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Dienstag, 1. September 2026

3D-Drucker lief noch: Polizei findet Waffen und Munition in Wuppertaler Wohnung - 55-Jähriger soll Schusswaffen selbst hergestellt haben - Drei 3D-gedruckte Waffen, Munition und verbotene Bauteile sichergestellt

Gestern (31.08.2026) durchsuchten Polizeibeamte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Wohnung eines 55-jährigen Wuppertalers in der Elberfelder Südstadt. Der Durchsuchung voraus ging ein Hinweis des Arbeitgebers des Beschuldigten. Dieser hatte bei einer routinemäßigen Kontrolle der Computer festgestellt, dass Dateien zum Bau von Schusswaffen von einem Mitarbeiter heruntergeladen und gespeichert worden waren. Eine anschließende Kontrolle des Spindes des krankheitsabwesenden Mitarbeiters führte unter anderen zum Fund einer scharfen Schusswaffe. Seitens des Arbeitgebers wurde daraufhin die Polizei informiert, die weitere Ermittlungen einleitete und die Waffe sicherstellte.

Durch die von der Polizei informierte Staatsanwaltschaft wurde daraufhin bei dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Wuppertal ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt und dessen Vollstreckung angeordnet. Angesichts der zu erwartenden weiteren Bewaffnung des Beschuldigten wurden hierzu erhebliche Kräfte zusammengezogen.

Bei der Durchsuchung wurden drei unterschiedliche, mittels eines 3D-Druckers hergestellte Schusswaffen, eine Vielzahl von waffenrechtlich verbotenen Bauteilen, eine größere Menge scharfer Munition, zehn erlaubnisfreie Waffen und zwei 3D-Drucker, bei denen einer im Moment des polizeilichen Zugriffs lief, sichergestellt. Zudem fanden sich Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte jedenfalls in den vergangenen Jahren einen rechtsextremen Inhalt im Internet geliket hatte. Weiterhin wurde bei ihm eine Anstecknadel mit einem Hakenkreuzsymbol aufgefunden. In seiner Vernehmung leugnete er ein politisches Motiv für seine Bewaffnung.

Die umfangreichen Ermittlungen, auch zur Motivlage, gegen den bislang unbescholtenen Beschuldigten dauern an. Für den Fall einer Verurteilung droht ihm wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren.

(Quelle/ Fotos: Polizei Wuppertal)