Freitag, 28. August 2026

71.620 Zigaretten im Gepäck: Zoll stoppt Reisenden am Düsseldorfer Flughafen - Koffer, Reisetaschen und Rucksack ausschließlich mit Zigaretten gefüllt - Niederländer überschreitet Reisefreimenge um ein Vielfaches - Strafverfahren wegen Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet

Über 71.000 Zigaretten fanden Zöllner am Düsseldorfer Flughafen am 02.08.2026 bei einem Reisenden aus der Türkei. Damit überschritt er seine persönliche Reisefreimenge von 200 Stück erheblich. Zöllner baten den Beschuldigten zur Röntgenkontrolle seines Reisegepäcks, nachdem dieser den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren passiert hatte. Dabei fiel ihnen eine Sache sofort auf: der Mann führte keinerlei Kleidung oder persönliche Gegenstände mit sich. Der Inhalt seiner vier Gepäckstücke, zwei Koffer, eine Reisetasche und ein Rucksack, bestand ausschließlich aus Zigaretten.

Doch dabei sollte es nicht bleiben. Bei der anschließenden Gepäckkontrolle brachte ein Zollbeamter einen weiteren Koffer, sowie eine Reisetasche an die Abfertigungsstelle, die am Gepäckband liegen geblieben waren. Die Zöllner konnten auch diese Gepäckstücke dem Reisenden zuordnen und auch hier bestand der Inhalt nur aus Zigaretten. Insgesamt stellten die Beamten 71.620 Stück Zigaretten verschiedenster Marken fest, alle ohne Steuerzeichen.

Bei dieser Menge bestand der Verdacht einer gewerblichen Einfuhr, eine Nutzung zu privaten Zwecken konnte der Niederländer jedenfalls nicht glaubhaft darlegen. Aus diesem Grund leiteten die Zollbeamten vor Ort ein Strafverfahren wegen des Verdachts der versuchten Steuerhinterziehung gegen den Reisenden ein. Er wollte sich nicht zum Tatvorwurf äußern. Die Zigaretten wurden beschlagnahmt und werden nach Abschluss des Verfahrens vernichtet.

"Dass Reisende zu viele Zigaretten dabeihaben, kommt am Flughafen täglich vor" so Fabian Pflanz, Pressesprecher des Hauptzollamtes Düsseldorf. "Doch dass sie ausschließlich Zigaretten schmuggeln - und das in dieser Menge - ist auch hier bislang eine Ausnahme."

(Quelle/ Fotos: Hauptzollamt Düsseldorf)

Donnerstag, 27. August 2026

Verfolgungsfahrt in Dortmund: Mercedes-Fahrer fährt Polizisten an und flüchtet - Fahrer missachtet Anhaltezeichen und rast mit 154 km/h durch die Stadt - 33-jähriger Beamter leicht verletzt - Fahndung mit Hubschrauber bleibt erfolglos

Am Mittwochabend (26.08.) kam es in der nördlichen Innenstadt zu einer Verfolgungsfahrt. Dabei wurde ein Polizeibeamter angefahren und leicht verletzt. Der Fahrer flüchtete anschließend. Gegen 19:45 Uhr wollten Einsatzkräfte einen weißen Mercedes auf der Eberstraße nach einem Verkehrsverstoß anhalten und kontrollieren. Der Fahrer missachtete die Anhaltezeichen jedoch und flüchtete. Dabei ignorierte er unter anderem mehrere rote Ampeln und fuhr deutlich zu schnell.

Auf der Borsigstraße wiesen mehrere Passanten die Einsatzkräfte darauf hin, dass der Fahrer soeben auf den Parkplatz eines Baumarkts gefahren sei. Tatsächlich konnten die Beamten den Mercedes kurz darauf auf dem Parkplatz antreffen und hielten mit ihrem zivilen Streifenwagen vor dem Fahrzeug an.

Die Einsatzkräfte traten unter Vorhalt der Dienstwaffen an den Mercedes heran und forderten den Fahrer mehrfach auf, den Motor auszuschalten. Dieser legte jedoch den Rückwärtsgang ein, fuhr einige Meter rückwärts und beschleunigte anschließend wieder. Dabei erfasste er einen 33-jährigen Polizeibeamten mit der Fahrzeugseite und verletzte ihn dadurch leicht.

