Dienstag, 4. August 2026

Betrunkener im Schlauchboot löst Großeinsatz der Feuerwehr in Mülheim aus - Anrufer melden regungslose Person auf der Ruhr

Ein stark alkoholisierter Mann hat am Montagabend (03.08.) einen Großeinsatz der Feuerwehr Mülheim an der Ruhr ausgelöst. Gegen kurz nach 21 Uhr wurden Feuerwehr, DLRG und weitere Wasserrettungskräfte in den Bereich Dohne alarmiert. Mehrere Anrufer hatten der Leitstelle gemeldet, dass auf der Ruhr eine Person regungslos in einem Schlauchboot liege und vermutlich bewusstlos sei.

Aufgrund der zunächst unklaren und lebensbedrohlich wirkenden Lage alarmierte die Leitstelle ein Großaufgebot. Neben der Feuerwehr wurden auch Taucher, die DLRG sowie Wasserrettungszüge zur Einsatzstelle entsandt.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich zunächst die gemeldete Situation: Ein Mann lag regungslos in einem Schlauchboot, das ohne Paddel auf der Ruhr trieb. Die Einsatzkräfte bereiteten sofort eine Wasserrettung vor und machten Boote einsatzbereit. Auch die DLRG brachte ein Rettungsboot zu Wasser.

Während die Rettungskräfte den Mann lautstark ansprachen, wachte dieser schließlich auf. Auf die Zurufe reagierte er jedoch nur unverständlich und schien zunächst nicht zu begreifen, warum sich zahlreiche Einsatzkräfte um ihn versammelt hatten. Schnell stellte sich heraus, dass der Mann erheblich alkoholisiert war und auf seinem Schlauchboot eingeschlafen war.

Anstatt eines Paddels nutzte der Mann schließlich seine Hände, um das Schlauchboot in Richtung eines Stegs zu bewegen. Dort wurde er von den Einsatzkräften in Empfang genommen. Die Polizei stellte seine Personalien fest.

Welche Konsequenzen den Mann nun erwarten, ist derzeit noch unklar. Ob ihm die Kosten für den umfangreichen Feuerwehreinsatz in Rechnung gestellt werden, muss geprüft werden.

Für die Dauer des Einsatzes waren zahlreiche Kräfte der Feuerwehr Mülheim, der DLRG sowie weiterer Wasserrettungseinheiten im Einsatz. Aus dem zunächst befürchteten Notfall entwickelte sich letztlich ein ungewöhnlicher, aber glimpflich verlaufener Einsatz.

(Foto: Justin Brosch / nrw-aktuell.tv)

Samstag, 1. August 2026

Schwerpunktkontrollen im Duisburger Stadtgebiet: Polizei und Netzwerkpartner kontrollieren Clanmilieu, Gastronomiegewerbe sowie Waffen- und Messerverbotszone

Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei waren am Freitagabend (31.07.) bis in die frühen Morgenstunden des Samstags (01.08.) gemeinsam mit verschiedenen Netzwerkpartnern im Duisburger Stadtgebiet im Einsatz. Im Mittelpunkt standen Schwerpunktkontrollen im Bereich des Clanmilieus, im Gastronomiegewerbe sowie rund um die Hamborner Waffen- und Messerverbotszone. Beteiligt waren neben der Polizei die Staatsanwaltschaft Duisburg, das Hauptzollamt Duisburg, das Bürger- und Ordnungsamt der Stadt Duisburg, die Bezirksregierung Düsseldorf sowie das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität. Ziel des gemeinsamen Einsatzes war es, kriminelle Clanstrukturen zu bekämpfen, Verstöße im Gastronomiegewerbe konsequent aufzudecken und die Gewaltkriminalität nachhaltig zu reduzieren.

Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte 24 Gewerbeobjekte im gesamten Stadtgebiet. Dabei stellten die beteiligten Behörden zahlreiche Verstöße und weitere Auffälligkeiten fest. Unter anderem wurden in mehreren Fällen Steuerrückstände festgestellt. In einem Fall wurde deshalb ein BMW gepfändet und abgeschleppt. Zudem stellten die Netzwerkpartner zahlreiche arbeitsrechtliche Verstöße fest. Auch bei den Stundenaufzeichnungen von Beschäftigten sowie bei der Preisauszeichnung wurden Mängel festgestellt.

Mehrere Geldspielgeräte wurden aufgrund festgestellter Verstöße versiegelt. In einem Gewerbebetrieb fanden die Einsatzkräfte erneut unversteuerte Zigaretten. Daraufhin ordnete die Staatsanwaltschaft Duisburg die Durchsuchung einer Privatwohnung an. Dort konnten jedoch keine weiteren entsprechenden Gegenstände aufgefunden werden. Auch im Bereich des Jugendschutzes stellten die Einsatzkräfte Verstöße fest. Ein Gastronomiebetrieb musste aufgrund der festgestellten Mängel geschlossen werden. Zudem wurden mehrere illegale Vapes sichergestellt.

Bei Personenkontrollen stellten die Beamten außerdem fest, dass mehrere Personen keine Ausweisdokumente mit sich führten. Bei einer weiteren Kontrolle wurde ein offener Haftbefehl festgestellt. Die Einsatzkräfte vollstreckten diesen und brachten den Mann in den Polizeigewahrsam. Während der Kontrollen kam es zudem zu einem strafrechtlich relevanten Vorfall: Eine Person beleidigte einen Polizeibeamten. Gegen sie wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Die Polizei und ihre Netzwerkpartner kündigten an, die gemeinsamen Kontrollen auch künftig fortzusetzen. Durch das abgestimmte Vorgehen der beteiligten Behörden sollen Verstöße frühzeitig erkannt, konsequent verfolgt und die Sicherheit im Duisburger Stadtgebiet nachhaltig erhöht werden.

(Foto: Symbolbild/ nrw-aktuell.tv)

Donnerstag, 30. Juli 2026

Spezialisierte Waldbrandeinheit aus NRW auf dem Weg nach Spanien - 56 Einsatzkräfte und 21 Fahrzeuge brechen nach Nordwestspanien auf - Einsatz erfolgt im Rahmen des europäischen Katastrophenschutzes

Feuerwehren aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen brechen am Donnerstagmorgen den 30. Juli als spezialisierte Waldbrandeinheit zu einem Einsatz nach Spanien auf. Dort unterstützen sie die örtlichen Einsatzkräfte bei der Bekämpfung von Waldbränden. Begleitet wird das Modul von weiteren Feuerwehrkräften aus Niedersachsen, Fachberatern der Hilfsorganisation @fire sowie einer Versorgungseinheit der Johanniter-Unfall-Hilfe. Der Einsatz erfolgt auf Ersuchen der spanischen Behörden im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens. Deutschland entsendet dafür das vom Land Nordrhein-Westfalen gemeldete Waldbrandmodul.

Nach Eingang der Anforderung am Mittwochabend, begannen umgehend die notwendigen Planungen für diesen aufwändigen und nicht alltäglichen Einsatz. Der aus 56 Kräften, 21 Fahrzeugen und 3 Anhängern bestehende Konvoi gliedert sich in haupt- und ehrenamtliche Feuerwehrkräfte und im Bereich der Versorgung tätige Helfer der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie Fachberater der auf Unterstützung bei Naturkatastrophen spezialisierten, nichtstaatlichen Hilfsorganisation @fire. Es handelt sich um den fünften Einsatz des seit 2019 im europäischen Katastrophenschutzverfahren gemeldeten Moduls. Im August 2021 war die Einheit bereits zur Unterstützung am Peleponnes in Griechenland im Einsatz, 2022 ebenfalls im August erfolgte die Unterstützung bei Wald- und Vegetationsbränden im Großraum Bordeaux. Im Mai 2023 war das Modul nach erfolgreicher mehrtägiger Übung in Portugal von der EU offiziell zertifiziert worden. Im Jahr 2025 war das Modul in Spanien im Einsatz und dieses Jahr erfolgte bereits ein Einsatz in den Niederlanden.

