde. Nach Angaben des Notarztes bestand keine Lebensgefahr - die Polizeibeamten wurden nicht verletzt.

Bei der anschließenden Kontrolle der Personalien des Mannes stellte sich heraus, dass es sich bei ihm um einen 31-jährigen Hildener handelte. Ob sich der Mann in einer psychischen Ausnahmesituation befand, ist wie die weiteren Hintergründe zu dem Vorfall aktuell noch Gegenstand der Ermittlungen, die von einer Mordkommission unter der Leitung des Polizeipräsidiums Düsseldorf übernommen wurden.

(Quelle: Kreispolizeibehörde Mettmann, Foto: Patrick Schüller)

Nettetal: Totalschaden - Brand eines Tesla hält Feuerwehr in Atem - Flammen drohten auf Wohnhaus überzugreifen

In der Nacht zu Freitag (16.04.) gegen 01:17 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr zur einem Brand in den Stadtteil Hinsbeck alarmiert. Dort brannte ein Elektrofahrzeug der Marke Tesla vor der Garage eines Wohnhauses.

Nachdem die Feuerwehr den Wagen zunächst gelöscht hatte, entzündete sich der Tesla erneut. Die Flammen drohten auf das Gebäude überzugreifen. Da Fahrzeug- und Hausbesitzer sich vermutlich im Urlaub befanden und Löschwasser in den Keller lief, mussten sich die Einsatzkräfte gewaltsam Zutritt zum Haus verschaffen, um Schlimmeres zu verhindern.

An dem Tesla entstand Totalschaden. Die Brandursache ist zur Zeit noch nicht geklärt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Feuerwehr war mit 39 Einsatzkräften vor Ort. In der letzten Zeit werden die Feuerwehren immer häufiger mit Bränden an Elektrofahrzeugen konfrontiert, bei denen sich Akkus nachentzünden. Diese Fahrzeuge können nicht einfach abgeschleppt oder verladen werden, sondern müssen 24 Stunden in einem Spezialcontainer "gebadet" werden, um den Akku komplett herunterzukühlen.(jh)

(Foto: Günter Jungmann)

Donnerstag, 15. April 2021

Razzia in NRW - Innenministerium verbietet Bandidos Hohenlimburg/Witten und Los Compadres Hagen - 28 Objekte durchsucht

Das Innenministerium hat heute den Rockerverein "Bandidos Motorcycleclub Hohenlimburg/Witten" und seine Teilorganisation "Los Compadres Hagen" verboten und aufgelöst. Der Grund für das Verbot: Die Mitglieder der Rockergruppierungen stehen im Verdacht, schwere Straftaten verübt und eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben.

Um 6.00 Uhr morgens am 15. April haben Einsatzkräfte der Polizei Nordrhein-Westfalen begonnen, 28 Objekte in Dortmund, Hagen und im Märkischen Kreis zu durchsuchen und überbrachten zeitgleich das Vereinsverbot. Das Verbot richtet sich gegen 28 Mitglieder des Vereins "Bandidos Motorcycleclub Hohenlimburg/Witten" und seiner Teilorganisation "Los Compadres Hagen".

Geleitet wurde der Einsatz vom Polizeipräsidium Dortmund. 488 Polizistinnen und Polizisten waren im Einsatz, darunter Kräfte der Spezialeinheiten und der Bereitschaftspolizei. Sie beschlagnahmten das Vereinsvermögen. Sichergestellt wurden bisher unter anderem mehrere Motorräder, Kutten und geringe Mengen Betäubungsmittel. Das Verbot ist Bestandteil der konsequenten Null-Toleranz-Strategie von Innenminister Herbert Reul.