Der Fahrer setzte seine Fahrt anschließend erneut mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit fort. Ein mobiler Blitzer erfasste den Mercedes mit 154 km/h auf der Bornstraße. Trotz der sofort eingeleiteten Fahndung, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde, konnte der Mercedes nicht mehr angetroffen werden.

Der verletzte Polizeibeamte wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht und konnte seinen Dienst nicht mehr fortsetzen. Die Ermittlungen zum Fahrer des Mercedes dauern an.

(Quelle: Polizei Dortmund, Foto: Symbolbild/ nrw-aktuell.tv)

Samstag, 22. August 2026

Messerangriff in Witten: 65-Jährige schwer verletzt - 70-Jähriger nach Stichwaffenangriff auf seine Ehefrau festgenommen

Am frühen Samstagnachmittag (22. August) ist es an der Dirschauer Straße in Witten zu einem schweren Messerangriff gekommen. Eine 65-jährige Frau soll bei einem Streit mit ihrem 70-jährigen Lebensgefährten durch mehrere Messerstiche schwer verletzt worden sein. Aufgrund der Schwere der Verletzungen kann derzeit auch eine Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden.

Nach Angaben der Polizei meldete sich die Wittenerin gegen 14.17 Uhr über den Notruf und bat um schnelle Hilfe. Sie schilderte, dass es zuvor zu Streitigkeiten mit ihrem Lebensgefährten gekommen sei. Diese sollen schließlich in einen Messerangriff eskaliert sein.

Die daraufhin alarmierten Polizeibeamten trafen wenige Minuten später an der Dirschauer Straße ein. Sie konnten den 70-jährigen, polizeibekannten Tatverdächtigen noch vor Ort festnehmen. Der Mann besitzt nach Angaben der Polizei die deutsche und polnische Staatsangehörigkeit. Die Einsatzkräfte leisteten der schwer verletzten Frau zunächst Erste Hilfe.

Anschließend übernahmen die alarmierten Rettungskräfte die weitere medizinische Versorgung. Die 65-Jährige wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Wie schwer ihre Verletzungen tatsächlich sind, war zunächst nicht abschließend bekannt. Aufgrund der Schwere der Verletzungen und der möglichen Lebensgefahr wurde eine Mordkommission eingesetzt.

Der Tatverdächtige wurde nach seiner Festnahme zunächst durch den Rettungsdienst untersucht und anschließend von Polizeibeamten in Begleitung zum Polizeipräsidium nach Bochum gebracht.

Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Im Mittelpunkt stehen nun die genauen Hintergründe der Auseinandersetzung sowie der Ablauf des Messerangriffs. Auch die rechtliche Einordnung der Tat ist Gegenstand der Ermittlungen. Eine mutmaßliche Tatwaffe soll in der Wohnung aufgefunden und sichergestellt worden sein. Die Ermittlungen dauern an.

(Fotos: Justin Brosch/ nrw-aktuell.tv)

Mittwoch, 19. August 2026

Hilden: 16-Jähriger verursacht Unfall auf A3 - Jugendliche sollen nach Unfall geflüchtet sein - Gestohlenes Kennzeichen und Langmesser entdeckt

Ein ungewöhnlicher Verkehrsunfall hat am späten Dienstagabend (18. August) für einen größeren Einsatz auf der A3 bei Hilden gesorgt. Gegen 21 Uhr verunglückte dort ein Auto, dass nach ersten Informationen von einem erst 16 Jahre alten Jugendlichen gesteuert worden sein soll. Eine 14-Jährige saß demnach auf dem Beifahrersitz.

Beide sollen nach dem Unfall zunächst versucht haben, sich vom Unfallort zu entfernen, konnten jedoch kurze Zeit später angetroffen werden. Am Fahrzeug befand sich ein gestohlenes Kennzeichen. Im Innenraum wurden unter anderem mehrere E-Zigaretten (Vapes) sowie Duftbäume entdeckt. Zudem waren drei Kartons mit Vapes zu erkennen.

Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs stellten die Einsatzkräfte außerdem ein Langmesser sicher. Nach ersten Erkenntnissen wurden beide Jugendlichen leicht verletzt. Die Feuerwehr streute ausgelaufene Betriebsstoffe mit Bindemittel ab und leuchtete die Unfallstelle aus.

