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Dienstag, 19. Mai 2020

Sexuelle Belästigung in der S-Bahn - Reisende zeigen Zivilcourage - Bundespolizei nimmt 21-jährigen Tatverdächtigen fest

Insgesamt vier Frauen wurden nach Zeugenaussagen am Dienstagmorgen (19.05.) durch einen 21-jährigen aus Guinea (Westafrika) in der S-Bahn 6 sexuell belästigt. Dabei soll der Mann mindestens eine Frau gegen ihren Willen geküsst und drei Frauen im Intimbereich und an das Gesäß gefasst haben. Zwei Reisende zeigten Zivilcourage und verhinderten so weitere Übergriffe des Mannes.

Gegen 10:00 Uhr wurde die Bundespolizei über die sexuelle Belästigung in der S-Bahn 6 (Essen HBF/Süd) informiert. Daraufhin erreichten Einsatzkräfte den Haltepunkt Essen Süd. Dort wurde der guineische Staatsangehörige durch die Bundespolizei festgenommen. Nach Zeugenaussagen soll der in Neuss gemeldete Mann erste eine 21-jährige Essenerin gegen ihren Willen auf die Wange geküsst haben. Hierzu hatte er seine Gesichtsmaske von Mund und Nase gezogen.

Im Zug soll er dann drei weitere Frauen (17 und 20 aus Essen, 26 aus Duisburg) im Intimbereich und am Gesäß berührt haben. Daraufhin zeigten eine 22-jährige Duisburgerin und ein 30-jähriger Essener Zivilcourage und drängten sich zwischen die Frauen und dem Tatverdächtigen. Dieser soll daraufhin von den Frauen abgelassen haben.

Duldung für den Aufenthalt in der BRD abgelaufen

Erste Ermittlungen ergaben, dass die Duldung des Mannes abgelaufen war und er sich somit unerlaubt in der BRD aufhielt. Nach richterlicher Entscheidung wurde der mit 0,7 Promille alkoholisierte 21-Jährige, in das Polizeigewahrsam eingeliefert. Dort wurde ihm später eine Blutprobe entnommen. Die Bundespolizei leitete gegen ihn ein Strafverfahren wegen unerlaubten Aufenthalts, Nötigung und sexueller Belästigung ein. Die Ermittlungen dauern an.

(Quelle: Bundespolizei, Foto: Symbolbild)