Das Eintreffen der Einheit beim aktuellen Einsatz wird voraussichtlich am Samstag in Nordwestspanien, in der Provinz Zamora, erwartet. Wann und welcher konkrete Einsatzauftrag die Kräfte erwartet, wird sich voraussichtlich bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte in Spanien klären.

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren sieht für solche Großbrände sogenannte Waldbrandmodule vor, die kurzfristig und gut vorbereitet innerhalb der Europäischen Union angefordert werden können. Solch ein Modul besteht aus mehreren geländefähigen Löschfahrzeugen, einer Führungs- sowie einer Versorgungseinheit. Nach Abstimmungsgesprächen mit dem Innenministerium des Landes NRW sowie der Bezirksregierung Köln, die als Aufsichtsbehörden beteiligt waren, ging das Waldbrandmodul 2019 an den Start. Die Einheit stellte ein Pilotprojekt dar, bei dem die Erfahrungen, die in anderen EU-Ländern bereits mit den Modulen gewonnen wurden, auf Feuerwehren in Deutschland angewendet werden.

(Quelle/ Fotos: Feuerwehr Bonn)

Donnerstag, 23. Juli 2026

Mann stirbt nach Polizeieinsatz in Duisburg - Ermittlungen gegen sechs Polizeibeamte und zwei Rettungsdienstmitarbeiter

In der Nacht auf Sonntag (19. Juli) kam es in Duisburg zu einem Polizeieinsatz mit tödlichem Ausgang. Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Duisburg wurden aufgrund von lauten Schreien aus einer Wohnung an der Essenberger Straße alarmiert. Ein 37-jähriger Mann verstarb später trotz Reanimationsmaßnahmen im Krankenhaus.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich der 37-Jährige als Gast des Wohnungsinhabers im Badezimmer eingeschlossen. Dort soll er laut geschrien, sich unkontrolliert bewegt und dabei das Mobiliar beschädigt haben. Da der Mann nicht auf beruhigende Ansprachen der Polizeibeamten reagierte, verschafften sich die Einsatzkräfte Zugang zum Badezimmer.

Aus Gründen der Eigensicherung sowie zum Schutz des Mannes legten die Beamten ihm zunächst Hand- und Fußfesseln an. Gleichzeitig wurden ein Notarzt und ein Rettungswagen zur Einsatzstelle angefordert. Im weiteren Verlauf verlor der 37-Jährige plötzlich das Bewusstsein. Polizeibeamte und Rettungsdienst leiteten umgehend Reanimationsmaßnahmen ein, die zunächst erfolgreich verliefen. Der Mann wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht, wo er jedoch kurze Zeit später verstarb.

Die Ermittlungen wurden aus Neutralitätsgründen vom Polizeipräsidium Düsseldorf unter Leitung der Staatsanwaltschaft Duisburg übernommen.

Eine am Montag (20. Juli) durchgeführte Obduktion ergab nach vorläufigen Erkenntnissen, dass der Mann vermutlich an den Folgen einer Hypoxie, also eines Sauerstoffmangels, verstorben ist. Zudem bestehen Hinweise auf eine mögliche Intoxikation. Für eine abschließende Bewertung stehen jedoch noch weitere Untersuchungen, insbesondere toxikologische und histologische Gutachten, aus.

Da ein Zusammenhang zwischen dem Tod des Mannes und der während des Einsatzes erfolgten Fesselung in Bauchlage derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, wird gegen sechs an der Fesselung beteiligte Polizeibeamte wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Darüber hinaus richtet sich das Ermittlungsverfahren gegen zwei Mitarbeiter des Rettungsdienstes wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen.

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Einsatzes sowie zur Todesursache dauern an.