Für die Dauer der Einsatzmaßnahmen musste die A3 in Fahrtrichtung Köln vollständig gesperrt werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Dabei sollen unter anderem die Eigentumsverhältnisse des Fahrzeugs sowie die weiteren Umstände des Unfalls und die aufgefundenen Gegenstände geklärt werden.

(Fotos: Patrick Schüller / nrw-aktuell.tv)

Dienstag, 18. August 2026

Hagen: Hilferufe aus Mehrfamilienhaus - 54-Jähriger tot - Tatverdächtiger festgenommen

In der Nacht auf Dienstag (18.08.2026) kam es zu einem Tötungsdelikt am Kuhlerkamp. Anwohner der Cunosiedlung alarmierten gegen 1.20 Uhr die Polizei, nachdem sie Hilferufe vernahmen.

Als sich die Einsatzkräfte in das betroffene Mehrfamilienhaus begaben, fanden sie in einer der Wohnungen einen verletzten Mann, der auf dem Boden lag. Es konnte lediglich der Tod des 54-Jährigen festgestellt werden.

Die eingesetzten Beamten leiteten umgehend erste Ermittlungen ein und trafen in dem Haus einen 48 Jahre alten Mann an. Aufgrund der vorgefundenen Spurenlage erhärtete sich der Tatverdacht gegen 48-Jährigen, weshalb er vorläufig festgenommen wurde.

Die Polizei Hagen hat eine Mordkommission eingerichtet, die nun die Tathintergründe beleuchtet.

(Quelle: Polizei Hagen, Foto: Symbolbild/ nrw-aktuell.tv)

Montag, 17. August 2026

Raser-Unfall in Dortmund: 13-Jähriger wird von VW erfasst und auf Gehweg geschleudert

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Klönnestraße in Dortmund am gestrigen Sonntag (16. August) gegen 21:20 Uhr ist ein 13-Jähriger schwer verletzt worden. Ersten Erkenntnissen zufolge ging dem Unfall ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen zweier Fahrzeuge voraus.

Nach bisherigem Ermittlungsstand waren an dem Rennen ein VW Arteon (27-j. Fahrer, aus Dortmund) und ein BMW X5 (23-j. Fahrer, aus Dortmund) beteiligt. Laut Zeugen befuhren diese mit stark überhöhter Geschwindigkeit die Klönnestraße in Richtung Süden. Etwa in Höhe der Inselstraße kollidierte der VW mit dem 13-Jährigen, der gerade die Straße überquerte. Der Junge wurde durch die Wucht des Aufpralls auf den Gehweg geschleudert und blieb dort schwerverletzt liegen.

Ersthelfer kümmerten sich vor Eintreffen des Rettungsdienstes um die Versorgung des Jungen. Er wurde anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert - Lebensgefahr bestand nicht.

Die Polizei Dortmund stellte die Mobiltelefone, die Autos und die Führerscheine der beiden Fahrzeugführer sicher und hat die Ermittlungen wegen Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen sowie fahrlässiger Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall aufgenommen. Hinweise auf Alkohol- oder Drogenkonsum haben sich bei beiden Fahrern nicht ergeben.

Dieser Verkehrsunfall zeigt einmal mehr die Gefahren illegaler Kraftfahrzeugrennen auf. Diesem Phänomen tritt die Polizei Dortmund mit viel Unverständnis und großem Engagement entgegen, seit Jahren ist dies daher ein Schwerpunktthema der Behörde. Raser haben in Dortmund nichts zu suchen - das wurde auch beim Schwerpunkteinsatz in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen die Raser-, Poser- und illegale Tuningszene einmal mehr deutlich. Die Polizei Dortmund richtete dabei zwei Messstellen ein (162 Geschwindigkeitsverstöße) und bestreifte verschiedene Raser-Hotspots. Auch zahlreiche Beamte des Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt Dortmund waren im Einsatz.

Die Beamten stellten vier Autos zwecks Gutachtenerstellung sicher, aufgrund des Verdachtes verbotener technischer Veränderungen. Vier Fahrer waren darüber hinaus ohne Fahrerlaubnis unterwegs, außerdem fertigte die Polizei 19 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen, erhob sieben Verwarngelder und vollstreckte zwei Haftbefehle. Auf dem Wall, wo sich erfahrungsgemäß viele Personen aus der Raser-, Poser- und illegalen Tuning-Szene sammeln, waren in der Spitze rund 300 Fahrzeuge unterwegs. Laute Motorengeräusche und Hupkonzerte waren einmal mehr extrem unnötige Begleiterscheinungen, über die sich Anwohnerinnen und Anwohner zurecht regelmäßig beschweren.

