Freitag, 29. Mai 2020

Fünf Polizisten bei Widerstand am Altmarkt in Duisburg verletzt - Bis zu 120 Schaulustige versammelten sich rund um den Hamborner Altmarkt

Als Unterstützung für das Duisburger Ordnungsamt kontrollierten Polizisten am Donnerstagabend (28. Mai, gegen 19:45 Uhr) eine Gruppe von Männern. Sie befanden sich gemeinsam an einem Tisch vor einem Lokal und verstießen wegen der Nichteinhaltung des Mindestabstandsgebots gegen die Coronaschutzverordnung. Einer der Männer (22) weigerte sich, seinen Ausweis zu zeigen. Als Polizisten ihn von der Gruppe wegführten, um seine Personalien festzustellen, versuchte er sich loszureißen und sperrte sich.

Ein 24-Jähriger kam ihm zu Hilfe und griff einen Polizisten an. Er trat nach dem Beamten und schlug ihm von hinten mit der Faust gegen den Kopf. Ein dritter Mann aus der Gruppe (45) mischte sich ebenfalls ein. Er ging mit geballten Fäusten auf einen weiteren Polizisten los, sodass der Beamte Pfefferspray einsetzte. Es entstand ein Gerangel; mit Unterstützung von hinzugerufenen Kollegen nahmen die Einsatzkräfte aber alle drei Männer zur Beruhigung in Gewahrsam, wo sie von einem Polizeiarzt untersucht wurden.

Im Verlauf des Einsatzes wurden insgesamt fünf Polizeibeamte verletzt. Drei von ihnen sind vorerst nicht dienstfähig. Zwischenzeitlich waren bis zu 120 Schaulustige rund um den Hamborner Altmarkt versammelt. Etwa 25 Männer störten die polizeilichen Maßnahmen durch Drohgebärden, Distanzunterschreitungen und Beleidigungen. Die Beamten waren mit insgesamt 14 Fahrzeugen vor Ort, darunter auch Mannschaftswagen der Einsatzhundertschaft. Sie erteilten Platzverweise und schrieben Anzeigen, unter anderem wegen Widerstandes und tätlichen Angriffs.

(Quelle: Polizei Duisburg, Foto: Symbolbild)

Nach schweren Landfriedensbrüchen in Essen: Ermittler vollstrecken Haftbefehle, durchsuchen Wohnungen und beschlagnahmen Fahrzeug

Nach den schweren Landfriedensbrüchen in Essen am 27. April und am 1. Mai auf dem Von-Ossietzky-Ring im Hörsterfeld durchsuchten am Freitagmorgen (29.05.) Ermittler der "BAO Aktionsplan Clan" gemeinsam mit Kräften der Einsatzhundertschaft und einer Beweissicherung- und Festnahmeeinheit (BFE) in Essen insgesamt fünf Wohnungen.

Zudem vollstreckte die Polizei Haftbefehle gegen zwei Beschuldigte. Bei ihnen handelt es sich um einen 40-jährigen Libanesen und einen 64-jährigen Staatenlosen. Im Rahmen des umfangreichen Ermittlungsverfahrens hatte sich der Tatverdacht gegen die beiden Männer insbesondere durch die akribische Auswertung von Videoaufnahmen erhärtet. Die Aufnahmen waren von verschiedenen Anwohnern während der gewalttätigen Auseinandersetzung angefertigt worden. Ihnen wird vorgeworfen, mit Schlagwerkzeugen (Holzlatte/Holzstock) auf eine andere Person eingeschlagen zu haben.