(Quelle: Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, Foto: Symbolbild)

Oberhausen: Mehrere Verletzte nach gewalttätiger Auseinandersetzung im Altenberger Park - zwei Personen erleiden Schussverletzungen

Nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung gestern Abend (Mittwoch, 14. April), bei der mindestens drei Personen zum Teil lebensgefährlich verletzt wurden, ermittelt nun die Essener Mordkommission mit Unterstützung der Kriminalpolizei aus Oberhausen. Gegen 18:50 Uhr meldeten Passanten zunächst einen Streit auf dem Gelände des Altenberger Parks in Oberhausen zwischen einer großen Gruppe von Personen. Im Verlauf des Streits sollen mehrere Knallgeräusche vernommen worden und mehrere Personen vom Ort des Geschehens geflüchtet sein.

Die Einsatzleitstelle der Polizei entsendete eine Vielzahl von Streifenwagen zum Altenberger Park. Dort entdeckten die Beamten einen schwerverletzten Mann (18 Jahre) auf dem Boden, der augenscheinlich eine Schussverletzung vorwies. Rettungskräfte transportierten den Mann in ein Duisburger Krankenhaus, in dem er intensivmedizinisch behandelt wird.

Gegen 19:00 Uhr erhielt die Polizei Kenntnis, dass einer der Beteiligten mutmaßlich zur Seilerstraße geflüchtet sein könnte. Dort trafen die Beamten auf einen 33-Jährigen, der Stichverletzungen vorwies. Er bestätigte, dass er ebenfalls bei den Streitigkeiten im Altenberger Park zugegen gewesen war. Er wurde zur Behandlung in ein Oberhausener Krankenhaus gebracht.

Während des Einsatzes erhielt die Polizei Kenntnis von einer weiteren verletzten Person, welche in der Notaufnahme eines Duisburger Krankenhauses aufgetaucht war. Sie wies ebenfalls Schussverletzungen auf. Auch hier erhärtete sich schnell der Verdacht, dass der 21-Jährige bei der im Park stattgefundenen Auseinandersetzung verletzt wurde.

Der Polizei Oberhausen gelang es, insgesamt neun Personen (zwischen 18 und 26 Jahre), darunter die drei Verletzten, festzunehmen. Zudem konnten zwei mutmaßlich tatbeteiligte Fahrzeuge sichergestellt werden. Noch gestern Abend unterstütze die Essener Polizei die umfangreichen Ermittlungen und bildete mit der Kriminalpolizei Oberhausen eine Mordkommission. Im engen Austausch mit der Staatsanwaltschaft Duisburg werden heute weitere Maßnahmen in die Wege geleitet. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.

(Quelle: Polizei Essen, Fotos: ANC-NEWS)

Siegburg: Maskenverweigerer leistet Widerstand - Bruder legt Brand aus Frust gegen Bundespolizisten

Am 14.04.2021 um kurz vor 23:00 Uhr waren zwei Bundespolizisten auf dem Heimweg von ihrer Dienststelle Frankfurt Flughafen, als sie am Bahnhof Siegburg einen 19-Jährigen auf das Nichttragen eines Mund Nasen Schutzes hinwiesen. Der Maskenverweigerer gab an, krank zu sein, konnte jedoch kein Attest vorzeigen, weigerte sich auszuweisen und wurde zunehmend aggressiv. Die Bundespolizisten erläuterten dem Mann, dass sie die Identität auf der Dienststelle feststellen würden, womit er ebenfalls nicht einverstanden war und sich schließlich körperlich wehrte und die Beamten bedrohte.

Während sich der Festgehaltene auf der Dienststelle beruhigte und erklärte, dass er durch die Maske schlecht Luft bekäme, steigerte sich der Frust seines 17-jährigen Bruders vor der Wache. Er steckte das Hab und Gut einer Obdachlosen an der Straßenbahnhaltestelle Siegburg an und meldete den Brand bei der Bundespolizei. Die Bundespolizisten löschten das Feuer umgehend, alarmierten die Feuerwehr und die Landespolizei, die den Brandleger zuständigkeitshalber mit zur Dienststelle nahmen.

Die Bundespolizei beanzeigte den 19-Jährigen wegen "Körperverletzung", "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte", Bedrohung" und "Verstoß gegen die CoronaSchVO NRW".

(Quelle: Bundespolizei, Foto: Symbolbild)