Samstag, 22. September 2018

„Wir ersticken hier gleich!" - Elf Verletzte, darunter fünf Kinder, bei Brand in Gelsenkirchen - 16 Personen gerettet

„Feuer mit Menschenleben in Gefahr“ auf dieses Stichwort wurden Freitag (21.09.) gegen 22:18 Uhr die Kräfte der Feuerwehr in Gelsenkirchen in die Freytagstraße alarmiert. Bereits die Notrufe, die in der Leitstelle eingingen ließen Dramatisches erahnen. „Wir ersticken hier gleich! Kommen sie schnell.“ war der O-Ton eines Anrufers, der sich bereits im verqualmten Hausflur befand.


Beim Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich die Lage, dichter schwarzer Rauch drang aus dem Eingangsbereich eines zweieinhalbgeschossigen Mehrfamilienhauses. Fünf Personen mussten unmittelbar aus dem verqualmten Hausflur gerettet werden, acht Personen wurden über zwei Drehleitern gerettet, drei Personen konnten über Steckleistern aus dem 1. Obergeschoss gerettet werden.


Von den insgesamt 16 Geretteten erlitten elf Personen eine Rauchvergiftung, darunter auch fünf Kinder. Vier Opfer hatten schwere Rauchgasvergiftungen erlitten. Insgesamt waren drei Trupps der Feuerwehr mit Atemschutzgeräten und Löschrohren im Brandgebäude tätig, sowohl zur Brandbekämpfung im Hausflur als auch zur Kontrolle der anderen im Gebäude befindlichen Wohnungen. Die Kräfte der Feuerwehr konnten den Brand schnell löschen.


Augenzeugen berichteten vor Ort von einem unbekannten Mann, der nach dem Ausbruch des Feuers vom Haus geflüchtet sei. Nach Angaben der Polizei vor Ort, kann daher Brandstiftung als Ursache nicht ausgeschlossen werden. Weitere Ermittlungen laufen. Die Feuerwehr war mit insgesamt 60 Einsatzkräften vor Ort.

(Quelle: mit Feuerwehr Gelsenkirchen, Fotos: Justin Brosch)

Freitag, 21. September 2018

Großes Glück im Unglück: Erste Fahrstunde endet unter einem Baum - Schüler und Fahrlehrer unverletzt

Am Freitagvormittag (21.09.) gegen 10.50 Uhr hatte ein Fahrschüler in Mülheim an der Ruhr bei seiner ersten Fahrstunde Glück im Unglück. Durch den starken Regen und Wind fiel eine ca. 25 Meter hohe, marode Buche auf die Fahrbahn.



Dies bemerkte der Fahrlehrer gerade noch rechtzeitig und leitete eine Gefahrenbremsung ein. Der Baum fiel auf die Motorhaube und begrub das Fahrzeug unter sich. Die Feuerwache Broich war mit zwei Fahrzeugen vor Ort und konnte das Fahrzeug von dem Baum befreien.

Wie durch ein Wunder kamen die beiden Fahrzeuginsassen nicht zu Schaden. Während der Bergungsarbeiten war der Worringer Reitweg für eine Stunde voll gesperrt.

(Quelle/Foto: Feuerwehr Mülheim)

Donnerstag, 20. September 2018

Messerangriff im Nordviertel von Essen - Großeinsatz der Polizei - Zahlreiche Kräfte mussten Tatort sichern

Update 21.09.: Der 27-Jährige Tatverdächtige konnte heute Morgen (21.09.) an seiner Wohnanschrift außerhalb Essens festgenommen werden. Aufgrund leichter Verletzungen wurde er in ein Krankenhaus gebracht, in dem er behandelt wurde. Nach erfolgter Personalienfeststellung wurde der Mann wieder entlassen.

Am Donnerstagabend (20.09.) ist es zu einem Großeinsatz der Polizei im Nordviertel in Essen gekommen. Zuvor kam es gegen 19:22 Uhr zu einer Messerstecherei vor einem Döner-Imbiss am dortigen Viehofer Platz.


Eine Person wurde dabei schwer verletzt und musste vom Notarzt vor Ort behandelt werden. Bei dem Opfer im Alter von etwa 23 Jahren soll es sich um einen Kunden des Dönerladens handeln. Derzeit fahndet die Polizei nach einem Mitarbeiter des Ladens, der als dringend tatverdächtig gilt.