Tatverdächtiger soll zwei Personen umgefahren haben

Dem 64-Jährigen wird zudem ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr zur Last gelegt. Er soll während der Auseinandersetzung am 1. Mai mit seinem Auto auf zwei Personen, die sich am Straßenrand prügelten, zugefahren sein und diese touchiert haben, sodass sie zu Boden fielen. Beim Eintreffen ließen sich die beiden Männer widerstandslos festnehmen. Sie wurden bereits dem Haftrichter vorgeführt, der den Vollzug der Untersuchungshaft anordnete. Die nach den Festnahmen durchgeführten Wohnungsdurchsuchungen führten zur Auffindung und Sicherstellung von weiteren diversen Beweismitteln u.a. eine größere Menge Betäubungsmitteln, eine vierstellige Summe Bargeld, Mobiltelefone und mutmaßliche Tatkleidung. Das Fahrzeug des 64-Jährigen wurde beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

(Quelle: Polizei Essen, Foto: Symbolbild)

Verletzte und rund 20.000 Euro Sachschaden nach Verfolgungsfahrt durch Gelsenkirchen

Ein Schwerverletzter, ein Leichtverletzter und fast 20.000 Euro Gesamtschaden sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls nach einer Verfolgungsfahrt am Freitagmorgen (29.05.) auf der Goldbergstraße in Gelsenkirchen-Buer. Gegen 02:25 Uhr fiel einer Streifenwagenbesatzung an der Hölscherstraße Ecke Kurt-Schumacher-Straße ein verdächtiger BMW mit Duisburger Kennzeichen auf. Der Wagen war mit zwei Personen besetzt. Die Beamten wollten den 5er anhalten und kontrollieren.

Der 46-jährige BMW-Fahrer ahnte dieses wohl und gab Gas, bevor die Beamten ihm Anhaltezeichen gegeben hatten. Die Polizisten schalteten Blaulicht sowie Martinshorn ein und nahmen die Verfolgung auf. Der Mann aus Gelsenkirchen fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Kurt-Schumacher-Straße in Richtung Buer. Dabei missachtete er mehrere rote Ampeln und weitere Verkehrsregeln. Die Verfolgungsfahrt führte weiter über die Emil-Zimmermann-Allee, die Horster Straße, den Goldbergplatz und endete auf der Goldbergstraße. Hier geriet der BMW ins Gleisbett der Straßenbahnschienen und kollidierte anschließend mit einem Prellbock.

Haftbefehl, Alkoholeinfluss und keinen Führerschein

Bei dem Unfall wurden der 46-Jährige und sein 24-jähriger Mitfahrer verletzt. Alarmierte Rettungskräfte übernahmen die Erstversorgung. Beide wurden dann in ein Krankenhaus gebracht. Der 46-Jährige musste dort stationär verbleiben, der 24-Jährige konnte die Klinik nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Erste Ermittlungen ergaben, dass der BMW-Fahrer offenbar unter Alkoholeinfluss stand und keine Fahrerlaubnis besitzt. Ihm wurden im Krankenhaus Blutproben entnommen. Zudem bestand gegen den Gelsenkirchener ein Haftbefehl. Der stark beschädigte BMW wurde vermutlich am Vortag in Essen gestohlen und musste abgeschleppt werden. Die Kennzeichen waren entstempelt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

(Quelle/Foto: Polizei Gelsenkirchen)

Donnerstag, 28. Mai 2020

Tumulte in Monheim am Rhein: Massenschlägerei löst polizeilichen Großeinsatz aus - 40 Beteiligte und über 100 Schaulustige

Am Mittwochabend (27.05.) musste die Polizei mit einem massiven Kräfteeinsatz eine körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei größeren Personengruppen an der Tegeler Straße in Monheim am Rhein beenden. Vier Beteiligte wurden dabei leicht verletzt.

Laut dem aktuellen Stand der Ermittlungen hatte gegen kurz vor 20:00 Uhr ein 17-Jähriger in den Garten einer Nachbarsfamilie uriniert. Als die Familie dies mitbekam, stellten sie den Jugendlichen zur Rede. Es entwickelte sich zunächst ein verbaler Streit, der dann jedoch komplett eskalierte: Zwei Männer begannen, auf den 17-Jährigen einzuschlagen. Ein völlig unbeteiligtes Ehepaar bekam die Auseinandersetzung mit und ging dazwischen - mit der Folge, dass die beiden Männer nun auch auf den Mann und die Frau einschlugen, auch sie wurden dabei leicht verletzt.

