Samstag, 28. März 2020

Bochum: 12 Neuwagen brannten auf abgestelltem Güterzug - Zugstrecke gesperrt - Starke Rauchentwicklung führt zu Geruchsbelästigung in Langendreer

Am Samstagnachmittag (28.03.) um kurz vor 17 Uhr meldeten unzählige Anrufer mehrere brennende PKW auf einem abgestellten Güterzug auf einem Gleis der Deutschen Bahn zwischen Bochum Langendreer und Dortmund. Schon auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte eine große, schwarze Rauchwolke über der gemeldeten Adresse an der Oesterfeldstraße ausmachen.

Der Brandort befand sich etwas 500 Meter vom S-Bahnhof Langendreer in Richtung Dortmund. Beim Eintreffen standen alle 12 Neufahrzeuge auf dem letzten Wagon des Güterzuges in Brand und die Flammen drohten auf weiter Waggons, ebenfalls beladen mit PKW, überzugreifen. Auch auf den Bahndamm hatte der Brand bereits übergegriffen, dort brannten mehrere Quadratmeter Grasnarbe und Buschwerk.

Um mit einer effektiven Brandbekämpfung zu beginnen, musste zunächst eine mehrere hundert Meter lange Schlauchleitung über mehrer Gleise und Bahndämme bis zum Brandort verlegt werden. Dafür musste der komplette Bahnverkehr zwischen Bochum und Dormtund gesperrt und am betroffenen Gleis durch den Notfallmanager der Deutschen Bahn die Oberleitung abgeschaltet und geerdet werden.

Anschließend konnten die 45 Einsatzkräfte der Hauptfeuerwache sowie der Innenstadtwache und der Löscheinheiten Langendreer und Brandwacht der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Löschangriff beginnen. Mit Fünf Strahlrohren konnten die Flammen schnell unter Kontrolle gebracht und die Ausbreitung auf einen zweiten Waggon verhindert werden.

Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich als sehr aufwendig, da bei allen Fahrzeugen die Motor- und Innenräume aufgebrochen und mit Löschschaum geflutet werden mussten. Nur so konnten alle Brandnester abschließend gelöscht werden. Diese Maßnahmen zogen sich bis in die Abendstunden hin. Zur Brandursache hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.

(Quelle: Feuerwehr Bochum, Fotos: Justin Brosch)

Luftwaffe holt sechs an Covid-19 erkrankte Italiener nach Deutschland - Zwei Patienten an der Universitätsklinik St. Josef-Hospital in Bochum angekommen

Am frühen Samstagmorgen (28.03.) startete ein Airbus der Luftwaffe vom Flughafen Köln/Bonn nach Bergamo in Italien um sechs an Covid-19 erkrankte Italiener nach Deutschland zu holen. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, hat bis zu sechs Plätze für eine intensivmedizinische Behandlung.

Nach der Rückkehr am Flughafen Köln/Bonn wurden am frühen Nachmittag die sechs Patienten zur weiteren Behandlung auf mehrere zivilen Krankenhäuser verteilt. Zwei Patienten (56 und 64 Jahre) kamen mit Spezialfahrzeugen, die eine Intensivstation an Bord haben, unter Federführung der Bochumer Feuerwehr in die Universitätsklinik St. Josef-Hospital in Bochum.

Eine Ärztin aus Italien, die im St. Josef-Hospital beschäftigt ist, wird wichtige Übersetzungsdienste leisten und in engem Kontakt mit den Patienten und ihren Familien in Italien stehen.

(Fotos: Justin Brosch)

Freitag, 27. März 2020

Öffentlichkeitsfahndung der Polizei Gelsenkirchen - Wer kennt den Schläger?

Mit zwei Fahndungsfotos sucht die Polizei Gelsenkirchen einen tatverdächtigen Schläger. Der Unbekannte steht im Verdacht, am Donnerstag, 30. Mai 2019, gegen 22.25 Uhr, gemeinsam mit zwei weiteren Unbekannten einen 50-jährigen Gelsenkirchener und seine beiden Söhne am Musikpavillon im Stadtgarten angegriffen, geschlagen und getreten zu haben.

Da sonstige Ermittlungsansätze ausgeschöpft sind, hat das Amtsgericht Essen nun die Veröffentlichung der Bilder angeordnet. Wer Hinweise zu dem abgebildeten Mann geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Gelsenkirchen unter den Rufnummern 0209 365-7512 (Kriminalkommissariat 15) oder 0209 365-8240 (Kriminalwache) zu melden.

(Quelle/ Fotos: Polizei Gelsenkirchen)

Feuerwehrgroßeinsatz in Hattingen: Dachtstuhlbrand in Eiscafé - Historischer Ortskern von Blankenstein total verraucht - Eine Person erleidet Rauchgasvergiftung

Am Freitagmittag (27.03.) gegen 11:50 Uhr wurde die Feuerwehr Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) zu einem Dachstuhlbrand in einem Wohn- und Geschäftsgebäude am Marktplatz im Stadtteil Blankenstein alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Löschkräfte hing bereits eine dunkle Rauchwolke über dem historischen Ortskern der Altstadt. Der Dachstuhl des historischen Fachwerkhauses, in dem sich eine Eisdiele befindet, brannte in voller Ausdehnung.