Immer mehr Menschen versammelten sich vor Ort

Im weiteren Verlauf versammelten sich immer mehr teilweise aufgebrachte Personen rund um den Tatort, der durch die Polizei abgesperrt wurde. Ein Zeuge schätzte die Anzahl am Abend auf etwa 200 Menschen. Ein Teil von ihnen versuchte, in den Imbiss zu gelangen, obwohl dort bereits Streifenbeamte den Bereich abgesperrt hatten. In Folge dessen sprühten die Beamten Pfefferspray in Richtung der heranstürmenden Menschenmasse, die daraufhin von ihrem Vorhaben absahen.


Um eine weitere Eskalation der Lage zu vermeiden, forderten die Polizisten vor Ort alle verfügbaren Kräfte in das Viertel. Zahlreiche Polizisten mit insgesamt 25 Streifenwagen sicherten den Bereich. In der Nähe wurde vor einigen Tagen eine Polizistin bei einer Kontrolle vor einer Shisha-Bar angegriffen und schwer verletzt.

Zu den weiteren Hintergründen der aktuellen Tat konnte Polizeisprecher Lars Lindemann gegenüber nrw-aktuell.tv vor Ort noch keine Angaben machen. Die Experten der Kriminalpolizei sicherten zahlreiche Spuren. Möglicherweise wird es am Freitag weitere Einzelheiten zu der Tat geben. (ReA)

Öffentlichkeitsfahndung der Polizei nach Attacke auf Busfahrer in Recklinghausen


Die Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung:

Gesucht wird ein junger Mann (siehe Fotos), der am 30. April 2018 einen Busfahrer in der Linie 232 in Recklinghausen beleidigt, bespuckt und getreten haben soll. Der 39-jährige Busfahrer hielt an der Haltestelle Ziegelgrund in Recklinghausen an.

Weil zwei junge Männer einfach an ihm vorbeigingen, ohne Fahrkarten vorzuzeigen, sprach er die Beiden an. Daraufhin wurden sie frech, woraufhin einer der Männer dem Busfahrer in den Bauch trat. Mit den Aufnahmen aus dem Bus wird jetzt nach dem Mann gesucht.
  
Wer ihn erkennt, wird gebeten, das Regionalkommissariat in Herten unter Tel. 0800/2361 111 anzurufen. 

(Quelle/Fotos: Polizei Recklinghausen)

19-Jähriger wollte sich von einem Kran aus 40 Metern "abseilen": Tödliche Verletzung nach Sturz

Am Mittwochabend (19.09.) um 23:53 Uhr betraten zwei 19-Jährige aus Kalkar den Baustellenbereich an der "Van-Den-Bergh-Straße" in Kleve. Auf dem Gelände konsumierten sie Alkohol und kletterten anschließend auf einen dortig sich befindlichen Baukran.


In einer Höhe von ca. 40 Metern bestiegen sie eine Plattform und trennten Industrieleitungen des Krans. An diesen hangelte sich einer der Beiden herab. Als seine Kräfte nachließen stürzte zu Boden und erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Beamte der Kriminalpolizei nahmen die Ermittlungen auf. Die Angehörigen wurden durch Beamte des Opferschutzes der Kreispolizeibehörde Kleve betreut.

(Quelle: Kreispolizeibehörde Kleve, Foto: Symbolbild)

Mittwoch, 19. September 2018

Angriff auf Beamte in Gelsenkirchen - Zwei Polizisten durch Täter (36) verletzt - Am nächsten Tag freigelassen

Am Dienstag (18.09.) ist eine zunächst beabsichtigte Personenüberprüfung in Gelsenkirchen derart eskaliert, dass am Ende zwei 23-jährige Polizeibeamte erheblich verletzt wurden. Einer von ihnen so schwer, dass er bis auf Weiteres seinen Dienst nicht ausüben kann. Der Tatverdächtige (36) wurde am Mittwoch (19.09.) aus dem Gewahrsam entlassen.


Die Polizei wurde zunächst von einem Mädchen in einem Park an der Knappschaftsstraße alarmiert. Die 14-Jährige ging dort spazieren und fühlte sich durch einen 36-jährigen Mann belästigt, der sie trotz gegenteiliger Aufforderung verfolgte und nach ihrem Namen fragte. Bei einer eingeleiteten Fahndung fanden die Beamten den gesuchten Mann in einer Grünanlage an der Parkstraße.