Kurz darauf erschienen plötzlich weitere Familienangehörige: So entwickelte sich aus der Schlägerei zwischen drei Personen ein Tumultdelikt mit bis zu 40 Beteiligten und weiteren über 100 Schaulustigen.

Unterstützt auch durch Kräfte benachbarter Polizeibehörden konnten die Beamten die streitenden Personen voneinander trennen und den Tumult auflösen. Allerdings störten immer wieder vornehmlich junge Erwachsene den Einsatz, indem sie die Beamten beleidigten und sich nicht an die Platzverweise hielten. Der 17-Jährige musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung

Die Polizei leitete gleich mehrere Strafverfahren gegen Beteiligte der Schlägerei ein. Zudem stellte die Polizei etliche Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung fest, die jedoch aufgrund der Gesamtlage nicht verfolgt werden konnten. Die Personen vor Ort erhielten einen Platzverweis. Weiterhin war die Polizei noch im Rahmen der Nachaufsicht bis in die Nacht hinein im Einsatz.

(Quelle: Kreispolizeibehörde Mettmann, Fotos: Patrick Schüller)

Mittwoch, 27. Mai 2020

Panzerknacker mit Blaulicht: Feuerwehr muss Geldtransporter in Siegen aufbrechen

Am Mittwochmittag (27.05.) musste die Feuerwehr in Siegen zu einem nicht alltäglichen Einsatz ausrücken. Ein Mitarbeiter einer Geldtransporter-Firma befand sich in einer äußerst misslichen Lage. Aufgrund eines technischen Problems ließ sich die Tür des Bargeldraums eines gepanzerten Fahrzeugs nicht mehr öffnen.

Der Security-Mitarbeiter musste rund eine Stunde in dem Wagen vor einer Filiale der Deutschen Bank ausharren, bis die Rettungskräfte ihn befreien konnten. Eine dicke Hydraulikzange diente ihnen hierbei als Schlüsselersatz. Damit konnten sie die stabile Tür am Ende mit Gewalt aufbrechen. Der Sicherheitsmitarbeiter hatte in der engen Tresorzelle sprichwörtlich Blut und Wasser geschwitzt und sich teilweise seiner Kleidung entledigt. Am Ende bedankte er sich bei seinen Rettern, die ihm als Durstlöscher sofort einen Becher mit Wasser reichten. (jh)

(Foto: Kay Hercher)

Bochum: Auf einer Schafsweide in den Ruhrwiesen - Dramatische polizeiliche Geburtshilfe mit kleinem Happy End

"Watschelnde" Entenküken im Straßenverkehr, von der Weide "ausgebüchste" Pferde oder aus der Volliere entflogene Papageien - fast schon in regelmäßigen Abständen berichten Polizeipressesprecher über tierische Vorfälle aus den Revieren.

Doch dieser Einsatz, der sich am gestrigen 26. Mai in den Ruhrwiesen in Bochum-Dahlhausen ereignet hat, ist an Dramatik kaum zu überbieten und hat leider auch nur bedingt ein gutes Ende genommen. Was ist passiert? Gegen 9 Uhr wird eine Streifenwagenbesatzung der Polizeiwache Linden durch einen Passanten darauf angesprochen, dass es bei einer Geburt in einer Schafherde offenbar zu Komplikationen kommt.

Die Beamten, zwei Frauen und ein Mann, stellen fest, dass ein Muttertier in den Wehen liegt. Den zuständigen Schäfer erreichen die Polizisten nicht. Über die Leitstelle im Polizeipräsidium wird umgehend ein Schäfer aus Witten informiert, der aber 20 Minuten benötigt, um zur Weide zu kommen. Da die Zeit drängt, nehmen die Beamten per Handy Kontakt mit einem Tierarzt auf und leisten mit dessen Unterstützung Geburtshilfe.