(Quelle: Polizei Duisburg, Foto: Symbolbild/ nrw-aktuell.tv)

Sonntag, 19. Juli 2026

Feuerwehr verhindert Fischsterben in Bochum - Sauerstoffmangel in Regenrückhaltebecken bedroht Fischbestand - Einsatzkräfte und Technischer Betrieb der Stadt Bochum belüften das Gewässer erfolgreich

Die Feuerwehr Bochum wurde am Sonntagvormittag, 19. Juli 2026, um 10:33 Uhr zu einem Regenrückhaltebecken zwischen der Weststraße und der Josef-Haumann-Straße alarmiert. Anlass des Einsatzes war ein vermuteter Sauerstoffmangel im Gewässer, der den dort lebenden Fischbestand akut gefährdete. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bestätigte sich die gemeldete Lage. Zahlreiche Fische hielten sich unmittelbar unter der Wasseroberfläche auf und schnappten nach Luft. Dieses Verhalten deutete auf einen erheblich reduzierten Sauerstoffgehalt des Wassers hin und machte ein schnelles Eingreifen erforderlich.

Um die Sauerstoffversorgung des Gewässers kurzfristig zu verbessern und ein drohendes Fischsterben zu verhindern, leiteten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bochum umgehend geeignete Maßnahmen ein. Hierzu wurde Wasser aus dem Regenrückhaltebecken mithilfe einer Tragkraftspritze sowie eines Löschfahrzeuges angesaugt und anschließend in einem hohen Bogen wieder in das Becken zurückgeführt.

Durch diese künstlich erzeugte Wasserumwälzung konnte eine intensive Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff erreicht werden. Parallel zu den Maßnahmen der Feuerwehr unterstützte der Technische Betrieb der Stadt Bochum den Einsatz mit einer Umwälzpumpe, die in das Gewässer eingebracht wurde. Diese sorgte für eine kontinuierliche Durchmischung des Wassers und trug maßgeblich zur nachhaltigen Verbesserung der Sauerstoffversorgung bei.

Die eingeleiteten Maßnahmen zeigten bereits nach kurzer Zeit die gewünschte Wirkung. Das Verhalten der Fische normalisierte sich sichtbar, sodass die Gefahr eines Fischsterbens erfolgreich abgewendet werden konnte.

Nach mehreren Stunden konnten die Einsatzkräfte ihre Arbeiten erfolgreich abschließen. Der Einsatz endete um 14:40 Uhr. Im Einsatz waren Kräfte der Feuer- und Rettungswache Wattenscheid sowie der Freiwilligen Feuerwehr Bochum, Löscheinheit Wattenscheid-Mitte.

Die Feuerwehr Bochum bedankt sich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Technischen Betrieb der Stadt Bochum, durch die die notwendigen Maßnahmen schnell und wirkungsvoll umgesetzt werden konnten.

(Quelle/ Fotos: Feuerwehr Bochum)

Freitag, 17. Juli 2026

Angriff in Flüchtlingsunterkunft: 39-Jähriger verletzt - Polizei fahndet nach 19-Jährigem

Die Polizei fahndet aktuell nach einem 19 Jahre alten Syrer, der einem 39-jährigen Iraker lebensgefährliche Verletzungen mit einer Stichwaffe zugefügt hat.

Die Tat ereignete sich am Freitagmorgen, 17. Juli, in der Flüchtlingsunterkunft an der Braukstraße. Nach einem Streit griff der 19-Jährige den 39-Jährigen gegen 1.20 Uhr morgens mit einem Messer an und fügte ihm lebensgefährliche Verletzungen zu. Anschließend flüchtete er.

Rettungskräfte brachten den 39-Jährigen in eine Klinik, wo er derzeit intensivmedizinisch versorgt wird.

Alarmierte Polizeikräfte fahnden mit Hochdruck nach dem Flüchtigen. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Unter Leitung von Oberstaatsanwalt Andreas Bachmann wurde eine Mordkommission eingesetzt.