Junger Beamter dienstunfähig geschlagen

Als sie ihn ansprachen, griff er sie sofort und unvermittelt an. Er schlug sie mit einem Stock und trat nach ihnen. Weiter versuchte er, einem Beamten die Dienstwaffe aus dem Gürtelholster zu entwenden, was aber nicht gelang. Durch Kopfstöße und Faustschläge wurden die Beamten an Kopf und Oberkörper verletzt, einer von ihnen schwer.

Nach Rücksprache mit Behörden entlassen

Schließlich gelang es den Polizisten, den Mann zu fixieren und in Gewahrsam zu nehmen. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten mehrere Messer, Speicherkarten und eine größere Summe Bargeld. Sie nahmen ihn vorläufig fest. Nach Rücksprache mit den zuständigen Justizbehörden konnte er das Gewahrsam bereits am Mittwoch (19.09.) wieder verlassen.

Den Beschuldigten erwarten Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, so die Polizei weiter.

(Quelle: mit Polizei Gelsenkirchen, Foto: Symbolbild)

Bei Abschiebung: Vater drohte Kind vom Balkon zu werfen - Spezialkräfte im Einsatz

Am Mittwochmorgen (19.08.) hat die Polizei in Krefeld einen Mann festgenommen, der sich zuvor gegen die Abschiebung seiner Familie wehrte. Dabei bedrohte er die Einsatzkräfte mit einem Messer und drohte, eines seiner Kinder vom Balkon zu werfen. Seine Frau benutzte eines der Kinder als "Schutzschild".


Gegen 5:45 Uhr sollte die albanische Familie abgeschoben werden. Hierzu suchten Mitarbeiter der Stadt mit zwei Polizeibeamten die Wohnanschrift an der Philadelphiastraße auf. Der Vater (30) öffnete die Tür und ließ die Mitarbeiter und die Beamten in die Wohnung.

Vater und Mutter reagierten aggressiv

Der Vater wurde allerdings dann sehr aggressiv und bedrohte die städtischen Mitarbeiter sowie die Beamten mit einem Messer. Die Mutter verhielt sich ebenfalls aggressiv und versuchte ihren Mann in der Situation dadurch zu schützen, dass sie sich mit einem Kind zwischen ihn und die Polizeibeamten stellte. Die Beamten und die Kräfte der Stadt zogen sich daraufhin zurück.

Spezialkräfte (SEK) wurden angefordert

Kurze Zeit später ging der Vater auf den Balkon (im 3.OG) und drohte, eines der Kinder runter zu werfen, sofern sich die Polizei nicht zurück ziehe. Daraufhin wurde der Bereich großräumig abgesperrt. Gegen 10:30 Uhr erfolgte dann der Zugriff des Spezialeinsatzkommandos. Der 30-Jährige wurde festgenommen. Die 27-jährige Ehefrau und Mutter wurde vernommen.


Die zuständige Ausländerbehörde wird voraussichtlich Abschiebehaft für den Vater beantragen. Wie hinsichtlich der Mutter und der gemeinsamen Kinder weiter vorzugehen ist, wird derzeit zwischen den Fachbereichen abgestimmt.

(Quelle: mit Polizei und Stadt Krefeld)

Chemieunfall in Altenheim - Kräfte der Feuerwehren Bottrop, Essen, Oberhausen und Recklinghausen im Einsatz


Großeinsatz der Bottroper Feuerwehr am Mittwochmorgen (19.09.). Die Kräfte mussten am Morgen mit dem Einsatzstichwort "MANV" (Massenanfall von Verletzten) zu einem Altenwohnheim „Im Stadtgarten“ in Bottrop ausrücken. In der dortigen Wäscherei ist eine stechend riechende Flüssigkeit ausgelaufen, mindestens vier Personen wurden leicht verletzt und in Krankenhäuser transportiert.


Einsatztrupps der Feuerwehr mussten mit Chemikalienschutzanzügen die Wäscherei betreten um zu prüfen, welche Flüssigkeit ausgelaufen ist und ob es eventuell noch weitere chemische Reaktionen mit anderen Mitteln gegeben hatte. Die Bewohner konnten in ihren Wohnungen bleiben. Die Bottroper Feuerwehr wurde durch eine überörtliche Hilfe mit Rettungsmitteln aus Essen, Oberhausen und Recklinghausen unterstützt. (gm)
 Update der Feuerwehr Bottrop auf Twitter:

(Fotos: Rene Anhuth)