Da das Eiscafé wegen Corona geschlossen ist, befanden sich keine Personen im Geschäft. Allerdings wurde eine Person mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Anwohner wurden über den örtlichen Radiosender und die Warn-App NINA gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Blankensteiner Straße und die Wittener Straße wurden im Einsatzbereich gesperrt. Die Feuerwehr war mit insgesamt 70 Kräften und fünf Löschzügen vor Ort. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache eingeleitet.(jh)

(Foto: Justin Brosch)

Düsseldorf: Schussgeräusche lösen Großeinsatz der Polizei aus - Vier vorläufige Festnahmen nach Einsatz in Mehrfamilienhaus

Am späten Donnerstagabend (26.03.) rückte die Polizei zu einem Großeinsatz nach Düsseldorf-Lierenfeld aus. Anwohner hatten Schüsse in einem Mehrfamilienhaus auf der Schöndorffstraße gehört.

Die Polizei nahm die Anrufe sehr ernst und ging von einer Bedrohungslage aus. Nach ersten Informationen stürmten zehn bewaffnete Beamte in das Gebäude. Es wurden insgesamt vier Personen vorläufig festgenommen.

Nach ersten offiziellen Informationen handelte es sich um Schussgeräusche, die nicht aus einer Waffe stammten. Weitere Informationen zum Hintergrund des Einsatzes wird die Polizei voraussichtlich im Laufe des Tages bekanntgeben.(jh)

(Fotos: Patrick Schüller)

Donnerstag, 26. März 2020

Trotz Kontaktverbot aufgrund von Corona: Treffen im ehemaligen Wettbüro in Oberhausen - Polizei leitet Verfahren gegen Gruppe ein

Mitten in der Nacht fuhren am Mittwoch (25.03.) mindestens zehn Personen aus Herne, Düsseldorf, Köln und Duisburg zu einem Ladenlokal nach Oberhausen auf der Waghalsstraße. Polizisten gegenüber gaben sie später an, dass sie sich zu einem Gespräch über aktuelle Themen verabredet hätten.

Als mehrere Streifenwagenbesatzungen aber gegen kurz vor vier Uhr zu dem ehemaligen Wettbüro fuhren, kamen ihnen bereits zahlreiche Fahrzeuge entgegen, die offensichtlich aus Richtung Waghalsstraße gekommen waren.Obwohl die Fenster der Räumlichkeiten komplett abgedunkelt worden waren, sahen die Polizisten aber Lichtschein und nahmen auch Bewegungen von mehreren Personen wahr.

Im Hinterhof des Gebäudes trafen die Polizisten auf mehrere Personen, die offensichtlich das Gebäude verlassen hatten und jetzt über eine hohe Mauer klettern und flüchten wollten. Auch im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses trafen sie auf einem Mann, der offensichtlich nicht dort wohnte.

"Verabredet, um über aktuelle Themen zu sprechen"

Die Männer aus der Türkei, Tunesien, Mazedonien und dem Kosovo machten stark voneinander abweichende Angaben dazu, warum man zusammengekommen sei. Später räumten die Männer dann ein, dass man sich verabredet habe, um über aktuelle Themen zu sprechen. Gegen alle Männer, von denen nur einer in Oberhausen wohnte und von denen einige bereits mehrfach im Zusammenhang mit der Beteiligung am unerlaubten Glückspiel und der Begehung von Betrugs-, Eigentums- und Betäubungsmittelkriminalität sowie Raub polizeilich in Erscheinung getreten waren, wurden Verfahren wegen Verstöße gegen die CoronaSchVO und das Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz sind auch Straftaten und können mit Freiheitsstrafen geahndet werden. Die Polizei Oberhausen wird während der andauernden Pandemie entsprechenden Hinweisen aus der Bevölkerung verstärkt nachgehen und auch eigene Kontrollen durchführen.

(Quelle: Polizei Oberhausen, Foto: Symbolbild)

Shisha-Bar öffnete trotz Verbot in Bergheim – Betreiber muss mit Geldbuße von 5000 Euro rechnen

Am Mittwoch (25. März) gegen 21:00 Uhr fiel einem Zeugen Bewegung in einer Shisha-Bar auf der Köln-Aachener-Straße in Bergheim (Rhein-Erft-Kreis) auf. Immer wieder öffnete sich die Hintertür des Geschäftes, um Personen hineinzulassen. Als die Polizeibeamten eintrafen, konnten mehrere Personen in der Bar angetroffen werden.

Nach einer Personalienfeststellung fertigten die Beamten eine Ordnungswidrigkeitenanzeigen, da der Verdacht bestand, dass der Inhaber die Coronaschutzverordnung missachtete. Für einen derartigen Verstoß sieht die neue Rechtsverordnung eine Geldbuße von 5000 Euro vor, die durch die Ordnungsbehörde verhängt wird.

(Quelle: Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis, Foto: Symbolbild)

Langenfeld: Arbeiter bricht durch Hallendach und wird schwer verletzt - Mann mit Rettungshubschrauber in Spezialklinik geflogen

Am Donnerstagmorgen (26.03.) gegen 8 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem schweren Arbeitsunfall auf einem Firmengelände am Max-Planck-Ring alarmiert. Nach ersten Informationen hatte sich ein Arbeiter auf dem Dach einer Halle aufgehalten.

Vermutlich hatte eine Platte nachgegeben. Das Dach brach ein, und der Mann stürzte aus einer Höhe von ungefähr sieben Metern auf den Hallenboden. Nach rettungsdienstlicher Erstversorgung wurde der Schwerverletzte mit einem Rettungshubschrauber aus Köln in eine Spezialklinik geflogen.

Der Max-Planck-Ring wurde für die Dauer der Einsatzmaßnahmen gesperrt. Die Polizei und das Amt für Arbeitsschutz haben die Ermittlungen eingeleitet.(jh)

(Fotos: Patrick Schüller)