Der Flüchtige hat dunkle, mittellange Haare und soll ein Tattoo am Hals haben. Zur Tatzeit trug er eine graue Jacke sowie eine blaue Hose.

Hinweise auf den Aufenthalt des 19-Jährigen nimmt die Polizei an jeder Polizeidienststelle sowie unter 0234 909-4441 entgegen.

(Quelle: Polizei Bochum, Foto: Michael Weber / nrw-aktuell.tv)

Freitag, 10. Juli 2026

Düsseldorf: Krawalle nach Marokko-Niederlage im WM Viertelfinalspiel - Pyrotechnik gezündet - Brandsätze geworfen - Drei Polizeibeamte verletzt - Zwei Tatverdächtige in Gewahrsam genommen

Nach dem verlorenem WM Viertelfinalspiel Frankreich - Marokko kippte in der Nacht zum Freitag (10.07.) gegen 0.45 Uhr die anfangs gute Stimmung der circa 1.500 Anhänger der marokkanischen Mannschaft auf der Ellerstraße in Düsseldorf. Vermummte warfen unvermittelt Böller, Glasflaschen und selbstgebaute Brandsätze auf die Straße, in die Menschenmenge und auch gezielt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte. Verkehrsschilder wurden aus der Verankerung gerissen und Mülltonnen umgeworfen.

Zahlreiche eingesetzte Beamtinnen und Beamten räumten im weiteren Verlauf die Ellerstraße, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Die Einsatzkräfte nahmen einen 15 Jahre alte Marokkaner aus Viersen und einen 20-jährigen Deutschen aus Wesseling in Gewahrsam. Der Marokkaner hatte einen Einkaufswagen, der 20-Jährige eine Flasche gegen die Polizeibeamten geworfen.

Ein 27-jähriger Polizist musste zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Zwei weitere Polizeibeamte erlitten leichte Verletzungen.

Die Beamten fertigten diverse Strafanzeigen u. a. wegen tätlichen Angriffs, Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung. Umfangreiches Videomaterial der Polizei wird ausgewertet.

(Quelle: Polizei Düsseldorf, Foto: Symbolbild/ nrw-aktuell.tv)

Donnerstag, 2. Juli 2026

Blutige Attacke in Essener U-Bahn-Station: Täter nach Messerangriff auf der Flucht

Nach einem Messerangriff an der U-Bahn-Station Viehofer Platz am Mittwochabend (01.07.) ermittelt die Mordkommission wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.

Gegen 21:15 Uhr waren Rettungskräfte und die Polizei alarmiert worden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde eine 58-jährige deutsche Frau ohne festen Wohnsitz am Bahnsteig der U-Bahn-Station aus bislang ungeklärten Gründen von einem unbekannten Täter mit einem Messer angegriffen. Dabei erlitt sie eine Stichverletzung im Oberschenkel und verlor erhebliche Mengen Blut.

Nach ersten Erkenntnissen wurde die Verletzte anschließend in einer Straßenbahn der Linie 107 in Richtung Essen Hauptbahnhof an der Haltestelle Viehofer Platz aufgefunden. Es ist derzeit nicht ausgeschlossen, dass sie nach dem Angriff selbst in die Straßenbahn flüchtete. Der Täter konnte unerkannt entkommen und flüchtete in unbekannte Richtung.

Rettungskräfte versorgten die 58-Jährige zunächst vor Ort. Anschließend wurde sie unter Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus gebracht. Die Kriminalpolizei sicherte noch am Abend umfangreiche Spuren am Tatort, befragte Zeugen und wertete Aufnahmen der Überwachungskameras aus. Aufgrund der Schwere der Tat hat die Mordkommission die Ermittlungen übernommen.

Die Hintergründe des Angriffs sowie die Identität des flüchtigen Täters sind derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Für die Dauer des Polizei- und Rettungseinsatzes sowie der Spurensicherung war die U-Bahn-Station Viehofer Platz vorübergehend gesperrt.(JB)

(Fotos: Justin Brosch / nrw-aktuell.tv)