Die Polizei Dortmund wird auch in Zukunft mit weiteren Schwerpunkteinsätzen gegen die Szene vorgehen.

(Quelle: Polizei Dortmund, Foto: Symbolbild/ nrw-aktuell.tv)

Donnerstag, 13. August 2026

Rheine: Frau nach Messerangriff getötet - Zahlreiche Stichverletzungen - Spurensicherung bis in die Nacht - Ehemann und Sohn angetroffen

Am Mittwochabend (12.08.) ist es in Rheine (Kreis Steinfurt) zu einem tödlichen Messerangriff auf eine Frau gekommen. Polizei und Rettungsdienst rückten mit zahlreichen Kräften zum Tatort aus. Für die Frau kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Gegen kurz nach 18:30 Uhr ging bei der Polizei ein Notruf wegen eines Messerangriffs ein. Daraufhin wurden umgehend zahlreiche Polizei- und Rettungskräfte entsandt. Beim Eintreffen der ersten Polizeibeamten wurde die schwer verletzte blutüberströmte Frau bewusstlos auf der Straße gefunden. Die Beamten begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Rettungsdienst und Notarzt übernahmen anschließend die medizinische Versorgung. Trotz aller Bemühungen konnte das Leben der Frau nicht mehr gerettet werden. Sie starb noch am Tatort. Nach Angaben von Anwohnern und Zeugen soll die Frau zahlreiche Stichverletzungen erlitten haben. Augenzeugen sprechen von mindestens 15 Stichen.

Eine offizielle Bestätigung zur genauen Anzahl der Verletzungen liegt bislang nicht vor. Am Tatort traf die Polizei auch den Ehemann sowie den Sohn der Getöteten an. Ein Messer, bei dem es sich möglicherweise um die Tatwaffe handelt, wurde von den Einsatzkräften sichergestellt.

Eine Mordkommission aus Münster übernahm die weiteren Ermittlungen. Spezialisten sicherten bis in die Nacht hinein umfangreich Spuren am Tatort. Der Bereich blieb dafür über mehrere Stunden abgesperrt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum genauen Ablauf der Tat dauern an.

(Fotos: Justin Brosch / nrw-aktuell.tv)

Dienstag, 11. August 2026

Bochum: Mit 2,02 Promille in Wohnwagen gekracht - Audi und Wohnwagen brennen komplett aus

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf dem Zeppelindamm in Bochum-Wattenscheid sind am späten Montagabend (10. August) ein Audi und ein Wohnwagen vollständig ausgebrannt. Der 21-jährige Autofahrer aus Hattingen wurde leicht verletzt.

Wie die Polizei inzwischen mitteilte, war der Mann erheblich alkoholisiert. Der Unfall ereignete sich gegen 23.30 Uhr. Nach Angaben der Polizei war der 21-Jährige mit seinem Pkw auf dem Zeppelindamm in Richtung Hattingen unterwegs. Im Bereich zwischen dem Wattenscheider Hellweg und der Straße „Alter Zoll“ verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug.

Der Wagen kollidierte zunächst mit einer Warnbarke und anschließend mit einem abgestellten Wohnwagen. Durch den heftigen Zusammenstoß brach ein Feuer aus. Erste Löschversuche blieben erfolglos. Sowohl der Pkw als auch der Wohnwagen gerieten schließlich in Vollbrand. Die alarmierte Feuerwehr bekämpfte die Flammen und löschte beide Fahrzeuge.

Von dem Wohnwagen blieb nach dem Feuer kaum noch etwas übrig. Der 21-Jährige erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen. Er wurde zur weiteren stationären Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht.

Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten fest, dass der Hattinger alkoholisiert war. Ein durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von 2,02 Promille. Dem 21-Jährigen wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen.

Zudem beschlagnahmte die Polizei seinen Führerschein. Der ausgebrannte Pkw und der Wohnwagen mussten abgeschleppt werden. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen zum Unfall aufgenommen.

(Fotos: Michael Weber / nrw-aktuell.tv)