Dabei stellt sich heraus, dass es sich um eine Zwillingsgeburt handelt, bei der ein bereits verstorbenes Lamm dem Geschwistertier den Geburtsweg versperrt. Die Zwillingslämmer können schließlich aus dem Mutterleib geholt werden. Trotz sofort eingeleiteter Mund-zu-Nase-Beatmung sowie weiteren Maßnahmen verstirbt auch das zweite Tier. Immerhin gelingt es der Streifenwagenbesatzung, das Muttertier zu retten. Das, so die Einschätzungen des Tierarztes und des mittlerweile eingetroffenen Schäfers, wäre ohne das große Engagement der Polizeibeamten verendet.

Und irgendwie findet die Geschichte dann doch noch ein kleines Happy-End. So entdeckt der Schäfer auf der Weide ein junges Lamm, das augenscheinlich von seiner Mutter abgestoßen wurde. Der Mann reibt das Tier mit der Körperflüssigkeit der verstorbenen Artgenossen ein und legt es in die Nähe des noch am Boden liegenden Schafes - mit Erfolg!

Schon wenig später stellen die drei Polizisten mit einem Glücksgefühl fest, dass das Schaf das kleine Lamm als ihren eigenen Nachwuchs annimmt. Das tut den Polizisten und bestimmt auch den Lesern dieser Meldung gut!

(Quelle/Foto: Polizei Bochum)

Bottrop: 16-Jähriger bei Raub schwer verletzt - Polizei fahndet mit Fotos und bittet um Mithilfe

Die Polizei bittet um Mithilfe: Nach einem Raub in Bottrop am 14.05.2020, bei dem ein 16-Jähriger aus Bottrop schwer verletzt wurde, sucht die Polizei jetzt mit Fotos aus einer Überwachungskamera nach den beiden Tatverdächtigen.

Die jungen Männer sollen Mitte Mai auf der Horster Straße zwei Jugendliche (14 und 16 Jahre alt) bedroht und bestohlen haben (wir berichteten). Der 16-Jährige wurde durch ein Messer schwer verletzt. Wer einen oder sogar beide Tatverdächtigen auf den Fotos erkennt, wird gebeten, sich bei der Polizei unter Tel. 0800/2361 111 zu melden.

(Quelle/Fotos: Polizei Bottrop)

Seniorin (76) in Bankfiliale beraubt - Polizei fahndet mit Fotos nach dem tatverdächtigen Mann

Am Samstagmittag (07.03.) hat ein als mutmaßlicher "Südländer mit kurzen, dunklen und lockigen Haaren" Beschriebener eine ältere Frau (76) an einem Geldautomaten in Köln-Wahn beraubt. Vom Tatort an der Heidestraße flüchtete der etwa 30-35-jährige und 1,85 Meter große Mann mit seiner Beute in unbekannte Richtung. Die Kripo Köln sucht Zeugen und fahndet jetzt mit Fotos nach dem Mann.

Gegen 11:40 Uhr hatte die Seniorin den Vorraum der dortigen Bankfiliale betreten, um Geld abzuheben. Vor dem Ausgabeautomaten hielt sich ihren Angaben zufolge der spätere, mit schwarzem Stoffmantel bekleidete Angreifer auf. Nach wenigen Minuten habe sie den Unbekannten gefragt, ob er fertig sei und sie den Automaten nun nutzen könne, teilte die 76-Jährige den aufnehmenden Beamten anschließend mit. Dieser habe das "auf Deutsch mit Akzent" bejaht und sich zunächst zurückgezogen, ohne jedoch den Vorraum zu verlassen. Während ihres Abhebevorgangs stieß der Räuber die Überraschte plötzlich zur Seite, entnahm das ausgegebene Geld und flüchtete.

Das wegen des Verdachts des Raubes gegen den Verdächtigen ermittelnde bittet Zeugen dringend um Hinweise unter Tel.-Nr. 0221 229-0 oder per E-Mail via poststelle.koeln@polizei.nrw.de.

(Quelle/Fotos: Polizei Köln)